Festivals & Live Reviews

Festivals & Live Reviews 28.08.2013

ACCEPT , CANDLEMASS , SAXON - Sommer, Sonne, Metal

Alles richtig gemacht: War die Besucherzahl auf dem letztjährigen Bang Your Head eher enttäuschend, so war der Zuschauerzuspruch mit 14.500 Anwesenden 2013 ziemlich ansprechend. Die Veranstalter sind mit ihrer stilistischen Mischung offenbar auf dem richtigen Weg. In Sachen Organisation gab es so gut wie nichts zu bemängeln, und weil auch das Wetter mitspielte, stand einem schönen Festival mit ausgelassener Stimmung nichts im Wege.

Freitag

WANTED INC. haben die Opener-Position über einen Online-Wettbewerb gewonnen - und das nicht zu Unrecht. Angesagt ist Thrash Metal der Bay-Area-Schule, und der bietet sich am frühen Morgen (9:45 Uhr!) perfekt an, um nach dem verspäteten Ende der Vorabendveranstaltung in der Halle wach zu werden. Vor leider noch recht überschaubarer Menschenmenge erfüllen die Bayern ihre Aufgabe mit Nummern wie ´Empty Eyes´ und ´The Final Step´ souverän, wirken keineswegs wie ein Newcomer und haben sichtlich Spaß bei ihrem ersten großen Auftritt.

ARTILLERY sind Veteranen der europäischen Thrash-Metal-Szene und zeigen einmal mehr, dass ihre Musik keine Sache der Haarlänge, des Alters, der Herkunft, des Outfits oder des Images ist. Problemlos verbinden die Dänen mit ihrem neuen Frontmann Michael Bastholm Dahl Klassiker wie ´By Inheritance´, ´Terror Squad´ und ´Khomaniac´ mit ebenso überzeugendem Neu-Material. Kein Wunder, dass die Truppe um die Stützer-Brüder stolz ihren neuen Plattendeal ankündigt und sich von einem überzeugten Publikum verabschiedet. (wk)

Als Nächstes dürfen CRAZY LIXX auf die Bretter. Trotz der frühen Uhrzeit ist der Platz vor der großen Bühne, genauso wie bei der Crashdiet-Show im Vorjahr, die zu einer ähnlich unchristlichen Uhrzeit stattfand, bereits gut gefüllt. Und wen wundert´s, denn Hair Metal erfreut sich im Süden der Republik nach wie vor ungebrochener Beliebtheit, und die vier Schweden gehören immerhin zur Speerspitze der skandinavischen Glam-Szene. Durch das begeisterungsfähige Publikum angestachelt, das der Truppe um Fronter Danny Rexon aus der Hand frisst und ihr ohne mit der Wimper zu zucken auch den einen oder anderen Schnitzer verzeiht, geben Crazy Lixx Vollgas und legen einen erstklassigen Best-of-Set hin. (jp)

DREAM EVIL, die Truppe um den renommierten schwedischen Produzenten Fredrik Nordström an der Gitarre, kredenzt den zur Mittagsstunde immer zahlreicher aus ihren Zelten gekrochenen Zuschauern traditionellen Metal in der Schnittmenge von Hammerfall und Judas Priest. Im Fokus stehen dabei die Songs des Debüts und der aktuellen Platte „In The Night“ von 2010, wobei die Highlights des Sets - ´Crusader´s Anthem´, ´Made Of Metal´, ´The Chosen Ones´ und ´Chasing The Dragon´ - allesamt aus der Frühphase der Band stammen. Wer über die kein Klischee-Fettnäpfchen auslassenden Texte hinweghören kann, bekommt eine technisch versierte und um diese Uhrzeit gut konsumierbare Show geliefert.

Als einer DER Abräumer des gesamten Festivals entpuppen sich die danach auftretenden AOR-Jungspunde H.E.A.T - und das, obwohl die Schweden keine Woche zuvor den Ausstieg von Gitarrist Dave Dalone bekannt gegeben haben und heute nur zu fünft auf der Bühne stehen. Die Hits der 2012er Scheibe „Address The Nation“ - darunter ´Breaking The Silence´, ´Heartbreaker´ und ´It´s All About Tonight´ - zünden von der ersten Sekunde an. Von den eher rar gesäten älteren Stücken kann besonders ´Beg Beg Beg´ beim Publikum punkten. Fronter Erik Grönwall, der 2009 die schwedische TV-Castingshow „Idol“ gewann, flitzt wie ein Derwisch über die Bretter, spielt enthusiastisch Luftgitarre und versprüht zu jeder Sekunde ein mitreißendes, sympathisches Charisma, dass einem förmlich die Spucke wegbleibt. (ls)

