RH #116Interview

YES

Verkrachte Hippies in Paris

Paris an einem warmen, sonnigen Oktobertag. Im Stadtteil Pigalle, wo sich nach Einbruch der Dunkelheit wohlhabende Studenten und die Hauptstadt-Boheme in zwielichten Edel-Nachtclubs amüsieren, sitzen um die Mittagszeit 70 Journalisten aus ganz Europa in einem gemütlichen Restaurant, kosten ausgiebig von den Spezialitäten der französischen Küche und warten auf die neben Genesis wahrscheinlich innovativste und einflußreichste Artrock-Band der Musikgeschichte: YES.

Plötzlich öffnet sich die schwere hölzerne Vordertür, und herein spazieren vier ältere Herren um die 50, die sich in jeglicher Hinsicht so extrem voneinander unterscheiden, daß man sie sich nur schwerlich in einer gemeinsamen Band vorstellen kann. Da hätten wir zum einen den hünenhaften Chris Squire, der - immer ein wenig grobschlächtig und polternd - in seinen kniehohen Wildlederstiefeln eher einem Südstaaten-Rancher als einem Bassisten ähnelt; gleich hinter ihm drückt sich der hagere Steve Howe über die Türschwelle - ein liebenswerter, freundlicher Kerl, für den es nichts Schöneres gibt, als auf der Gitarre sein Innerstes nach außen zu kehren. Als letzte betreten Alan White und Rick Wakeman den Raum, zwei bodenständige, clevere Musikprofis, zwischen denen in puncto Popularität jedoch Welten liegen. Während White seit 24 Jahren als ewiger Bill Bruford-Ersatz weit unter Wert gehandelt wird, ist Wakeman der schillernde Tastenvirtuose, der gerade einen Zirkus-Soundtrack veröffentlicht hat und als Solokünstler in den 70ern erfolgreicher war als mit YES. ...

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