Festivals & Live Reviews


Pics: Steffi Schwarzin

Festivals & Live Reviews 25.02.2020, 13:48

RAGE - Bochum, Zeche

Heimspiel! Den Abschluss ihrer „Wings Of Rage“-Tour feiern Rage in der Bochumer Zeche, die heute Abend zwar nicht restlos ausverkauft, aber sehr gut gefüllt ist. Bevor das Trio den Anpfiff gibt, geht es jedoch in die Aufwärmphase.

VANISH bekommen faire 45 Minuten Spielzeit und gewinnen mit ihrem proggigen Power Metal das Publikum schnell für sich, zumal die Schwaben durchgehend Vollgas geben und sich und der Menge nur bei der Musical-artigen Ballade ´We Become What We Are´ eine kleine Verschnaufpause gönnen.

SERENITY aus Österreich fahren einen einstündigen Set und servieren einen sehr (sehr!) melodischen Mix aus Symphonic- und Power Metal. Das mag nicht jedermanns Sache sein, kommt live aber gut an, was nicht zuletzt an Frontmann Georgs sympathischen Ansagen, jeder Menge Bühnen-Action und den einwandfrei aufeinander abgestimmten mehrstimmigen Vocals aller Bandmitglieder liegt.

Um 21:05 Uhr entern RAGE unter tosendem Applaus die Bühne und legen mit ´True´ vom aktuellen Album los. Am letzten Tourtag erlaubt sich die Crew einen kleinen Scherz und stellt Marcos´ Mikro ungefähr auf die Körpergröße eines Erstklässlers ein, was zu amüsanten Verrenkungen des Gitarristen führt, bis er gnädigerweise erlöst wird. Während Marcos mit Kapuze, Silberkreuz und schwarzem Augen-Make-up an einen Mönch gewordenen Alice Cooper erinnert, mimt Peavy (v./b.) mit seinen Schulterklappen den Heavy-Metal-Quarterback. Ist ja schließlich Karneval! Die beiden und Drummer Lucky präsentieren sich in Topform mit einer Setlist, die natürlich recht „Wings Of Rage“-lastig ist, das Publikum aber auch mit „Oldies“ wie ´Shadow Out Of Time´ und ´Refuge´ begeistert. Klasse Mischung, zumal die Fans sich bei den neuen Songs textsicher zeigen und diese ebenso bejubeln wie die Gassenhauer des Trios. Schmunzeln lassen Peavys Reggae-Einlage bei ´Refuge´ und Marcos´ Nervosität vor ´Invisible Horizons´, das ihm zufolge „niemand so gut spielen kann wie Manni Schmidt“. Genau dieser ist im Publikum und baut sich just in der ersten Reihe genau vor Marcos auf. Mannis Headbangen und die Reaktionen des Publikums sind aber eindeutig: Marcos hat „bestanden“ – genau wie Peavy, der die hohen Töne der Nummer heute einwandfrei trifft. Als kleine Überraschung bauen die Power-Metaller in ihre Zugabe ´Higher Than The Sky´ ein Medley aus ´Princess Of The Night´ (Saxon)´, ´Heaven And Hell´ (Black Sabbath) ´Seventh Son Of A Seventh Son´ und ´Fear Of The Dark´ (Iron Maiden) ein. Respekt vor der gesamten Band, die in der Zeche eine Bombenshow mit großartiger Bühnenchemie abliefert und sich kurz nach dem beinahe zweistündigen Konzert am Merch-Stand einfindet, um mit den Fans weiterzufeiern.

SETLIST RAGE

True
Chasing The Twilight Zone
Shadow Out Of Time
The Devil Strikes Again
Deep In The Blackest Hole
Until I Die
Set This World On Fire
Wings Of Rage
Heartblood
Season Of The Black
Refuge
Shame On You
Invisible Horizons
Let Them Rest In Peace
Don´t Fear The Winter
+++
Straight To Hell
Higher Than The Sky (plus Medley)

Bands:
RAGE
SERENITY
VANISH
Autor:
Alexandra Michels

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