Sehr gespannt bin ich auf MASTERPLAN - und da geht es vielen anderen Fans wohl ähnlich, denn es ist ziemlich voll vor der Bühne, als die Band mit ´Enlighten Me´ loslegt. Zunächst fällt einem die knallrote Birne von Keyboarder Axel auf. Entweder setzen dem Mann die Temperaturen ordentlich zu, oder er hat ´nen Sonnenbrand. Stutzig macht mich nur dieses Laptop, das neben seinem Keyboard steht. Vielleicht hat es gar nix mit der Show zu tun, aber misstrauisch wird man da irgendwie immer. Aber davon abgesehen punktet die Band fleißig mit einer engagierten Performance und feinen Ohrwürmern der Marke ´Betrayal´, ´Crimson Rider´, ´Time To Be King´ und ´Keep Your Dream Alive´. Rick Altzi überzeugt mit einer tadellosen Gesangsleistung und hat genug Blues in der Stimme, um seinen Vorgänger Jorn Lande adäquat zu ersetzen, muss aber ganz dringend noch an seiner Bühnenpräsenz arbeiten. Das wirkt alles ein wenig zu schüchtern und unsicher. Nichtsdestotrotz hat man nach diesem Gig richtig Bock auf die anstehende Tour im Herbst. (fa)

Es ist nichts Neues, dass Extrem-Metal auf dem Bang Your Head nur begrenzt funktioniert, daher verwundert es wenig, dass bei ENTOMBED weniger Publikum anwesend ist als bei Masterplan. Und so richtig will der Funke auch nicht überspringen, obwohl die Setlist die wichtigsten Songs der Schweden enthält (wobei es für meinen Geschmack gerne noch ein, zwei mehr von den ersten beiden Alben hätten sein dürfen). Die Band zeigt trotz ihres immer noch leicht angeschlagenen Frontmanns L-G guten Willen und Einsatz, zeigt ihre Livequalitäten, beißt sich am Publikum aber die Zähne aus. Ein solider Gig, der Fans der Schweden überzeugen kann, ohne einen echten Flächenbrand zu entfachen. Wollt ihr nicht mal wieder auf dem Party.San spielen? Dort passt ihr definitiv besser hin! (fp)

Die PRETTY MAIDS sind echte Bang-Your-Head-Veteranen. Nachdem die junggebliebenen Dänen 2011 wegen Verspätungen im Betriebsablauf diverser Flugzeuge in die Halle ausweichen mussten, gehört ihnen nun, bei ihrem vierten Auftritt in Balingen, wieder die volle Aufmerksamkeit auf der großen Bühne - die sie agil zu nutzen wissen. Das bis zum Bauchnabel aufgeknöpfte schwarze Hemd von Sänger Ronnie Atkins flattert in der leichten Sommerbrise, Bassist Rene Shades wirft sich von einer Pose in die nächste und rutscht auf Knien den Laufsteg entlang, dazu gehört zum nachmittäglichen Showprogramm eine Setlist mit einigen Stücken vom aktuellen Album (´Mother Of All Lies´, ´I See Ghosts´) und natürlich vielen, vielen Hits - inklusive eines Abschlussfeier-Dreierpacks aus ´Future World´, ´Back To Back´ und ´Red, Hot And Heavy´. (kp)

Ein Überraschungshighlight des Festival-Freitags dürfte für viele Anwesende die STRATOVARIUS-Show sein. Wirkten die Melodic-Power-Metal-Urgesteine auf ihrer letzten Tour durch die deutschen Clubs noch ein wenig müde und bisweilen sogar leicht eingerostet, stimmt heute im Bandcamp von Timo Kotipelto & Co. wieder alles. Neben dem obligatorischen Material vom aktuellen Album „Nemesis“ kredenzt die Finnland-Connection ihren geneigten Anhängern die beliebtesten Songs der Bandgeschichte: ´The Kiss Of Judas´, ´Against The Wind´, ´Black Diamond´, ´Hunting High And Low´ - alles drin, alles dran. Auch Kollege Albrecht, zu diesem Zeitpunkt bereits in leicht angetüddelter, aber umso euphorischerer Stimmung, ist begeistert und wippt zum Takt der Musik freudig hin und her. (jp)

Der Tag war lang, der Lorenz hat mächtig auf die Rübe geknallt, der Promille-Pegel steigt auf 2,666 - da sind LORDI wohl genau das Richtige. Bei eingängigen Nummern wie ´Give Your Life For Rock´n´Roll´, ´Who´s Your Daddy´ und natürlich ihrem ESC-Hit ´Hard Rock Hallelujah´ kommt jeder noch mit, darüber hinaus hat das monströse Quintett mit „To Beast Or Not To Beast“ ein neues Album im Gepäck. Leider ist der Bewegungsradius der Finnen aufgrund der massiven Kostüme schwer eingeschränkt, dafür grüßt Keyboarderin Hella aus einer Art pinker Telefonzelle (eine Hommage an die magentafarbenen Butzen der Telekom?), das Schlagzeug kann Funken sprühen, und Mr. Lordi übt sich mit allerhand Ansagen wie „I´m the best, you´re the best!“ im Alle-anderen-sind-doof-Motivationssprech. Das schweißt zusammen. (kp)

