RH #112Interview

SPONGE

Auf den Spuren von Elvis?

SPONGE sind der Alternative-Rock-Schublade, in die sie vor zwei Jahren mit ihrem Debüt „Rotting Pinata“ gesteckt wurden, inzwischen entwachsen. Auf ihrem Zweitwerk „Wax Ecstatic“ schaffen die Detroiter nämlich das Kunststück, mit zwei Schritten zurück einen nach vorne zu gehen. Wie das? Indem sie sich statt trendiger Sounds auf traditionelle Werte wie englischen Old-school-Punk, zeitlosen Ami-Rock und Südstaaten-Blues besinnen, so daß sie abwechslungsreicher denn je klingen.

Die Aufarbeitung der Musikgeschichte wurde beim Opener ´My Purity´ gar so weit betrieben, daß das ´Ace Of Spades´-Riffs zu neuem Leben erwacht. Davon will Gitarrist Joey Mazzola allerdings nichts wissen.

»Motörhead haben uns nie sonderlich inspiriert; die Parallele ist wohl eher zufällig. Entscheidender waren da schon The Stooges bzw. Iggy Pop und MC5, mit deren Musik wir aufgewachsen sind, da sie aus unserer Heimatstadt Detroit kommen. Ihr Sound hat uns außerdem auf den alten Brit-Punk aufmerksam gemacht, der bei uns ebenfalls seine Spuren hinterlassen hat. Diese Einflüsse haben wir aber nicht erst seit gestern. Ich habe uns schon immer eher als „normale“ Rock-Band denn als Alternative-Act gesehen. Von daher hat sich meiner Ansicht nach gar nicht so viel bei uns verändert - mit Ausnahme von ´The Drag Queen Of Memphis´ bzw. ´The Death Of A Drag Queen´. Die Idee zu diesen beiden zusammenhängenden Stücken kam uns bei unserem ersten Gig in Memphis. Diese Stadt atmet allein schon wegen Elvis dermaßen viel...

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