Festivals & Live Reviews

Festivals & Live Reviews 30.05.2012

MYSTIC PROPHECY , LONEWOLF , POWERWOLF , STORMWARRIOR - Langen, Neue Stadthalle

Das nennt man gekonnt nachlegen: Nachdem die Saarländer Powerwolf bei der „Power Of Metal“-Tour mit Sabaton Ende 2011 ihren Bekanntheitsgrad kräftig ausbauen konnten, hat man nun mit den Wolfsnächten seine eigene Festivaltour am Start und demonstriert mit sieben verschiedenen Shirts am stark frequentierten Merchstand zudem seinen gestiegenen Status.

LONEWOLF eröffnen den Reigen, und es sieht so aus, als sollten die Franzosen mit ihrem stark teutonisch angehauchten Heavy Metal langsam, aber sicher den Durchbruch bei uns schaffen. Hilfreich dabei sind Titel wie ´Viktoria´, ´Army Of The Damned´ oder ´Hell Bent For Metal´, die deutschen Ansagen und das immer stärker werdende Songmaterial. Den Publikumsreaktionen zufolge hat das Wolfsrudel heute fette Beute gemacht.

STORMWARRIOR schlagen stilistisch in eine ähnliche Kerbe und stehen noch mehr für die Hamburger Metal-Schule. Bezahlt macht sich der Zugang von Szene-Urgestein Yenz Leonhardt an Bass und Gesang, der den Hanseaten den nötigen Kick gibt und gut mit Tourdrummer Chris Grupp von Paragon harmoniert. Zudem zeigt die Truppe nach den Festivalauftritten, dass sie auch ohne ihren Mentor Kai Hansen und das Helloween-Programm mit Nummern wie ´Heading Northe´ (Opener), ´Metal Legacy´, ´Heathen Warrior´ oder ´Iron Prayers/Heavy Metal Fire´ beeindrucken kann. Albern nur die Publikumsfrage „Mögt ihr Heavy Metal?“.

MYSTIC PROPHECY beweisen einmal mehr, dass sie die beste Power-Metal-Combo des Kontinents sind. Absolut tight, druckvoll und spielfreudig feuert die süddeutsch-griechische Allianz um Frontmann R.D. Liapakis Nackenbrecher der Marke ´Ravenlord´, ´Eyes Of The Devil´, ´Savage Souls´, ´Die Now´, ´Dark Forces´ und ´Endless Fire´ ins Publikum. Letztlich fragt sich jeder, warum die Truppe keinen größeren Stellenwert besitzt. Besser kann man Power Metal (stellenweise) an der Grenze zum Thrash jedenfalls nicht darbieten.

Der Headliner POWERWOLF ist wohl die einzige Band, die man schon am Geruch erkennen kann. Mit einer starken Prise Weihrauch steigen die Pseudo-Transsylvanier in ihren 80-minütigen Set ein und reihen einen Ohrwurm an den anderen. Manch einer mag die Truppe albern finden, letztendlich lassen die Herren mit ihrem Sakral-Metal aber nie die nötigen Härtegrade vermissen und bieten eine professionelle Show, die vom liebevollen Bühnenaufbau, der Bühnenaction, den unterhaltsamen Ansagen, der Ausstrahlung ihres Hohepriesters Attila Dorn und den saustarken Hymnen lebt. Kaum eine andere Band schafft es, Image und Show mit ihrer Musik dermaßen gekonnt zu einer Einheit zu verbinden. Lang lebe der Wolf!

Als man die Stadthalle nach dem kurzweiligen Abend kurz vor Mitternacht gesegnet verlässt, fehlt nur noch ein Vollmond am Nachthimmel. Was aber gar nicht geht, ist, dass man in der Stadthalle keinen Apfel- oder zumindest Blutwein ausschenkt!

Setlist POWERWOLF:

Sanctified With Dynamite
Prayer In The Dark
Catholic In The Morning... Satanist At Night
We Drink Your Blood
All We Need Is Blood
Dead Boys Don´t Cry
Werewolves Of Armenia
Drumsolo
Raise Your Fist, Evangelist
Resurrection By Erection
Saturday Satan
Lupus Dei
------------------
St. Satan´s Day
Kiss Of The Cobra King
In Blood We Trust

Setlist MYSTIC PROPHECY:

Eyes Of The Devil
Savage Souls
Dark Forces
Sacrifice Me
Endless Fire
Ravenlord
Die Now!
Wings Of Destiny
Evil Empires

Bands:
MYSTIC PROPHECY
STORMWARRIOR
POWERWOLF
LONEWOLF
Autor:
Wolfram Küper

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