Ganz ehrlich und bei allem Respekt vor dem großen Schaffen der beiden Headliner, aber Saxon und Accept sorgten bei mir im Vorfeld nicht gerade für ins Unendliche gesteigerte Vorfreude, denn zu oft hat man beide Bands als regelmäßiger Konzert- und Festivalgänger bereits gesehen. Aber der Erfolg gibt den BYH-Veranstaltern Recht, das Gelände ist im Vergleich zu den letzten Jahren deutlich voller, die Fans warten gespannt - und SAXON lassen denn auch tatsächlich nichts anbrennen. Unterstützt von einer sowohl guten Lightshow als auch überraschend vielen Pyros, hangeln sich der einmal mehr souverän performende Biff und seine hochprofessionelle Hintermannschaft durch 35 Jahre Bandgeschichte, immerhin vier aktuelle „Sacrifice“-Songs, ´I´ve Got To Rock (To Stay Alive)´ von „The Inner Sanctum“ und ´Conquistador´ von „Metalhead“ werden ein gutes Dutzend unantastbare Klassiker an die Seite gestellt, die Höhepunkte sind Geschmackssache. Der Verfasser dieser Zeilen liebt heute vor allem: ´To Hell And Back Again´, ´747 (Strangers In The Night)´ und die wie immer mächtige erste Zugabe ´Crusader´. (bk)

Samstag

Die blutjungen Hardrocker REBELLIOUS SPIRIT - im Schnitt gerade mal 18 Jahre alt - kennen die Achtziger zwar nur aus Erzählungen, machen aber optisch und musikalisch sofort klar, wohin die Reise geht. Und so überrascht es kaum, dass die Nachwuchs-Sleazer neben den Stücken ihres gerade erst erschienenen Debüts „Gamble Shot“ die Mötley-Crüe-Nummer ´Wild Side´ zum Besten geben. Handwerklich klappt das alles schon ganz gut, allerdings merkt man den Jungs die fehlende Live-Praxis auf einer großen Bühne deutlich an. Ein bisschen mehr Lockerheit und Eigenwilligkeit im Umgang mit ihren Vorbildern würden Rebellious Spirit jedenfalls sehr guttun. (ls)

Eindrucksvoll, wie sich ALPHA TIGER in den letzten beiden Jahren entwickelt haben und in professioneller Manier den Platz der großen Festivalbühne ausnutzen - ständige Seitenwechsel und Ausflüge auf den Laufsteg inklusive. Vor allem Sänger Stephan Dietrich präsentiert sich als selbstbewusster Frontmann, der schon beim zweiten Song um elf Uhr morgens das Publikum erfolgreich zu Mitsingspielchen animiert. Der Schwerpunkt liegt naturgemäß auf dem Material des aktuellen Albums „Beneath The Surface“, wobei sich ´Along The Rising Sun´ eindeutig als das Stück mit dem größten Hitpotenzial entpuppt. Insgesamt scheint das schon recht zahlreich erschienene und gut aufgelegte Publikum aber mit dem Debüt vertrauter zu sein, was auch die euphorischen Reaktionen auf ´Against The Time´ und ´Karma´ erklärt. Zum Abschluss gibt´s anstelle des von vielen erwarteten Covers von Riot (´Flight Of The Warrior´) oder Queensryche (´Queen Of The Reich´) deshalb auch ´Black Star Pariah´. Alpha Tiger beweisen mit diesem Auftritt, dass sie sich auf den großen Bühnen sichtlich wohl fühlen. (bc)

Als HELL 2011 ihr verspätetes Album veröffentlichten, konnte man davon ausgehen, dass die Briten mit Produzenten-Ikone Andy Sneap nur ein kurzes Gastspiel geben würden. Getäuscht: Nun ist die Truppe schon im dritten Festivalsommer unterwegs, und das ist gut so, denn nach dem orchestralen Intro verbinden die Insulaner Musik und Theatralik (das Metal-Ballett beherrscht man mittlerweile schon besser als die Erfinder Accept) so gut wie keine andere Band. Der Grund dafür heißt David Bower. Dank seiner Schauspielausbildung inszeniert der Frontmann die Songs, wechselt sein Outfit, besticht mit einer Souveränität wie kaum ein anderer Sänger und ist zudem gut bei Stimme. Seine Ansage „We are not a sunshine band!“ trifft den Nagel zwar auf den Kopf, aber auch in der prallen Mittagssonne und mit verschmiertem Make-up bietet das Quintett einen klasse Auftritt. „Großes Kino“ ist hier der falsche Begriff: Geboten wird großes Metal-Theater. (wk)

Kurze Umbaupause, Klampfen einstöpseln - und ab dafür: ANGEL WITCH waren noch nie eine Band der großen Worte, ihr sprödes Songmaterial stand schon immer für sich, und auch in Balingen gefällt man ohne Sperenzchen, dafür ausschließlich mit geschmackvollem, völlig zeitlosem Heavy Metal, von Frontmann Kevin Heybourne und seinen jüngeren Sidekicks, darunter wie immer Carcass-Gitarrist Bill Steer, unaufgeregt in die überschaubare Menge gepfeffert. Schade allerdings, dass man sich einmal mehr vor allem aufs 1980er Debütalbum konzentriert und den gefloppten, nichtsdestotrotz rattenscharfen 2012er Dreher „As Above, So Below“ zu sehr vernachlässigt - und dass man den Signature-Track ´Angel Witch´ heute MIT Mitsingpart präsentiert. Ohne kommt´s irgendwie cooler. (bk)

