Crossfire

Crossfire 30.05.2012

AXEL RUDI PELL - mit Axel Rudi Pell

Auch wenn AXEL RUDI PELL die beiden brandneuen Tracks der deutschen Konkurrenz aus Essen bzw. Hamburg erst spät erkannte, zog sich unser „Blondchen“ aus Bochum insgesamt prächtig aus der Affäre. Kein Wunder, zählen Rainbow, die Scorpions, Van Halen, Gary Moore und MSG doch zu den Haupteinflüssen bzw. Favoriten des 51-jährigen Ausnahmegitarristen.

STEELER - Money Doesn´t Count Tonight

»Hä? Ah, ja - ich habe erst gedacht, das hat einer gecovert. Das kenne ich: ´Money Doesn´t Count Tonight´ von der „Strike Back“ von Steeler. Meine Lehrjahre, die Ausbildungszeit. Obwohl - das war ja schon kurz vor meiner Gesellenprüfung. Der Song stand ja auf dem dritten Steeler-Album. Eigentlich ´ne ganz gute Nummer. Den Song habe ich schon lange nicht mehr gehört. Ich glaube, ich muss mir die Scheibe mal wieder reinziehen.«

KREATOR - From Flood Into Fire

»Sagt mir im Moment gar nichts. Ich muss noch ein bisschen mehr hören. Von den Anleihen her, von der Musik her und wenn es nicht ganz so heftig wäre, würde ich sagen, dass das Richtung alte Iron Maiden geht, als Paul Di´Anno noch bei ihnen gesungen hat. So von der Riff-Lick-Kombination der Gitarre und der Melodiösität her. Nur halt alles 30 Mal schneller. Schlecht finde ich das nicht, aber ich finde den Sänger nicht so toll. Ist halt kein Gesang, sondern mehr Geschrei. Ja klar, der Mille - Mensch, ist das geil (lacht). Ist das vom neuen Album? Da haben sie sich ja richtig angestrengt. Klingt aber nicht so wie die letzte Scheibe. Zu der Musik passt der Gesang natürlich super.«

RAINBOW - Bring On The Night (Dream Chaser)

»Das muss Blackmore sein. Ach, das ist Joe Lynn Turner. Mit „Straight Between The Eyes“ konnte ich nichts anfangen, als sie rauskam. Die ganze Turner-Phase gefällt mir eh nicht so. Ist mir alles zu poppig. Ich bin mehr so der Dio-Fan. Bonnet fand ich auch noch cool, aber alles, was danach kam... Obwohl: Die letzte Platte mit Turner, diese „Bent Out Of Shape“, fand ich gar nicht so schlecht. Dies hier ist meine Hass-Rainbow-CD.«

RUNNING WILD - Me & The Boys

»Jetzt kommt wahrscheinlich Onkel Tom. Ich habe ja mal bei ein paar Trinkerliedern von ihm mitgespielt. Den Song habe ich noch nie in meinem Leben gehört. Das ist U.D.O., auf jeden Fall ist das U.D.O. Nee, was - sag dann mal nichts, ich höre erst mal weiter. Sind das Running Wild? Okay! Ist das auf der neuen CD? Meine Musik ist das nicht, auch wenn der Song relativ melodisch ist. Nicht schlecht gemacht, aber nicht mein Ding. Richtig gut fand ich Running Wild noch nie, obwohl ich ein paar Songs mag. Ganz früher waren die für mich mal die deutschen W.A.S.P.«

SCORPIONS - Another Piece Of Meat

»Scorpions! Das ist schon ein bisschen älter. Das ist - noch nichts sagen - ´Make No Promises´, glaube ich. Nein, ´Another Piece Of Meat´ von der „Lovedrive“. Coole Nummer. Die „Lovedrive“ ist eigentlich meine Lieblings-CD von den Scorpions. Da habe ich mich mal mit Klaus Meine drüber unterhalten. Er fragte mich - wir haben vor Jahren in Bulgarien zusammen gespielt: „Welche Scorpions-CD findest du denn am besten?“ Ich: „Die „Lovedrive“.“ Er so: „Wirklich? Die Leute sagen immer „Blackout“.“ Ich habe ihm auch gesagt, dass Axel Rudi Pell heute anders klingen würde, wenn es die Scorpions nicht gegeben hätte. Das hat er als Kompliment aufgefasst, und so war es auch gemeint.«

GARY MOORE - Shapes Of Things To Come

»Gary Moore, ´Shapes Of Things´, Coverversion, sofort erkannt. Ist leider viel zu früh von uns gegangen. Einer der besten Gitarristen überhaupt. Mein Lieblingsalbum von ihm ist „Corridors Of Power“ mit Ian Paice an den Drums. Auf eine gewisse Art und Weise war Gary Moore auch ein Einfluss für mich. Allerdings nicht so wie Ritchie Blackmore oder Michael Schenker.«

VAN HALEN - Why Can´t This Be Love

»Van Halen mit Sammy Hagar. Als die erste Van Halen damals rauskam, fand ich die hammermäßig, die zweite fand ich nicht ganz so toll, aber immer noch cool. Die Alben danach fand ich dann wieder relativ gut. Meine Lieblingsplatte ist die erste und die „Fair Warning“ . Als dann die Hagar-Sachen rauskamen, fand ich die anfangs zu poppig, aber wenn ich jetzt im Nachhinein darüber nachdenke, haben die eigentlich die besseren Songs komponiert. Hagar ist ein hammermäßiger Sänger und zudem noch ein guter Gitarrist. Ich habe eine zweischneidige Meinung, was das neue Van-Halen-Album mit David Lee Roth anbetrifft. Ich habe die Single vorab gehört, dieses ´Tattoo´. Okay, das ist sehr poppig, aber eine Single ist immer poppig. Beim Rest des Materials fehlen mir einfach die richtigen Kompositionen. Das ist alles super gezockt, super gespielt, aber irgendwie geht das links rein und rechts wieder raus. Hat mich nicht so ergriffen wie früher.«

MSG - Systems Failing

»Das kenne ich auch, nur fällt mir gerade nicht ein, wer das ist. Das ist Musik, die völlig an mir vorbeiläuft, da kann ich nichts mit anfangen. Das ist mir zu poppig, viel zu fröhlich. Ich glaube fast, der Sänger ist der Gary Barden. Dann ist das Schenker. „Built To Destroy“ - das war auch nicht eines meiner Lieblingsalben. Ist mir zu poppig, zu happy. Aber wie gesagt: Michael Schenker ist einer meiner Haupteinflüsse und spielt momentan auch wieder sehr göttlich. Mein Lieblingsalbum von Schenker ist „Assault Attack“ - und das erste natürlich. Das Cover von „Built To Destroy“ finde ich aber geil. Ich glaube, das ist Rudolf Schenkers Mercedes, der da demoliert wird (lacht).

Mit Abstand am besten fand ich Kreator, Mille singt so geil (lacht). Spaß beiseite: Von meinem persönlichen Geschmack her haben mir die Scorpions, Van Halen und Gary Moore am besten gefallen.«

Bands:
AXEL RUDI PELL
Autor:
Buffo Schnädelbach

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