My Hometown

My Hometown 28.04.2021, 08:01

THE GHOST INSIDE - MY HOMETOWN: Des Moines (Iowa) mit Zach Johnson

Die bekannteste Band aus Des Moines sind sicherlich Slipknot, aber die Hauptstadt des 29. US-Bundesstaates Iowa ist auch die Heimat von THE GHOST INSIDE-Gitarrist Zach Johnson, dessen Band offiziell in Los Angeles residiert.

Worin besteht der besondere Reiz von Des Moines?

»Die Stadt ist groß, ein toller Ort zum Aufwachsen und Leben. Hier kann man viel unternehmen, obwohl sie sich etwas Kleinstadt-Charme bewahrt hat. Im Winter fällt sehr viel Schnee, aber da die Landschaft flach ist, kann man ihn nicht zum Sport nutzen. Als Kind spielte ich allerdings oft auf einem zugefrorenen See Eishockey, was großartig war!«

In welcher Gegend lebst du?

»In einem ziemlich typischen Vorort. Des Moines ist in den letzten Jahrzehnten extrem stark gewachsen und hat dadurch enorm an Vielfalt gewonnen.«

Wo hältst du dich am liebsten auf?

»Es ist kein spezieller Platz, sondern eher ein ganzer Stadtteil: das East Village. Ein Kumpel von mir betreibt dort den Club Wooly´s, ein anderer einen Friseursalon – eine charmante Gegend.«

Wie ist es um die Musikszene bestellt?

»Sie war schon immer gesund, speziell in puncto Metal. Es gibt viele kleine bis mittelgroße Konzertsäle, und eigentlich ist immer was los. Leider machen die richtig bekannten Bands auf ihren Touren hier nicht immer halt, aber man kann ja nach Chicago fahren. Als THE GHOST INSIDE 2010, glaube ich, zum ersten Mal eine ausverkaufte Show im Vaudeville Mews spielten, war das sehr cool. Es ist für mich immer noch etwas ganz Besonderes, in meiner Heimatstadt aufzutreten, denn man trifft alte Freunde und sieht bekannte Gesichter im Publikum. Außerdem tut es gut, zwischendurch bei der Familie zu sein, wenn man ständig tourt; andererseits ist es genauso schön, sie am nächsten Tag wieder zu verlassen (lacht). Downtown wurden viele alte Lagerhäuser zu Proberäumen umgebaut, davon gibt´s also genug. Einmal hatten wir sogar einen auf der anderen Straßenseite des House Of Bricks. Das ist der beste Club vor Ort, und wir brauchten lediglich unser Equipment hinüberzuschieben.«

Wart ihr mit anderen Bands dort befreundet?

»Ja, aber Slipknot gehörten nicht dazu, so sehr sie sich es gewünscht haben mögen. Ich war in der lokalen Szene ziemlich aktiv und habe viele kleine Konzerte beziehungsweise Touren mit Bands aus unserer Gegend organisiert. Nach und nach wurde der Einzugsbereich immer größer, und mein Freundeskreis erweiterte sich um Leute von außerhalb. Inzwischen kümmere ich mich mit Kollegen, die mit mir zur High School gegangen sind, sowohl um landes- als auch weltweite Konzertreisen – sehr cool, was daraus geworden ist!«

Welches Restaurant kannst du empfehlen?

»Am liebsten gehe ich ins Akebono. Das ist ein japanisches mit tollem Sushi und unfassbar leckeren Edamame (japanische Bohnenart – ms). Außerdem besuche ich gern die High Life Lounge, die einen abgefahrenen Siebziger- und Achtziger-Vibe hat. Sie bietet großartige Gerichte an: ungesund wie nur was, aber eben auch verdammt lecker. Wenn einen spätnachts der Hunger überkommt, empfiehlt sich Fong´s Pizza, die machen italienisch-asiatische Crossover-Küche, zum Beispiel Pizza mit Rangoon-Krebsen. Die Kombination erscheint auf den ersten Blick verrückt, schmeckt aber super.«

Kannst du dir vorstellen, je wegzuziehen?

»Genau das habe ich jüngst getan, meine Frau und ich wohnen nun in Las Vegas. Sie ist Kanadierin, wir hatten beide die Schnauze voll vom Schnee und kalten Wetter. Ich werde Iowa immer lieben, brauchte aber einen Tapetenwechsel und wollte Palmen.«

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Bands:
THE GHOST INSIDE
Autor:
Marcus Schleutermann

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