Wer regelmäßig auf der Facebook-Seite von MORGANA LEFAY-Gitarrist Tony Eriksson vorbeigeschaut hat, konnte erahnen, wie motiviert der Bursche bezüglich dieses Auftritts war. In der Tat scheint die ganze Band heiß wie Frittenfett zu sein, denn die gehen auf der Bühne mal richtig ab. ´The Source Of Pain´, ´Rooms Of Sleep´, ´Master Of The Masquerade´, ´In The Court Of The Crimson King´ - es tut verdammt gut, diese Nummern mal wieder zu hören und die Truppe aus Bollnäs dabei zu beobachten, wie sie exzessiv headbangt und trotzdem arschtight spielt. Zudem profitiert sie vom Charisma ihres Frontmanns Charles Rytkönen, der zwar bestimmt nicht der bestausgebildetste Sänger der Welt ist, aber einen hohen Wiedererkennungswert hat und einfach sympathisch ist. Wie immer herrscht bei den Schweden auch ein kleines bisschen Chaos auf der Bühne, und dass sie die unsterbliche Schlachthymne ´To Isengard´ nicht im Set haben, ist eigentlich unverzeihlich. Dennoch gilt: beide Daumen hoch! (fa)

Wo die bei der Geburt getrennten siamesischen Zwillinge Warrel Dane und Jim Sheppard, beide ex(?)-Nevermore, beteiligt sind, ist nichts, aber auch gar nichts sicher, man geht also zweifelnd vor die Bühne, um auf die wiederbelebte Seattle-Power-Metal-Legende SANCTUARY zu warten. Doch die beiden „Into The Mirror Black“-Granaten ´Taste Revenge´ und ´Seasons Of Destruction´ geben direkt am Anfang Entwarnung: Die Band klingt natürlich nicht mehr so druckvoll wie in ihrer ersten Inkarnation, Dane singt „nur“ noch sehr gut und nicht mehr überirdisch, aber auch nur ansatzweise peinlich ist hier nichts. Und die Setlist? Ein dritter „Into The Mirror Black“-Song (´Future Tense´) fungiert als Rauswerfer, dazwischen tummeln sich vier „Refuge Denied“-Tracks (´Die For My Sins´, ´Battle Angels´, ´White Rabbit´, ´Soldiers Of Steel´) sowie - Tusch! - mit dem sehr eingängigen ´Frozen´ (à la early Nevermore) und dem deutlich vertrackteren ´Wired´ zwei brandneue Stücke des wohl im Frühjahr erscheinenden „The Year The Sun Died“-Comebacks. (bk)

Das Fleißkärtchen des Tages geht an RAGE, die noch am Abend zuvor in Tschechien einen opulenten Auftritt mit Orchester hatten und mit so gut wie keinem Schlaf in den Knochen in der größten Nachmittagshitze schon wieder auf der Bühne stehen. Auf dem Bang Your Head ist es zwar „nur“ eine reguläre Show als Trio, aber auch die will gemeistert werden, wenn - O-Ton Peavy - der Bühnenboden schon fast brennt und die Füße kurz vorm Kochen sind. Man merkt dem Dreiergespann die Müdigkeit nicht an. Schlagzeuger Andre legt ein knackiges Rhythmus-Fundament vor, während Peavy und Victor eingespielt wie ein altes Ehepaar posen und die trotz der hohen Temperaturen zahlreichen Zuschauer zum Abgehen animieren. Highlights des knapp einstündigen Gigs sind der Evergreen ´Higher Than The Sky´ und die Zugabe ´Soundchaser´. (cs)

Welche Band kann schon mit einem maßgeschneiderten, beinahe gleichnamigen AC/DC-Intro starten? Natürlich THUNDER, die im Gegensatz zu ihren Landsleuten von Hell sehr wohl eine „Sonnenschein-Band“ sind. So übernimmt das Quintett am heutigen Tag den Part der Stimmungsband und verwandelt das Gelände in kürzester Zeit in eine Partyzone. Dabei sorgen die in Würde gealterten Briten mit Ohrwürmern wie ´Dirty Love´, ´River Of Pain´, ´The Devil Made Me Do It´, ´Backstreet Symphony´, ´You Can´t Keep A Good Man Down´, ´Low Life In High Places´ und ´I Love You More Than Rock´n´Roll´ für ein ausgelassenes, singfreudiges Publikum, das die Mannen um den souveränen Frontmann Danny Bowes zu Recht abfeiert. (wk)

