Festivals & Live Reviews

Festivals & Live Reviews 26.08.2015

STORMWITCH , ASPHYX , CRAZY LIXX , BATTLE BEAST , FINNTROLL , SEPULTURA , SUICIDAL ANGELS , HARDCORE SUPERSTAR , Y&T , DREAM THEATER , ACCEPT , REFUGE , DEATH ANGEL , PRETTY MAIDS , KORPIKLAANI , SONATA ARCTICA , ENFORCER , H.E.A.T , W.A.S.P. , GRAND MAGUS , KREATOR , NITROGODS , ORDEN OGAN , PRIMAL FEAR , QUEENSRYCHE , WARRANT , ARCH ENEMY , SABATON , DESTRUCTION , JAG PANZER - Noch ein Bier!

Happy Birthday, Balingen! Die 20. Ausgabe des Bang-Your-Head-Festivals, das nicht nur jedem süddeutschen Hardrocker und Metaller im Laufe der Zeit mächtig ans Herz gewachsen ist und dieses Jahr inklusive des Warm-up-Mittwochs vier Tage begeisterte, war mit rund 15.000 Besuchern ein voller Erfolg. Mittendrin statt nur dabei in der Hitzeschlacht: die immer schön langsam feiernde, dabei über beide Backen strahlende Rock-Hard-Mannschaft.

