RH #112Interview

WOLFPACK

Irre Trunkenbolde

In Zeiten, in denen Groove und Crossover regieren, passiert es höchst selten, daß dich eine Platte einfach plattwalzt. WalzCore-Experte Jay Jay, ohnehin Verfechter der musikalischen Immer-in-die-Fresse-Variante, ließ jedoch nach dem Hören des WOLFPACK-Debüts "A New Dawn Fades" überzeugt verlauten, hier endlich mal wieder eine Scheibe in den Fingern zu halten, die ohne Rücksicht auf Verluste nach vorne losballert.

 

Hinter WOLFPACK steckt eine geniale Mixtur aus Old-school-Death Metal, klassischem Discharge-Hardcore und streckenweise überraschend melodischen Gitarrenleads. Die Songs sind simpel gestrickt, interessieren sich einen Dreck für irgendwelche Trends, klingen aber dank der druckvollen Produktion immer modern und ließen "A New Dawn Fades" in der August-“Richterskala“ auf einem überraschenden sechsten Platz landen.

Sänger Tomas Jonsson bemüht sich zwar, bei soviel Lob gebauchpinselt zu wirken, hinterläßt am Telefon allerdings den Eindruck, daß er gleich einschläft. Träge tröpfeln die Sätze aus ihm heraus, so daß ich für unseren Plausch gut doppelt so lange brauche wie bei einem Menschen mit normaler Wortfrequenz.

"Nein, nein, das soll nicht heißen, daß ich keine Lust auf Interviews habe", weist er meine Vermutung von sich, sich lieber prickelnderen Dingen als Ferngesprächen mit neugierigen Schreibern zu widmen.

"Es liegt eher daran, daß ich nicht besonders gut englisch spreche und außerdem etwas betrunken bin", lallt, pardon, lacht er und lobt Vivaldis "Vier...

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