Das Szenario bei AT THE GATES ähnelt auf bestürzende Weise dem bei Entombed: Trotz Bomben-Setlist und der besten Liveperformance, die ich bis dato von der Band erleben durfte, sind die meisten Besucher eher neugierig als wirklich begeistert - kein Vergleich zu den Triumphzügen Wacken 2008 und Party.San 2011. Vielleicht sollten die Veranstalter überlegen, Death-Metal-Bands, wenn sie sie überhaupt buchen, in die Halle zu verlegen. Wie auch immer: At The Gates machen das Beste aus der Situation und geben alles, die seltenen Konzerte der Band sorgen offenbar dafür, dass das Publikum jedes Mal eine hungrige Band kriegt. Dazu kommt, das Fronter Tompa zu den sympathischsten Bühnenmenschen überhaupt zählt. Geiler Auftritt, der heute leider nicht sein Publikum findet. (fp)

Nun stehen ICED EARTH in den Startlöchern und liefern einen technisch zwar einwandfreien, aber leider nur bedingt zufrieden stellenden Gig ab. Über Schaffers Rhythmusgitarrenkünste muss man nicht mehr diskutieren, und der gute Stu Block ist ein wirklich toller Sänger, aber leider heißt sein Vorgänger nun mal Matt Barlow. Während bei Material aus der Frühzeit der Band wie ´Iced Earth´ oder wuchtigen Krachern wie ´Pure Evil´ die Unterschiede zwischen den beiden nicht so sehr ins Gewicht fallen, klingen ´I Died For You´ oder ´Watching Over You´ leider völlig farb- und emotionslos. Dazu kommt, dass die Band nicht so engagiert wirkt wie sonst. Vielleicht liegt es auch am direkten Vergleich mit Raven, die in der Halle zuvor so viel Energie ins Publikum gefeuert haben. Einen ähnlich schweren Stand hatten ja schon Masterplan am Vortag nach H.E.A.T. Das vordere Drittel des Geländes scheint aber auf jeden Fall anderer Meinung zu sein und feiert mit der Band spätestens beim finalen ´The Hunter´ eine ausgelassene Metalparty. (bc)

ACCEPT und ihre Managerin Gaby Hoffmann (alias Deaffy) wirken im Backstage vor dem Headliner-Auftritt tiefenentspannt: Wer so lange dabei ist, nimmt die Dinge, wie sie kommen. Genau dieses Selbstbewusstsein, exakt diese Abgeklärtheit sorgen auch für eine Songauswahl, von der nicht wenige überrascht sind. Die von einer beachtlichten Lightshow (keine Pyros) unterstützte „Solinger Stahlschmiede“ eröffnet nicht nur mit dem „Stalingrad“-Doppelpack ´Hung, Drawn And Quartered´ und ´Hellfire´, sondern packt auch im weiteren Verlauf mächtig Neumaterial in den Set, erst hinten raus bündelt man das Legendäre. Meine Accept-Lieblingssongs (u.a. ´Starlight´, ´Son Of A Bitch´, ´Neon Nights´, ´Head Over Heels´) waren bis auf ´Restless And Wild´ noch nie die absoluten A-Hits und finden heute nicht statt, aber ohne ´Princess Of The Dawn´, ´Fast As A Shark´, ´Metal Heart´ und ´Balls To The Wall´ geht´s nicht: Die Fans würden die Deutschen und ihren nicht mehr so neuen amerikanischen Frontmann Mark Tornillo (souveräne Ausstrahlung, beachtliche Power) schließlich lynchen, ließen sie die Signature-Tracks außen vor. (bk) 

DIE HALLE

Donnerstag

Den Auftakt macht in alter Bang-Your-Head-Tradition ein lokaler Act: SNAKE RIDE RODEO durften bereits 2009 die Warm-up-Show eröffnen und sind erneut an der Reihe. Wurden die Herren vor vier Jahren auf der Bühne noch von Ex-Running-Wild-Klampfer Gerald „Preacher“ Warnecke begleitet, geht es diesmal ohne prominente Unterstützung auf die Bretter, was der Güte der vorgetragenen Metal/Rock-Melange keinen Abbruch tut. Schade nur, dass sich zu diesem Zeitpunkt (vermutlich wegen des bombastisch guten Wetters) erst sehr wenige Besucher in der Halle eingefunden haben.

Ein wenig besser sieht es bei der MAIDEN UNITED-Show aus. Die Halle ist zwar immer noch weit davon entfernt, ausgelastet zu sein, aber immerhin muss die Truppe um Threshold-Fronter Damian Wilson nicht mehr wie ihre Vorgänger vor knapp hundert Nasen spielen. Geboten werden Maiden-Klassiker im neuen Gewand: geschwindigkeitsreduziert, auf Akustikgitarre, Bass und Hammond-Orgel getrimmt - und von Weltklasse-Sänger Damian, der auch gerne mal von der Bühne springt, um den einen oder anderen Ausflug durch das Publikum zu unternehmen und mit den Anwesenden abzuklatschen, mit unglaublich viel Gefühl in Szene gesetzt. (jp)