Donnerstag

Dass ein Hochkaräter wie ONSLAUGHT den Opener auf der großen Bühne macht, spricht für die Qualität des diesjährigen Billings. Und wie nicht anders zu erwarten, bieten die Briten einen souveränen Thrash-Metal-Set, mit dem sie einmal mehr beweisen, dass sie die beste Genreband der Insel sind. Nummern wie ´Metal Forces´, ´Onslaught (Power From Hell)´ oder ´Killing Peace´ knallen einfach immer, zumal Frontmann Sy Keeler einen souveränen Auftritt hinlegt. Fazit meines Nachbarn: „War schon mal ein geiler Auftakt!“ Recht hat er.
Eigentlich überraschend, dass HARDCORE SUPERSTAR so früh auf die Bühne müssen, und statt ´Last Call For Alcohol´ sollte es eigentlich ´First Call...´ heißen. Die Schlange für die Getränkebons ist zumindest enorm lang und lässt für den Tag einige Alkoholleichen erwarten. Mit ihrem dirty Sleaze Rock (wer in dem Genre trägt schon Venom- und Mercyful-Fate-Shirts?) und Ohrwürmern wie ´My Good Reputation´, ´Moonshine´, ´Above The Law´ und ´We Don´t Celebrate Sundays´ ziehen die Schweden das Publikum auf ihre Seite. Nicht zuletzt auch, indem sie einige heiße Damen auf die Bühne holen und diverse Shots ans Publikum verteilen. Besonders cool auch der Abschluss, als bei der finalen Nummer das Drumset nach und nach abgebaut wird. Fazit meines Nachbarn: „Die waren so geil, die hätten eine Stunde länger spielen sollen. Scheiß auf H.E.A.T!“
Mit der Anmerkung tut er den nachfolgenden H.E.A.T (passender Bandname heute) aber Unrecht. Klingen die Schweden auf ihren Platten vielleicht etwas überproduziert, zeigen die Jungspunde auf der Bühne ein ganz anderes Energielevel. Trumpfkarte ist dabei Frontmann Erik Grönwall (egal, dass er in Schweden mal in einer Castingshow abgeräumt hat), der als Rampensau selbstsicher und engagiert durchs Programm führt. Die Setlist bietet eine gelungene Mischung ihrer Alben, wobei Nummern wie ´Point Of No Return´, ´Tearing Down The Walls´, ´Living On The Run´ und das Mini-Cover ´Highway Star´ herausragen und auch beim Publikum wunderbar ankommen. Wären wir in den Achtzigern, MTV würde auf diese professionelle Band setzen!
GRAND MAGUS stehen im Ruf, bei Festivals für schlechtes Wetter zu sorgen, und entschuldigen sich erst mal für die Bullenhitze, unter der auch sie leiden. Unabhängig davon bietet das Trio authentischen, epischen Heavy Metal, der einen nicht unberührt lassen kann. Nummern wie ´Steel Versus Steel´, ´Hammer Of The North´, ´Iron Will´, ´Triumph And Power´ und ´Kingslayer´ sind kleine Meisterwerke, die begeistert aufgenommen werden. So muss Heavy Metal klingen, mit solcher Leidenschaft sollte er gelebt werden.
Können DEATH ANGEL eigentlich einen schwachen Auftritt hinlegen? Nein! Und auch heute demonstrieren Mark Osegueda (mittlerweile fast mit Kurzhaarfrisur) und seine Mannen bei ihrem vierten BYH-Gastspiel, was ein Thrash-Metal-Inferno ist. Zwar orientiert sich die Setlist etwas zu stark am aktuellen Album, aber natürlich gibt´s auch älteres Material wie ´3rd Floor´, ´Voracious Souls´ und ´The Ultra-Violence´. Und genau diese Klassiker sind die Höhepunkte des fulminanten Sets. Besonders beeindruckend auch der Sixpack von Basser Damien Sisson, bei dem man sich fragt, ob er mehr Zeit in der Muckibude als im Proberaum verbringt. Und irgendwie erinnert er wie kein Zweiter vom Auftreten her an Cliff Burton.
Wer zwischenzeitlich eine Auszeit braucht, dem bietet die „Haarszene 41“ aus Balingen während des Festivals für zwölf Euro einmal Haare waschen und einen Jacky-Cola. Ärgern darf man sich dagegen, dass der Getränkemarkt neben dem Gelände wieder beschränkte Öffnungszeiten hat und nicht in der Lage ist, seine zu kleinen Kühlschränke gescheit aufzufüllen.
SONATA ARCTICA versprechen dann mit ihrem Bandnamen und dem arktischen Hintergrundbild etwas Abkühlung, die es aber nicht gibt. Stattdessen spielen die Finnen einen routinierten Set, der nicht so richtig mitreißt. Vielleicht liegt es daran, dass es zu viele Einspielungen vom Band gibt. Und wozu trägt der Keyboarder ein tragbares Instrument, wenn er damit die meiste Zeit nur statisch rumsteht? Anders dagegen sein Kollege an den Drums, die er wie ein Thrasher bearbeitet und von dessen Energie die Songs profitieren.
Während Egozentriker Blackie Lawless mit W.A.S.P. bei seinen Headliner-Touren in der Regel ein eher schlechtes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet, waren seine Auftritte beim BYH immer eine runde Sache. Heute freut man sich über einen Best-of-Set mit zahlreichen Klassikern aus den Achtzigern. Dabei tänzelt der alternde Frontmann immer noch als gestiefelter Kater über die Bühne und kann sich auf die Partywirkung seiner Nummern verlassen. Aber irgendwie ärgert man sich über zu viele Einspielungen vom Band, und zum großen Ärgernis kommt es, als die Band ihren Set zehn Minuten zu früh beendet. Da ´Blind In Texas´ die reguläre Schlussnummer ist, hat das aber wohl nicht unbedingt mit dem Flaschenwurf in Richtung Blackie zu tun.    
Die Karriere von SABATON kommt einem Märchen gleich. Wohl niemand hätte vor zehn Jahren gedacht, dass die Schweden mal ein Festival wie das BYH headlinen werden. Nun ist es so weit, und natürlich wird dem Anlass entsprechend geklotzt. Beeindruckend ist zunächst das Bühnenbild mit dem Panzeraufbau und dem imitierten Schlachtfeld. Auch die speziell für das BYH zusammengestellte Setlist mit einigen Überraschungen (eine Nummer auf Schwedisch und eine noch nie zuvor gespielte) passt. Aber abseits davon gibt´s massive Abzüge in der B-Note: Es ist nun Zeit, dass sich die Schweden entscheiden, ob sie eine ernsthafte Band sein wollen oder bald gänzlich in die Comedy-Ecke abdriften. Die ständig von Joakim Brodén forcierten „Noch ein Bier!“-Albernheiten, Schauspieleinlagen und nervenden Bühnen-Diskussionen vergrätzen zunehmend die alten Fans und kosten wertvolle Spielzeit. Dem Großteil des Publikums ist das aber weitgehend egal, und so wird das Quintett trotzdem abgefeiert. Wer noch Energie hat, schleppt sich in die Halle, ansonsten heißt es, Kräfte für den nächsten Tag zu tanken. (wk)

