RH #108Interview

D.R.I.

Leichenfresser und Tierschützer

D.R.I. haben sich in den letzten neun Jahren dermaßen penetrant jeglicher Neuerung verschlossen, daß ihr aktuelles Werk "Full Speed Ahead" schon fast wieder modern wirkt. Außerdem wird eine Renaissance des Highspeed-Thrashs bereits seit einiger Zeit herbeigeredet, was dem Quartett aus San Francisco eigentlich sehr gelegen kommen müßte.

 

Sänger Kurt Brecht interessiert das alles allerdings herzlich wenig.

"Es gibt uns mittlerweile so lange, daß wir ein festes Following haben", plaudert er durchs Telefon. "Außerdem profitieren wir ein bißchen von der Punk-Welle, auch wenn man uns nicht gerade in die Pop-Punk-Schublade packen kann. Wir sehen uns mehr als Crossover-Thrash-Punk-Act."

Man kann D.R.I. Stagnation vorwerfen, Beharrlichkeit attestieren oder es so sehen wie Kurt. Der kümmert sich lieber um seine Texte, überläßt Gitarrist und Gründungsmitglied Spike den Großteil der Musik und kann sich nicht einen Furz weit für die gegenwärtige Musikszene begeistern. Ein Wunder, daß er überhaupt zugibt, daß er zu seiner Highschool-Zeit "voll auf Black Sabbath, Led Zeppelin und diese ganzen Superrockbands" stand.

"Ich hatte ganz einfach keinen Schimmer, daß es schnelle Musik gibt. Sobald ich Gruppen wie die Circle Jerks oder Minor Threat zum ersten Mal hörte, fuhr ich auf die Energie ab, die sie ausstrahlten. Wir spielten dann halt noch ein bißchen schneller, hähä!"

Wobei "ein bißchen" mehr als untertrieben ist, wenn man sich den Urknall vor Ohren führt, mit dem D.R.I. 1983 mit der...

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