Natürlich gibt es Leute, die lieber einen englischen Sänger in den Reihen der NWOBHM-Legende TOKYO BLADE sehen würden, aber Tatsache ist, dass Stücke wie ´Death On Mainstreet´, ´Lightning Strikes´ oder das durch Skull Fist vor kurzem zu neuen Ehren gekommene ´Attack! Attack!´ mit Domain-Stimme Nicolaj „Nick“ Ruhnow einfach super klingen. Der Mann kann alles und singt in einer ganz eigenen Liga. Andy Boulton und seinen Mannen merkt man ebenfalls nicht an, dass sie schon einige Jahrzehnte Karriere hinter sich haben. Die Band wirkt spielfreudig und motiviert und nutzt den Platz auf der Bühne intensiv aus. Da sich auch neuere Songs wie das Titelstück der aktuellen CD „Thousand Men Strong“ gut in den Set einfügen, kann man nach der finalen Hymne ´If Heaven Is Hell´ nur ein positives Resümee ziehen. Engagierter und cooler Auftritt, der das Stimmungsbarometer ordentlich nach oben treibt! (bc)

Der VICIOUS RUMORS-Auftritt steht unter keinem guten Stern, denn technische Probleme sorgen dafür, dass statt der angekündigten 90 Minuten nur eine gute Stunde Spielzeit genutzt werden kann. Und auch der Start mit ´Digital Dictator´ verläuft holprig: Immer wieder fällt eine Gitarre aus, der Sound wird sich erst im Laufe der Zeit einpendeln. Das ist umso trauriger, weil die Amerikaner eine Carl-Albert-Gedächtnisshow spielen und dafür dessen Sohn Kevin eingeladen haben. Der junge Mann hängt sich voll rein und singt Altwerke wie ´Down To The Temple´ oder ´Lady Took A Chance´ sehr viel näher am Original, als es Brian Allen könnte. Dass er auch etwas schüchterner ist, passt gut ins Bild einer Tributshow, auch wenn Brian zu guter Letzt doch noch die Bühne betritt und dem armen Kevin fast die Show stiehlt. (fp)

Auch bei CANDLEMASS wird es nix mit der ursprünglich angekündigten 90-Minuten-Show. Offensichtlich war man da seitens der BYH-Crew zu ehrgeizig, was die kurzen Umbauzeiten betrifft - oder es liegt tatsächlich an unerwarteten technischen Problemen. Jedenfalls ärgert sich der eine oder andere Besucher darüber, weil er sich für seine über 30 Euro Eintritt volle Sets von Vicious Rumors und/oder Candlemass erhofft hat. Andererseits ist der gekürzte Set im Falle Candlemass aber gar nicht so schlimm. Nicht etwa, weil die Band enttäuscht, ganz im Gegenteil. Leider ist ihr Soundmann komplett taub oder irre oder beides. Er dreht jedenfalls so extrem laut auf, dass es weh tut. Ich sehe Leute mit Candlemass-Shirts, die die Halle fluchtartig verlassen und sich dabei die Ohren zuhalten. Wer keine Stöpsel dabeihat, hat komplett verloren. Wirklich schade, denn die Band wirkt enorm spielfreudig, und auch der neue Fronter Mats Levén schlägt sich prächtig. Der Lockenkopf ist showtechnisch der glatte Gegenentwurf zu seinem Vorgänger Robert Lowe, geht aktiv auf die Fans zu und ist immer in Aktion. Und gesangstechnisch kriegt er auch die alten Sachen wie ´Bewitched´, ´Dark Reflections´, ´At The Gallows End´ oder ´Solitude´ richtig gut hin. Wenn da nur der Sound nicht wäre... (fa)

Freitag

FLESHCRAWL, die schwedischste Death-Metal-Band Deutschlands, eröffnet das Freitagsprogramm in der Halle und lockt trotz des sommerlichen Wetters einige hundert Fans nach drinnen. Eine Underground-Death-Metal-Hochburg ist das Bang Your Head aber nach wie vor nicht, was die netten, aber zumindest anfangs nicht gerade überschwänglichen Zuschauerreaktionen beweisen. „Auf dem Rock Hard Festival fand ich sie geiler. Das war mehr ihr Publikum, und die Stimmung war besser“, analysiert man neben mir. Dabei stimmen sowohl Songauswahl, Lichtshow und Ansagen (ein freundliches „Prösterchen!“ von Frontmann Sven animiert die Fans zu feucht-fröhlichen „Zu-sau-fen“-Rufen) als auch die Performance des Quintetts. Und zu guter Letzt hüpft auch noch ein begeisterter Roadie auf die Bühne, um beim letzten Track ordentlich mitzumoshen.

LAKE OF TEARS haben von Anfang an einen leichteren Stand als Fleshcrawl, und das, obwohl vor der Halle Abendsonne und Saxon locken. Mit Material aus der späteren Ära der Combo geht es los, bevor nach einigen Songs Booker Schrörg, der früher selbst in diversen Bands gespielt hat, auf die Bühne kommt, um mit dem Quartett ´Raven Land´ zu zocken, während Original-Bassist Mikael die kurze Pause nutzt, um relaxt mit einem Bierchen am Bühnenrand zu chillen. Ein Highlight der Show ist ´So Fell Autumn Rain´, bei dem die Bühne in blutrotes Licht getaucht ist und anfeuernde Rufe aus dem Publikum ertönen. Schade, dass Daniel Brennare & Co. zehn Minuten früher als angekündigt von der Bühne gehen, denn die begeistert nach einer Zugabe verlangenden Fans würden offensichtlich gerne noch mehr von den Skandinaviern hören.