Freitag

Brutale Hitze, die erste Band des Tages, ein bis auf die Gitarrenfraktion runderneuertes Line-up, das stockkonservative Algy-Ward-Fans, die schon mit Doogie White gehadert haben, in Bezug auf die Neubesetzung des Sängerpostens in Schockstarre versetzen dürfte - die Ausgangslage für TANK könnte besser sein. Aber die Befürchtungen sind unbegründet. Ex-Dragonforce-Shouter ZP Theart bewältigt die schwere Aufgabe mit Bravour, Bobby Schottkowski (dr.) und Barend Courbois (b.) bilden eine Rythmussektion der Extraklasse, und ob der starken Gitarrenarbeit von Mick Tucker und Cliff Evans verbietet sich eh jedes schlechte Wort. Alte Gassenhauer, Songs aus der Doogie-White-Phase und mit ´World On Fire´ ein brandneuer Song - hier passt alles. Die Jungs überzeugen auf ganzer Linie und werden hochverdient abgefeiert.
„Mit JAG PANZER kann ich nix anfangen“ - zu dieser leichtfertigen Aussage lasse ich mich im Vorfeld hinreißen. Tja, manchmal muss man kleinlaut zurückrudern, denn was Sänger Harry „The Tyrant“ Conklin & Co. abliefern, ist unerhört gut. Am beeindruckendsten ist dabei die Interaktion zwischen Band und Fans, die alle Refrains wie aus der Pistole geschossen mitsingen und trotz der unerträglichen Temperaturen heftig abgehen. Allein die punktgenauen „No mercy“-Shouts der Anhänger bei ´Generally Hostile´ sorgen für absolute Gänsehaut-Atmosphäre. Ganz stark!
Auch der TYGERS OF PAN TANG-Gig ist großartig. Der umtriebige Jacopo Meille (v.) und das Gute-Laune-Riffing von Tygers-Urgestein Robb Weir sorgen für beste Unterhaltung und ersticken Anflüge von hitzebedingter Erschöpfung im Keim. Hinzu kommen die ausgezeichneten Soli von Ausnahmegitarrist Micky Crystal. Und die Klasse von Songs wie ´Rock´n´Roll Man´, ´Rock Candy´ und dem ewigen Evergreen ´Hellbound´ ist sowieso unbestritten. (sge)
Die Suppe läuft einem die Kimme runter, aber weit und breit findet sich - Achtung, jetzt kommt ein Knaller! - keine Zuflucht (Deutsch für REFUGE, verstehste?) vor der abartigen Schwüle. Egal, guckt man sich nach dem Gig auf dem Rock Hard Festival den Rage-Ableger eben ein weiteres Mal an - und freut sich zusammen mit Peavy nicht nur über ´ne bockstarke Olle-Kamellen-Setlist (´Solitary Man´! ´Invisible Horizons´! ´Don´t Fear The Winter´!), sondern vor allem über die klar gefestigte Interaktion zwischen den Beteiligten, die sich mittlerweile wieder aneinander gewöhnt und in Sachen Tightness mächtig zugelegt haben. Profis im allerbesten Sinne halt!
Das sind natürlich auch PRIMAL FEAR, und nachdem ich die Truppe lange nicht mehr gesehen hatte, wundere ich mich wieder mal darüber, welch brillanter Sänger Ralf Scheepers eigentlich ist (man vergisst das  zwischen vermummten Okkult-Kommandos, Vintage-Rockern und Rasiermesser-Deathern ja gerne mal) - hier sitzt jeder Ton, und ich meine wirklich JEDER, also auch die enorm hohen. Natürlich kann man den extrem eingängigen German Metal der Schwabenpfeile irgendwie „cheesy“ finden, spätestens seit „Keeper I“ polarisieren solche Sounds bekanntlich, aber die Leute gehen steil, so gut sie können, werfen Schupfnudeln durch die Luft und hängen sich Käsespätzle an die Ohren - und das betrifft nicht nur die paar Nipponesen im Publikum (nee, nicht Loudness).
Apropos LOUDNESS: Die folgen auf dem Fuße und sind vielleicht die Band, auf die mich heute am meisten gefreut habe. Zu Recht! Die immer noch relativ „original“ besetzte Truppe haut zum 30. Geburtstag erst mal vier „Thunder In The East“-Schoten raus und vergisst - irgendeinem Shint?-Gott sei Dank - auch ihren ´84er Hammer „Disillusion“ nicht (´Crazy Doctor´, natürlich ´Esper´), wirkt dabei aber null wie ´ne Retro-Veranstaltung, sondern beinahe jugendlich frisch und unbekümmert. Dass Minoru Niihara für einen Japaner geradezu offensiv kommuniziert, sollte man erwähnen, Blickfang Nummer eins ist aber nach wie vor Akira Takasaki an der Streitaxt, der sich dermaßen sicher und formidabel durch seine Skalen kämpft, dass einem die Spätzle von den Lauschern fallen (ja, ich bin bei Primal Fear miteskaliert). Wer möchte nach diesem Herrn ernsthaft auf die Bühne?
Es könnte wirklich weitaus schlimmer kommen, denn auch bei ARCH ENEMY, der ersten, nun ja, Death-Metal-Band auf dem Billing, sind die Klampfen bekanntlich „state of the art“, es stellt sich nur die Frage, ob die Songs der internationalen SchwedInnen die eher Hardrock-affine, eher gesetztere BYH-Gesellschaft tatsächlich zum wohlmeinenden Nicken animieren können. Und ja, sie können´s. Manchmal ist´s tatsächlich so einfach: Den Melodien-Overkill im Set der Truppe goutieren selbst Night-Ranger-Die-hards, und „Front-Schnuckel“ (das stammt von Jaedike, nicht von mir) Alissa White-Gluz hat mit ihrer leicht asigen, aber angenehm selbstbewussten Art alles im Griff. Guter Auftritt!
QUEENSRYCHE wirken im Backstage vor ihrem Gig müde und vom Jetlag geplagt, zudem wurde Basser Eddie Jackson am Zoll festgehalten und ist nicht vor Ort. Nicht die besten Vorzeichen für ´ne Super-Show, und vielleicht ist das heute alles wirklich nicht ganz so zwingend wie z.B. beim Rock Hard Festival 2013, aber die Amerikaner machen immerhin das Beste aus der Situation, haben auf irgendeinem Laptop die Bass-Spuren ihrer Songs gefunden, die nun vom Band kommen, mit Todd La Torre aber vor allem einen Sänger in ihren Reihen, der einen Geoff Tate nach wie vor vergessen lässt. Dass der Seattle-Haufen weder einen Track vom im Oktober erscheinenden neuen Album noch vom bockstarken „Queensryche“ von 2013 spielt, ist schade, die Best-of-Setlist aber natürlich im Grunde unangreifbar - vom Opener ´Nightrider´ (!) bis zum abschließenden ´Take Hold Of The Flame´.
Dass KREATOR jedes Metal-Festival der Welt headlinen können, bezweifelt mittlerweile niemand mehr, und auch in Balingen leert es sich nach Queensryche nicht merklich. Im Vergleich zu „härteren“ Open-Airs ist die Interaktion zwischen Mille und dem Publikum sicherlich nicht ganz so intensiv, der Pit kleiner, der Frontmann etwas weniger „aggressiv“ (und zumindest in seinen Ansprachen zu leise), dieses leicht Entspannte gibt einem allerdings die Gelegenheit, noch mal aufmerksam die fette Show zu bewundern, die auf der großen BYH-Bühne besonders gut funktioniert. Klar, den Konfetti- und Papierfetzen-Scheiß können sie sich von mir aus gerne sparen (prinzipiell lustige Gimmicks - aber bei Thrash Metal?), ansonsten vergehen die 90 Minuten mit ihrer neuen, schon auf dem Rock Hard Festival erprobten Setlist einmal mehr wie im Flug, und „After The Attack“ ist vor Primordial (in der Halle). (bk)

