My Hometown

My Hometown 20.02.2019, 08:00

RIVAL SONS - My Hometown: Huntington Beach mit Scott Holiday

Das aktuelle RIVAL SONS-Album „Feral Roots“ entführt in die unberührte, wilde Natur. Ihr könnt Einsamkeit und Wäldern nur wenig abgewinnen und würdet euren Winterblues viel lieber an einem kalifornischen Strand bekämpfen? Kein Problem. Folgt Gitarrist Scott Holiday auf eine Reise durch seine Heimatstadt, das Surfmekka Huntington Beach an der Pazifikküste.

Scott, RIVAL SONS-Biografien kann man Long Beach, Kalifornien, als Heimatort entnehmen. Du selbst hast dich aber in Huntington Beach, ca. 25 Kilometer südöstlich von Long Beach, niedergelassen. Wo ist für dich Heimat?

»Als Band geben wir Long Beach als Herkunftsort an. Tatsächlich sind wir aber mittlerweile ziemlich weit verstreut. Ich selbst lebe in der benachbarten Stadt Huntington Beach, da bin ich auch aufgewachsen. Einige der Jungs wohnen mittlerweile in Nashville, Tennessee, und ein Bandmitglied pendelt zwischen Estland und Kalifornien.«

Du verbringst einen Tag mit Freunden, um ihnen einen Eindruck von deiner Heimatstadt zu vermitteln. Wie sieht dieser Tag aus?

»Wir beginnen den Tag mit einem 1956 Pontiac, einem richtigen Schlachtschiff, und düsen damit den Pacific Coast Highway entlang, direkt an der Küste, und frühstücken im Sugar Shack auf der Main Street. Das Sugar Shack ist eine Institution in Huntington Beach, du triffst da viele Surfer. Anschließend schnappen wir uns Badesachen und Handtücher und machen uns auf zum Strand, genießen die Sonne und schwimmen eine Runde im Meer. Danach machen wir es uns bei mir gemütlich, und ich lege ein paar Platten auf. Abends geht es ins The Bungalow, eine tolle Bar. Glaub mir, nach diesem Tag möchtest du hier nie wieder weg.«

Wo versorgst du dich mit neuen Platten?

»Da gibt es zwei Locations. Am nächsten liegt Port Of Sound im benachbarten Ort Costa Mesa. Toller Shop, da habe ich schon viel Geld gelassen. Dann gibt es da noch Fingerprints von meinem guten Freund Rand Foster. Ein gigantischer Plattenladen in Long Beach. Dort findest du einfach alles.«

Welche Konzert-Locations kannst du empfehlen?

»Huntington Beach war einmal ein großartiger Ort für Konzerte. Mittlerweile gibt es nicht mehr so viel Live-Musik. Es scheint, als ob die Szene versickert oder weiterzieht. Bands wie wir sind entweder weggezogen oder touren die meiste Zeit. Es gibt jedoch mit The Wayfarer eine gute Location, und du kannst dir auch Shows im Anaheim House Of Blues ansehen, auch wenn sie die Venue bald schließen werden. Es ist schwierig für mich, diese Frage zu beantworten, weil ich wahrscheinlich mehr Zeit in Europa als zu Hause verbringe.«

Welche Show hast du dir zuletzt angeschaut?

»Vor einigen Tagen habe ich meine Kumpels Allensworth im Boathouse Collective in Costa Mesa gesehen. Allensworth verbinden Groove, Soul und Funk. Sie spielen eigene Songs, aber auch Klassiker von Betty Davis oder Bill Withers. Das könnte ziemlich kitschig klingen, wenn sie nicht so verdammt gut wären.«

Wie steht es mit Brauereien und Destillerien in Huntington Beach? Kannst du das eine oder andere Getränk aus deiner Heimat empfehlen?

»Es gibt die Huntington Beach Beer Company direkt auf der Main Street. Ehrlich gesagt bin ich nicht der größte Bierexperte, auch wenn ich das in einem deutschen Interview wohl besser für mich behalten sollte...«

Ich trinke gar kein Bier, mach dir also keine Sorgen.

»Perfekt. Dann sind wir ja schon zwei. Also, es gibt Brauereien in Huntington. Viel mehr kann ich dir dazu aber leider nicht sagen (lacht). Was willst du noch wissen?«

Hast du trotz aller Tourneen noch Zeit, die lokale Szene in und um Huntington zu verfolgen?

»Teilweise. Ich bin viel unterwegs und habe kleine Kinder. Wenn ich von einer Tour zurückkehre, sind Mr. Fuzzlord und Scott Holiday passé, dann ist Daddy zu Hause. Natürlich verbringe ich Zeit mit Freunden, mit Musikern aus der Gegend, ich bin jedoch viel häufiger zu Hause in meiner Vaterrolle.«

Die RIVAL SONS sind mittlerweile in verschiedenen Städten und Ländern verteilt. Kannst du dir selbst vorstellen, an einem anderen Platz zu leben?

»Absolut, durch unsere Tourneen konnte ich mir ein gutes Stück der Welt ansehen. Ich liebe den Ort, an dem ich lebe. Ich werde nicht umziehen, weil meine Kinder dort zur Schule gehen und ich natürlich bei meiner Familie sein muss. Aber rein hypothetisch gesehen? Die skandinavischen Länder haben mich schon immer fasziniert, insbesondere Göteborg und Stockholm in Schweden. Die Schweiz ist ein tolles Land, Großbritannien mag ich ebenfalls sehr. Ich kann mir aber auch problemlos vorstellen, in einem schönen italienischen Dörfchen zu wohnen.«

Bands:
RIVAL SONS
Autor:
Alice Srugies

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