Das unangefochtene Highlight des Hallenprogramms am Freitag sind DIE APOKALYPTISCHEN REITER, die auch locker auf einer späteren Mainstage-Position hätten spielen können. Während drinnen die Stimmung explodiert, müssen viele Fans draußen warten, bis sie reinkommen, weil die Halle zu voll ist. Das Thüringer Quintett fährt eine fette und wie immer unterhaltsam-kurzweilige Show auf. Auf den Drums leuchten in wechselnden Farben die Initialen der Band (D,A,R), neben dem Schlagzeug wartet eine Percussion-Sektion auf ihren Einsatz, und Dr. Pest hat sein Keyboard direkt unter einer Schaukel platziert. Neben Dr. Pest im bekannten Lack-und-Leder-Look schmeißen sich auch Volk-Man, Ady und Fuchs gelegentlich in Kostüme und treten mit Sackgewand oder Gasmasken auf. Bei ´Seemann´ spielt Dr. Pest Akkordeon, während ein Mädel in einem Gummiboot über die Köpfe der Fans getragen wird, und bei der ersten Zugabe ´Wir reiten´ flackern Fackeln im knallroten Licht. ´Roll My Heart´ ist schließlich der sanfte Ausklang eines coolen 80-Minuten-Konzerts, das zu Recht mit Zugaberufen honoriert wird. (cs)

War die Hütte bei den Apokalyptischen Reitern bis zum Bersten gefüllt, so ist die Anzahl der Besucher, die sich um Viertel nach eins in der Nacht noch ONSLAUGHT reinziehen wollen, relativ übersichtlich. Die britischen Thrasher lassen sich davon aber nicht ihre gute Laune verderben, albern ordentlich auf der Bühne herum und geben richtig Vollgas. Vom Opener ´Born For War´ über Nackenbrecher wie ´Killing Peace´, ´Destroyer Of Worlds´, ´Metal Forces´ und ´Shellshock´ bis hin zu den Zugaben ´The Sound Of Violence´ und ´Power From Hell´ läuft die Sache rund, und die hartgesottenen Headbanger, die bis zum Schluss bleiben, fühlen sich bestens unterhalten. Cheers, mates! (fa)

Samstag

Während Thunder auf der großen Bühne zwar sehr gefällig, aber eher gemütlich zum Tanz aufspielen, wird es in der Halle bei RAVEN richtig heiß. Unfassbar, wie es die Gallagher-Brüder schaffen, in ihrem fortgeschrittenen Alter einen dermaßen energetischen Set abzuliefern. Auf den üblichen Einstieg mit ´Take Control´ folgt ´Live At The Inferno´, und schon werden zum ersten Mal die Gitarren gekreuzt. Die gut gefüllte Halle ist im Handumdrehen am Kochen und staunt, wie John nach wie vor ohne sichtliche Anstrengung seine markerschütternden Screams ablässt, während er und sein Bruder wie von Taranteln gestochen über die Bühne toben. Die mit etatmäßigen Klassikern wie ´All For One´, ´Rock Until You Drop´, ´Mind Over Metal´, ´Faster Than The Speed Of Light´ und dem überragenden ´Speed Of The Reflex´ gespickte Setlist bietet aber auch Überraschungen. So z.B. ´Firepower´ vom „Wiped Out“-Album, die Single ´On And On´ oder ein Cover-Medley mit u.a. Sabbaths ´Symptom Of The Universe´. Auch dem guten neuen Album „Walk Through Fire“ zollt man in Form von ´Breaking You Down´ Tribut. ´Break The Chain´ macht wie üblich den Sack zu, aber der Blick auf die Uhr zeigt, dass die Engländer ihre Spielzeit gar nicht ganz ausnutzen. Schade, denn einige Hits wie ´I Don´t Need Your Money´, ´Crash Bang Wallop´ oder ´Run Silent, Run Deep´ fehlen noch. (bc)

EXUMER spielen zeitgleich mit Accept und müssen sich dementsprechend mit einem kleinen, aber eingeschworenen Fankreis zufriedengeben, der die Band dafür von vorne bis hinten abfeiert, jede Textzeile mitsingt, headbangt und tanzt, dass es eine wahre Freude ist. Das Debüt „Possesed By Fire“ und das aktuelle „Fire & Damnation“ sind die beiden Eckpfeiler einer Setlist, die den Thrash mit Crossover-Einflüssen bestens in Szene zu setzen weiß und von den Musikern, denen es egal ist, dass nur ein paar hundert Nasen vor der Bühne stehen, spielfreudig ins begeisterte Publikum gehetzt wird. Vor allem Sänger Mem ist super drauf und palavert in bestem Denglish mit dem Publikum. Ein voller Erfolg!