Samstag

Wer ist die rabiateste und brutalste Band der gesamten BYH-Historie? EXUMER dürften bei der Vergabe der vorderen Plätze in jedem Fall ein gewichtiges Wörtchen mitreden. Auch wenn die ultrafiesen Hardcore/Thrash-Attacken beim ersten Hinhören nicht so recht in die schöne schwäbische Alb passen wollen, Mem von Stein und seine Mannen schaffen es durch ihre couragierte Art und unbändige Power, die Meute vor der Bühne nach und nach in ihren Bann zu ziehen. Man kann förmlich spüren, wie die Begeisterung von Stück zu Stück weiter zunimmt und die Fans immer heftiger ausrasten. Und spätestens bei ´Fire And Damnation´ und dem lauthals geforderten ´Possessed By Fire´ geht´s richtig zur Sache, und alle Dämme brechen.
HIRAX toppen das Ganze noch und kloppen einem unaufgesetzt den großen Thrash-Vorschlaghammer vor die Waffel. Dabei zieht der permanent über die Bretter hetzende Sänger Katon W. De Pena die ungeteilte Aufmerksamkeit auf sich. Seine sympathischen Ansagen und engagierte Perfomance zeugen davon, mit wie viel Herzblut der Mann, ach was, die ganze Band bei der Sache ist, und so stört es null, dass Hirax die ganz großen Songs fehlen.
EXCITER in Originalbesetzung - das ist natürlich ein ganz besonderes Schmankerl für Fans der Kanadier. John Ricci (g.), Dan Beehler (dr./v.) und Alan Johnson (b.) zeigen in der Folge denn auch eindeutig, dass die Herrschaften in Sachen Speed Metal nach wie vor eine Institution sind und immer noch als Vorbild für Heerscharen von jungen Bands taugen. Und eines ändert sich nie: Wie immer steht man mit runtergeklappter Kinnlade da und fragt sich, wie zum Teufel Dan Beehler bei Mördersongs wie ´Heavy Metal Maniac´, ´Violence And Force´ und ´Long Live The Loud´ Drumming und Vocals nahezu perfekt unter einen Hut bekommt. (sge)
Mit einem schmissigen „Trulla, trulla, trullala“ auf den Lippen geht´s auf de Schwäb´sche Eisebahne, Pardon, mit der Zollernalbbahn heute mitten rein ins Festival-Mekka. Wie MORGANA LEFAY angereist sind, ist nicht überliefert, ein paar schnörkellose Tracks aus ihrem Backkatalog haben die schwedischen Power-Metaller aber mitgebracht. Die gern gesehenen BYH-Gäste vertreiben zunächst den Regenschauer und sorgen dann für eine entspannt-metallische Atmosphäre.
OMEN machen im Anschluss zuallererst optisch auf sich aufmerksam. Während Gitarrist und Bandgründer Kenny Powell dem Wetter angepasst ganz aufs T-Shirt verzichtet, hat sich Sänger Kevin Goocher wortwörtlich in Schale geschmissen: Seine Schultern schützen silberne Panzer, die Unterarme zieren eine Handvoll Stacheln, und er gewinnt damit unangefochten die Tageswertung in der Kategorie „Wer´s tragen kann“. Im vergangenen Jahr feuerten die US-Metal-Veteranen ihren mit Klassikern gespickten Set in der Halle ab, dieses Jahr nutzt Powell gerne den Laufsteg der großen Bühne zur Untermalung seiner Solo-Einlagen. Am Ende sprechen Nummern wie ´Death Rider´, ´Warning Of Danger´, ´In The Arena´, ´Ruby Eyes (Of The Serpent)´ oder ´Teeth Of The Hydra´ natürlich für sich.
