RH #113Interview

HOLOCAUST

15 Jahre Frust

John Mortimer mußte noch nicht allzu viele Interviews geben, obwohl er auf eine lange und bewegte Ära des Rocken & Rollens zurückblicken kann. Aber 15 Jahre im Biz bedeuteten für HOLOCAUST 15 Jahre lang fast ausschließlich Frust.

»Das stimmt, wir haben wirklich viel Scheiße durchgemacht«,

lacht der Boss der einstigen (Gerade-noch-)NWOBHM-Truppe,

»aber ich glaube, HOLOCAUST sind wieder auf dem aufsteigenden Ast.«

Diese Hoffnung zieht der Haudegen aus der Tatsache, daß seine Band zum ersten Mal einen halbwegs ordentlichen Deal (mit Neat) an Land gezogen hat und zudem momentan bereits fleißig an neuem Material feilt, um den bisher erreichten Schnitt von einem Album in fünf Jahren zu unterbrechen.

„Wenn es nach mir gegangen wäre, hätten wir schon viel mehr veröffentlicht, aber dauernd kam irgendein Mist dazwischen. Einmal brach unser gesamtes Line-up auseinander, weil die Hälfte der Band plötzlich auf die damals angesagte AOR-Schiene aufspringen wollte und unter dem Namen Hologram eine lausig seichte Scheibe auf den Markt geworfen hat, die aber gewaltig baden ging. Ich war damals richtig happy, daß das Teil wie Blei in den Regalen liegen blieb, aber nicht so sehr darüber, daß Film Trax, unsere Ex-Company, voll auf das Pferd „Hologram“ setzte und wir somit keinen Deal mehr hatten. Die haben wohl gedacht, sie könnten mit dem Weichspülkram mehr verdienen und haben dann doch noch draufgezahlt«, frohlockt John schadenfroh und referiert daraufhin weitere zehn Minuten über...

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