Dass CREMATORY die Halle danach mehr als halbvoll machen, war nicht unbedingt zu erwarten. Immerhin passt deren Gothic-Rock/Metal mal so gar nicht zum Bang Your Head, doch der einen oder anderen zuckersüßen Melodie scheint hier kaum jemand abgeneigt zu sein, und der Saal tanzt. Kein Wunder, denn das Quintett bietet beste Unterhaltung, und Frontmann Felix ist ein starker Anheizer. Es darf trotzdem kritisch angemerkt werden, dass dem Set eindeutig die Abwechslung fehlt, so dass nur der Hit ´Tears Of Time´ sowie das finale Depeche-Mode-Cover wirklich herausstechen. Ebenfalls angespielt werden Cover von Slayer, Metallica und Iron Maiden, die man aber zumindest in diesen Versionen lieber ganz schnell wieder vergisst. Netter Rausschmeißer. (fp)

RANDNOTIZEN

  • Wenn eine Person auf dem Bang Your Head nicht fehlen darf, dann ist es DESTRUCTION-Frontmann Schmier, der - wenn er nicht gerade anderswo ein Konzert spielen muss - jedes Jahr in Balingen aufläuft, um mit Musikerkollegen, Fans und Kumpels zu feiern. Gepennt wird dabei nicht schick im Hotel, sondern in bester Festival-Manier in einem großen Van, der direkt neben dem Festivalgelände steht und aus dessen Tiefen jede Menge geistvolle Getränke das Licht des Tages erblicken. (cs)
  • Unglaublich: Auch dieses Jahr hat der Getränkeladen neben dem Gelände seine Pforten am Samstag ab 16 Uhr geschlossen. Den Schwaben scheint es gut zu gehen... (wk)
  • Das tat weh: Bei einem Sturz im Hotel brach sich PRETTY MAIDS-Sänger Ronnie Atkins zwei Rippen. Glück im Unglück: Dies passierte nach dem Auftritt der Band. (fa)
  • Kennt jemand noch den ´86er Kultfilm „Trick Of Treat“, der in Deutschland unter dem Namen „Ragman“ in den Videotheken stand, mit Ozzy und Gene Simmons in Nebenrollen und einem fantastischen Soundtrack? Da dieser Film in Kürze als Blu-ray wiederveröffentlicht wird, hat sich ein Kamerateam unter Publikum und Musiker gemischt, um Kommentare für das Bonusmaterial einzufangen. Wir sind schon gespannt auf kreative Wortspenden aus dem Metalsektor! (bc)
  • Als echte ACCEPT-Fanboys entpuppten sich RAGE-Schlagzeuger André Hilgers und HELL-Mastermind sowie Accept-Produzent Andy Sneap. Beide standen mit sichtlich leuchtenden Augen nur wenige Meter von Herman Frank entfernt auf der Bühne und feierten ihre Idole richtig ab. Andy Sneap nutzte zudem so ziemlich jede Gelegenheit, um zwischen den Songs zu irgendeinem Accept-Musiker oder -Crewmitglied zu hüpfen und begeistert auf sie einzuplaudern. (cs)
  • Die Polizei, dein Freund und Helfer? Schon seltsam, wenn Polizisten, die auf dem Gelände Streife laufen, eine schusssichere Weste tragen. Ist jeder Metalfan ein potenzieller Amokläufer? (wk)
  • Etwas sparsam guckten AT THE GATES aus der Wäsche, nachdem sie feststellen mussten, dass die Fluggesellschaft ihre Gitarren nicht nach Deutschland befördert hatte. Kurzerhand liehen sich die Schweden ein paar Klampfen beim Musik-Meyer-Stand im Backstage-Bereich und legten eine fulminante Show aufs Parkett. (fa)
  • Das auf den Festivalgeländen dieser Welt feilgebotene Merchandise treibt immer buntere Blüten. Eine Firma aus dem Odenwald überraschte mit einem Stand mit Holzvibratoren, die so fantasievolle Namen wie „Waldfee“, „Eichelhauer“ oder „Bärenzunge“ tragen und aufgrund ihrer Beschaffenheit laut Prospekt „besonders intensive Vibrationen“ versprechen und „ohne Weichmacher“ produziert werden. Ein Produktionsrezept, das man auch gerne der einen oder anderen Metalband empfehlen kann! (bc)
  • Als äußerst zielgruppenorientiert in Sachen Selbstvermarktung erwies sich einer der Klamottenstände auf dem Festival. Als finanzbewusster Ländle-Einwohner durfte man sich dort über das „Schwaben-Special“ (Wühlkiste mit billigen Shirts) und als angehendes Groupie über ein „Schlampen-Special“ (Mötley-Crüe-Unterwäsche) freuen. (cs)
  • DIE APOKALYPTISCHEN REITER waren im Backstage-Bereich mit einer Kamera unterwegs und sammelten Stimmen zum neuen Album. Der Haken an der Sache: Das Album ist noch gar nicht eingespielt. Wir sind sehr auf die Statements gespannt! (fa)

Pic: Axel Jusseit

Bands:
CANDLEMASS
ACCEPT
SAXON
Autor:
Katharina Pfeifle
Wolfram Küper
Bruder Cle
Boris Kaiser
Lisa Stegner
Felix Patzig
Jens Peters
Frank Albrecht
Conny Schiffbauer

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