Wir bleiben in Kalifornien, von Los Angeles geht´s die Küste rauf in die San Francisco Bay Area. Die Laune bei Y&T ist fantastisch, das überträgt sich sofort aufs Publikum. Dabei ist es ein Wechselbad der Gefühle: Zu ´Mean Streak´ wird getanzt, bei ´I Believe In You´ ein Tränchen verdrückt, und ´Summertime Girls´ bringt endgültig Golden-State-Feeling ins Ländle. 41 Jahre sind die Hardrocker bereits im Business unterwegs, der große Durchbruch blieb dem Quartett immer verwehrt - unverständlicherweise angesichts solcher Perlen wie ´Hurricane´, ´Black Tiger´ oder ´Rescue Me´. „Alles, was ihr hier hört, ist live gespielt, bei uns kommt nichts vom Band“, betont Frontmann Dave Meniketti (der noch immer eine tolle Stimme hat), und man ist fasziniert von diesem Gitarrensound, in dem so viel Gefühl liegt, jeder Ton ist pure Emotion, und dann setzt das Lead von ´Forever´ ein und mit ihm das wohlige Bewusstsein eines perfekten Samstagnachmittags.
Die PRETTY MAIDS danach sind ein Selbstläufer. Das Gelände ist rappelvoll, alles klatscht, singt, lacht und freut sich - was für eine Harmonie! Die Dänen präsentieren sich wie immer agil, nutzen die gesamte Bühne aus, lassen mit ´Yellow Rain´, ´Red, Hot And Heavy´ sowie ´Back To Back´ keinen Publikumsliebling aus, feuern bei ´Little Drops Of Heaven´ bunte Bälle ins Publikum und zelebrieren das große Finale ´Future World´ mit wilden Posen. (kp)
Ich so: voll am Freuen. Schnell vor die Bühne, das ist doch tatsächlich ´Afterlife´, mit dem DREAM THEATER da beginnen! Vor Begeisterung mit bloßen Händen ein paar Schupfnudeln zerquetscht, und schon schließt sich ´Metropolis - Part I´ in voller Blüte an, perfekt gezockt, super gemacht, auch wenn von der damaligen Besetzung nur noch Myung am Bass und Petrucci, der mit seinem Bart mittlerweile wie Tom Phillips von While Heaven Wept aussieht, an der Gitarre übrig sind (LaBrie zählt nicht, der muss hier ja die Klappe halten). Aber dann! Dann ist´s auch schon vorbei mit der Herrlichkeit, die folgenden ´Burning My Soul´, ´The Spirit Carries On´ (ächz!) und ´As I Am´ gehen glatt als „Worst of Traumtheater“-Zusammenstellung durch, da haben es die letzten vier Stücke, die „Octavarium“ bis „Dream Theater“ abdecken, echt schwer, noch mal Stimmung in die Bude zu bringen. Wie habe ich diese Band mal geliebt, wie langweilig finde ich sie heutzutage.
ACCEPT sind als Headliner natürlich so was wie das Kontrastprogramm und haben inklusive fetter Lightshow und Rauchsäulen (aber ohne Pyros) keine Mühe, die große Bühne zu füllen. Mark Tornillo ist pures Selbstbewusstsein, der Rest bestens gelaunt (da macht´s auch nichts, dass sich Peter Baltes während der Show einmal richtig langmacht) und der Katalog mittlerweile so groß, dass mein Lieblingsalbum „Breaker“ gar nicht mehr berücksichtigt wird. Die neun (!) Post-Reunion-Songs wirken im Gesamtkontext straighter und damit noch mehr auf die Live-Situation zugeschnitten als das Altmaterial, die allerbesten Reaktionen rufen aber natürlich immer noch die großen Klassiker hervor, ´Restless And Wild´ mit seinen modifizierten Rammstein-„R“-Backings, ´Fast As A Shark´, ´Metal Heart´ oder ´Balls To The Wall´. Dreht und wendet es, wie ihr wollt: Accept sind wieder eine Band von Weltruf! (bk)    


DIE HALLE


Seit 2010 nutzen die Veranstalter des BYH die direkt neben der großen Open-Air-Bühne gelegene Messehalle als Zentrum für mannigfaltige Aktivitäten: Morgens wird Frühstück angeboten, während der heißen Nachmittagsstunden Signing-Sessions abgehalten, und abends gibt´s ein musikalisches Alternativprogramm zur Hauptbühne. 2015 spielen dort primär die jüngeren und musikalisch etwas abseitigeren (weil härteren) Truppen.

