RH #112Interview

MANIFEST DESTINY

Schwarze Tage

Wenn das Schicksal zuschlägt, dann richtig. Erst verloren die Thrasher MANIFEST DESTINY ihren Shouter, weil eine senile Oma mit Vollgas durch Oklahoma brettern mußte, und dann stampfte zu allem Überfluß auch noch eine gewisse Hanno K. den sauguten neuen Longplayer „All Life All Minds“ in Grund und Boden. Michael Rensen spielte Seelentröster.

Ein schweres Schlucken, ein leises Räuspern, danach Totenstille. Ich habe soeben den Fehler gemacht, MANIFEST DESTINY-Gitarrist Brent Wheatley von Hannos indiskutablen drei Punkten für „All Life All Minds“ (RH 110) zu erzählen. Der Mann ist geschockt.

Irgendwann kriecht ein zaghaftes »Wie bitte?« durch die Transatlantikleitung in meine Telekom-Muschel, gefolgt von einem zweiten, etwas kräftigeren Räuspern, welches signalisiert, daß Brent beschlossen hat, nie wieder irgendeinem Journalisten über den Weg zu trauen.

Ich beeile mich, das Weltbild des Herrn wieder geradezurücken, berichte ihm von den glänzenden Kritiken, die „All Life All Minds“ im internationalen Magazindschungel erhalten hat, und mache ihm klar, daß es eigentlich kaum jemanden gibt, der die Scheibe nicht zu schätzen weiß. Und um ein letztes Mal auf Hannos Review zu sprechen zu kommen: Warum MANIFEST DESTINY als Metallica-Klon und „Bay Area-Abklatsch-Produkt“ hingestellt werden, ist nicht nur Götz und meiner Wenigkeit ein absolutes Rätsel.

»Seltsamerweise habe ich diesen Vergleich mit den alten Metallica schon häufiger gehört, aber die ganze Sache geht mir mittlerweile,...

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