Mittwoch
Als Opener der Warm-up-Show wird traditionell eine lokale Gruppe verpflichtet. In diesem Jahr sind erstmalig NOPLIES an der Reihe, die dem anfangs noch recht spärlich vorhandenen Publikum mit einer energiegeladenen Performance einheizen.
Wer im Anschluss auf die NITROGODS wartet, wird enttäuscht: Die Rock´n´Roller müssen ihre Show absagen, weil Drummer Klaus Sperling in der Nacht zuvor mit stechenden Schmerzen in der Brust ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Die im Programm entstandene Lücke wird dadurch kompensiert, dass alle anderen Bands ein wenig länger spielen dürfen.
BATTLE BEAST sind immer ´ne sichere Nummer, schließlich sind die Finnen schon als Support von Nightwish, Sonata Arctica und unlängst Sabaton unterwegs gewesen. Die Resonanz auf ihre gut einstündige Show ist entsprechend positiv.
Mit NUCLEAR ASSAULT gehen echte Thrash-Veteranen auf die Bretter, die ein paar Songs von ihrem Killer-Debüt „Game Over“ im Gepäck haben und einen mörderisch geilen Gig hinlegen.
Gleiches gilt für SEPULTURA. Kleines Manko: Die Burschen übertreiben es in Sachen Lautstärke anfangs so dermaßen, dass zahlreiche Fans aus der Halle flüchten und sich auf dem Vorplatz bei endlich halbwegs erträglichen Temperaturen lieber ein Bierchen gönnen.
Dass der Humor von J.B.O. reine Geschmackssache ist, ist wirklich keine Neuigkeit mehr - dass die Shows der Blödel-Barden stets gut besucht sind, aber ebenso wenig. Auch heute Abend haben zahlreiche Jünger in Schwarz-Rosa-Gold den Weg in die Halle gefunden. Die Stimmung ist prima, die Band spielt gut, und wer tatsächlich bis zum Ende (halb drei!) durchhält, ist vermutlich inzwischen sowieso so blau, dass er gar nicht anders kann, als zu Kalauern wie ´Geh mer halt zu Slayer´ abzufeiern. (jp)

Donnerstag

Während die Außenbühne bereits seit den frühen Mittagsstunden bespielt wird, beginnt das musikalische Programm in der Halle um 18:30 Uhr mit ENFORCER. Die Schweden sind wie immer gut aufgelegt und hauen einen Hit nach dem anderen raus, waren aber generell schon mal in besserer Verfassung und leisten sich den einen oder anderen spieltechnischen Schnitzer.
Um bei gefühlten 400 Grad und einer Luftfeuchtigkeit, bei der sich die meisten Finnen die Klamotten vom Leib reißen und „Sauna-Party!“ grölen würden, mit Voll-Latex-Bühnenklamotten auf die Bretter zu gehen, muss man entweder sehr konsequent oder ziemlich plemplem sein. Wie auch immer: ORDEN OGAN ziehen´s durch und zocken zudem eine tolle Show, die hervorragend angenommen wird. Saubere Sache!
Auch FINNTROLL haben sich ordentlich in Schale geschmissen, Kriegsbemalung aufgetragen, Troll-Ohren angeklebt und reißen mit ihrem feucht-fröhlichen Humppa-Metal ganz gut was beim Publikum.
Würde man jemandem, der noch nie von den finnischen Folk-Metallern KORPIKLAANI gehört hat, die Band erklären wollen, stünde man erst mal vor dem Problem, dass sich die Beschreibung der Truppe wie ein schlechter Witz anhört: „Treffen sich ein Zwerg, ein Pirat, ein Jedi-Meister und ein Drummer...“ Sei´s drum: Auch wenn die Bande optisch ziemlich willkürlich zusammengewürfelt wirkt, kommt sie dennoch vor allem beim jüngeren (und inzwischen zu weiten Teilen REICHLICH besoffenen) Publikum bestens an.
CRAZY LIXX stehen zum Tagesabschluss nicht nur vor dem Problem, dass sie musikalisch in der Halle ziemlich aus dem Rahmen fallen, sondern müssen auch damit leben, dass weite Teile der Festival-Gänger inzwischen schlapp gemacht haben. Die Schweden lassen sich trotzdem nicht die Laune verderben und feuern einen Sleaze-Rocker nach dem anderen ins Publikum. Und besser als mit ´21 ´Til I Die´ kann der Abend sowieso nicht enden. (jp)

Freitag

Den Freitagabend in der Halle eröffnen die Lokalhelden STORMWITCH von der Ostalb. Ob es der Heimvorteil der Herren ist, der für ordentlich gefüllte Reihen vor der Bühne sorgt oder der Platzregen, vor dem viele Besucher nach drinnen flüchten, sei dahingestellt. Fakt ist, dass Frontmann Andy Mück mit seinen Mannen zwar nicht gerade das Highlight des Abends ist, aber ein gutes Warm-up für die lange Nacht liefert.
Bei PORTRAIT ist es leerer in der Halle, dabei hätten es die dynamisch und frisch zockenden Schweden definitiv verdient, vor mehr Zuschauern zu spielen. Das skandinavische Quintett liefert eine einwandfreie Show inklusive sympathischer, nicht überzogener Poser-Attitüde ab.
ANVIL sind die Zuschauer-Lieblinge des Abends. Bei keiner Band ist die Halle voller, und kein Musiker wird mehr abgefeiert als Kult-Sänger Lips, der seinen Auftritt mit minutenlangen Solo-Einlagen und Mitsing-Spielchen zelebriert. Hinter ihm trommelt Weggefährte Robb Reiner, der ebenfalls ein Solo zum Besten geben darf und hinter seinem Drum-Kit verfolgt, wie die Fans bei ´Metal On Metal´ mitsingen und nach dem letzten Song Zugabe-Rufe anstimmen.
„PRIMORDIAL muss man so richtig fühlen!“, lehrt mich ein neben mir stehender Bekannter und drückt sich dabei leidenschaftlich beide Hände aufs Herz. Tatsächlich ist es ein mitreißender Gig, den Frontmann Alan anderthalb Stunden lang mit seiner Band zelebriert. So richtig beschissen habe ich die Iren zwar sowieso noch nie live erlebt, aber dieser Auftritt ist wirklich packend. Als ich Primordial das letzte Mal auf dem BYH gesehen habe, spielten sie nachmittags auf der Open-Air-Bühne, diesmal sind sie drinnen im Dunkeln, wodurch sich die Show wesentlich besser entfalten kann.
FLOTSAM AND JETSAM sind zwar der letzte Act des Abends, aber deswegen noch lange kein Rausschmeißer. Ganz im Gegenteil: Die Halle ist überraschend voll, und vor der Bühne treiben sich mehr als nur ein paar Alkoholleichen rum. Bis kurz vor halb drei mobilisieren Frontmann Eric A.K. & Co. die letzten Kräfte der Metaller mit einer kurzweiligen Show. (cs)

Samstag

In der gut besuchten Messehalle gibt´s am frühen Abend das RANDY RHOADS TRIBUTE PROJECT zu bestaunen. Dabei besteht ein Großteil des Reizes in der spektakulären Gitarrenarbeit Joey Tafollas, der sich erfolgreich bemüht, Randy Rhoads alle Ehre zu machen. Zudem sorgen diverse Gastsänger mit tollen Interpretationen von Ozzy- und Black-Sabbath-Songs für beste Stimmung unter den Fans. Absolut cool dabei der spontane Auftritt von Ralf Scheepers - er singt den Text zu ´Over The Mountain´ größtenteils vom Blatt ab, aber das schmälert seine Klasse nicht im Geringsten.
Im Anschluss haben es WARRANT schwer, den Stimmungspegel hochzuhalten. Gleichwohl liefert die deutsche Speed-Metal-Legende eine starke Leistung ab, bei der neben alten Klassikern das neue Album „Metal Bridge“ im Mittelpunkt steht. (sge)
Wer weiterhin was auf die Omme braucht, ist auch in den kommenden Stunden in der Halle prima aufgehoben. Als Nächstes folgen die SUICIDAL ANGELS, die live dynamischer als auf Platte rüberkommen. Das Publikum haben die Griechen mit ihrer energiegeladenen Performance sofort auf ihrer Seite, für sein amtliches Thrash-Brett wird das Quartett mit einem ansehnlichen Circle-Pit belohnt. Um es mit den Worten von Fronter Nick Melissourgos zu sagen: „Danke fuckin´ schön!“
ASPHYX haben zunächst mit technischen Problemen zu kämpfen, charmant unterhält Aushängeschild Martin van Drunen das Publikum während der Pause in seinem besten Deutsch. Dann geht´s weiter mit ´Death The Brutal Way´ und der vollen Dröhnung Death Metal in seiner Reinform - doomig, düster, atmosphärisch und extremst intensiv. „Wir brauchen keine Masken oder sonstigen Schnickschnack“, verkündet van Drunen, und wie Recht er damit hat, beweisen diese 75 Minuten.
Nach dem traditionellen Höhenfeuerwerk ist vor dem anderthalbstündigen Old-School-Feuerwerk von DESTRUCTION. Die Bude ist nach zwei Songs komplett zugenebelt, und wer sich nach drei heißen Festival-Tagen noch auf den Beinen halten kann, erlebt zum Abschluss die Thrash-Urgesteine in bester Form - was von den Anwesenden entsprechend gefeiert wird. (kp)

RANDNOTIZEN

Kurz vor seinem Auftritt mit ARCH ENEMY sah man Bassist Sharlee D´Angelo gekonnt seine Jacke ins oberste Fach des Band-Kühlschranks in der Künstlergarderobe stopfen. „So bleibt sie schön kalt. Das sind die Tricks, die man lernt, wenn man viel auf Tournee ist“, erklärte der hünenhafte Schwede mit einer Selbstverständlichkeit, als sei es das Normalste der Welt, seine Klamotten zwischen Bierflaschen und Erfrischungsgetränken zu verstauen. (cs)
 
Unangefochtener Gewinner der Herzen der weiblichen Künstlergarderoben-Crew war eindeutig TANK-Schlagzeuger Bobby Schottkowski, der den verzückten Damen nicht nur einen Kalauer nach dem anderen kredenzte, sondern eine pinke Lederhose, auf der sich alle Künstler verewigen sollten, auch noch mit „Edeltraut Schottkowski“ unterzeichnete. (cs)
 
Apropos: Eine offizielle BYH-Lederhose gab´s, wenn auch nicht in Pink, dieses Jahr am Merchandise-Stand zu kaufen. Veranstalter Horst „Odermatt“ Franz war tagelang kaum ohne zu sehen, konnte es nach dem abschließenden Feuerwerk am späten Samstagabend aber kaum erwarten, das Ding endlich loszuwerden: „Mann, ist das heiß!“ Kann man unterschreiben, muss man aber nicht... (bk)

PORTRAIT wandelten ihren BYH-Auftritt spontan in einen Kurzurlaub um und hüpften auch am Tag nach ihrer Show vergnügt übers Festival-Gelände. Dabei bewiesen die Schweden echte Fanboy-Qualitäten und lauerten u.a. HIRAX-Frontmann Katon W. De Pena auf, um ihm zu huldigen und Schnappschüsse zu schießen. (cs)

Wehe, wenn sie losgelassen: Während meinereiner mal wieder ein Vorbild an Nüchternheit und Züchtigkeit war (irgendwer muss ja auf die Rasselbande aufpassen), ließ es der Rest der werten Kollegenschaft ordentlich krachen: Conny versüßte sich die subtropischen Nachmittage mit dem einen oder anderen Rum-Cola und schwebte mit Dauergrinsen von einem Gig zum nächsten, Boris hatte sich zur Feier des Events nicht nur den Schnubbi zurechtgestutzt und ´ne neue Pornobrille besorgt, sondern punktete auch mit weit aufgeknöpftem Tom-Selleck-Gedächtnishemd und ebensolchem Brusthaar-Toupet bei den Damen im Backstage-Bereich, und was Stefan und Wolfram getrieben haben, weiß nur der liebe Gott: Beide wurden nur zu Beginn des Festivals mal kurz gesichtet und danach nicht mehr gesehen. (jp)

In Musikerkreisen ging´s nicht weniger wild zu: 50 Prozent unseres Bobby-und-Gerre-Teams (welcher der beiden wird freilich nicht verraten) waren am späten Freitagabend so dermaßen angeschüsselt und in Feierlaune, dass sie nur unter mittelschwerem Protest zum Shuttle-Service bewegt werden konnten. Auch ORDEN OGAN ließen es so richtig krachen. Zitat Fronter Seeb: „Ich trinke eigentlich nie Alkohol. Jetzt hab ich ein halbes Bier drin und fühle mich schon ordentlich blau.“ Na dann: full pull! (jp)

In Balingen schwitzen Hektoliter Fürstenberg aus: Boris Kaiser (bk), Jens Peters (jp), Stefan Geide (sge), Wolfram Küper (wk), Conny Schiffbauer (cs), Katharina Pfeifle (kp), Marcus Schleutermann, Lisa Stegner und Hans-Martin „Iron Man“ Issler (Fotos).

Bands:
ASPHYX
DESTRUCTION
W.A.S.P.
SUICIDAL ANGELS
FINNTROLL
NITROGODS
JAG PANZER
STORMWITCH
DREAM THEATER
SEPULTURA
QUEENSRYCHE
REFUGE
PRIMAL FEAR
PRETTY MAIDS
HARDCORE SUPERSTAR
Y&T
ORDEN OGAN
SONATA ARCTICA
H.E.A.T
GRAND MAGUS
BATTLE BEAST
KORPIKLAANI
WARRANT
SABATON
DEATH ANGEL
ACCEPT
ENFORCER
ARCH ENEMY
KREATOR
CRAZY LIXX
Autor:
Marcus Schleutermann
Katharina Pfeifle
Wolfram Küper
Boris Kaiser
Conny Schiffbauer
Stefan Geide
Jens Peters

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