Festivals & Live Reviews

Festivals & Live Reviews 01.01.1970, 01:00

PARADISE LOST , GRAVE , SVARTTJERN , EQUILIBRIUM , SUICIDAL ANGELS , SODOM , NIFELHEIM , DYING FETUS , AT THE GATES , MGLA , IMMOLATION , TRIBULATION , OBITUARY , SULPHUR AEON , DESTRÖYER 666 , WOLFBRIGADE , ANGELCORPSE , BÖLZER , OBSCURA , TAAKE , MEMORIAM , NECROS CHRISTOS , ARCTURUS , GOATWHORE , EXODUS - Das Spiel mit dem Feuer

Die Macher des PARTY.SAN haben seit jeher ein Händchen dafür, Old-School- und Underground-Fans an denselben Ort zu locken wie Befürworter des Mainstreams und der neuen Melodien und dabei sogar noch jungen Bands Raum zur künstlerischen Entfaltung zu geben – all das aber, ohne den Spirit des Authentischen und Echten zu verlieren. Hut ab, meine Herren!

DONNERSTAG

Anders als bei Clubkonzerten zieht es beim Opener direkt viele Metal-hungrige Fans aufs Festivalgelände, wo I I (alias Infernal Invocation) von der ersten Sekunde an das Gaspedal durchtreten. Der technisch versierte, schädelspaltende Black Death der Leipziger ist gleichsam beeindruckend wie anstrengend, und ein Blick auf die Zusammensetzung der Band zeigt, dass wir es mit erfahrenen Musikern zu tun haben, die im Sinne von Archgoat oder Truppensturm souverän ihren Set in den unsommerlichen Nachmittag trümmern.
MÖRK GRYNING waren seit rund zehn Jahren von der Bildfläche verschwunden und kehren im Zuge des LP-Releases ihres 1995er Klassikers „Tusen År Har Gåt“ an die Live-Front zurück. Die Show ist energiegeladen und von jeder Menge Esprit getragen. Motivierte, teils deutschsprachige Ansagen animieren die vorderen Reihen zusätzlich. Vom Material her zeigt die Chose sich zwiespältig: Die späteren Releases der frühen nuller Jahre sind progressiver und von deathigerem Gesang geprägt, während die kurzen, melodischen Tracks der Neunziger eher an alte Emperor mit arg lauten Keyboards erinnern. Insgesamt ein unterhaltsamer Auftritt.
Das traditionelle Party.San-Publikum darf sich anschließend über Old-School-Death-Metal aus dem Hause GRUESOME freuen. Die Songs des Quartetts aus den USA pendeln dynamisch zwischen knatterigem Uptempo und groovigen, langsamen Parts mit Slayer/Legion-Of-The-Damned-Schlagseite. Der Wind auf dem Gelände ist dabei der größte Gegenspieler der Band, denn der Sound ist besonders in einigem Abstand zur Bühne im wahrsten Sinne des Wortes verweht.
Mein erstes Highlight folgt mit TRIBULATION, die sich herrlich gekonnt zwischen Black Metal, Classic Rock und Post-Punk-Rhythmen platzieren und dazu mit Kiss-artigem Corpsepaint in sleazige Posen werfen. Besonders Gitarrist Jonathan Hultén turnt artistisch auf der Bühne umher und schafft es mehrfach nur knapp, sich nicht voll aufs Fressbrett zu legen. Die Setlist konzentriert sich auf die beiden letzten Alben „The Formulas Of Death“ und „The Children Of The Night“. Positiv, denn die zeitweilig eingestreuten alten, thrashigen Songs lassen die gefundene Identität Tribulations stark vermissen. Anno 2016 stünde ihnen eine Tour mit Ketzer gut zu Gesicht.
Die vielleicht speziellste Old-School-Death-Kapelle des PSOA ´16 sind die Berliner NECROS CHRISTOS, deren rot belichtete Bühnenshow in der bei grauem Wetter früh einsetzenden Dämmerung sehr stimmungsvoll ist. Schreddernde Riffs zwischen Doom und Midtempo zeigen, dass Wucht und Brachialität nichts mit Geschwindigkeit zu tun haben müssen. Die Reaktionen des Publikums sind entsprechend euphorisch. (mes)
Besonders euphorisch zeigte sich im Vorfeld des Party.San auch Kollege Hacky, als es um den Auftritt von ARCTURUS ging, mein Umfeld und ich nehmen die teilweise hohen, cleanen Vocalparts von Fronter ICS Vortex (Borknagar) und die spacigen Keys hingegen mit etwas Verwirrung wahr. Es gibt ein paar berührende und einige garstige Black-Metal-Momente, die cool kommen, aber ich bleibe trotzdem im Zwiespalt zurück.
Das ändert sich allerdings schlagartig mit dem Auftritt einer der momentan wohl angesagtesten Underground-Black-Metal-Kapellen: MGLA. Mittlerweile ist es dunkel in Obermehler, und die Polen spielen, umhüllt von etwas Nebel und leichtem Licht, in starrer, kühler Manier ihre wahnsinnig intensiven Hymnen wie ´With Hearts Towards None VII´ und reißen damit alles und jeden mit in den Abgrund. Ein 45-minütiger purer Genuss, der in die Tiefe geht und neue Sphären eröffnet.
OBITUARY haben da natürlich eine etwas andere Wirkung, doch eines muss man ihnen lassen: Die Deather überzeugen immer. Ich habe noch keinen schlechten Auftritt dieser Kulttruppe gesehen und bin jedes Mal aufs Neue von den unverwechselbar rotzigen Vocals John Tardys geflasht, weil sie auch 2016 noch so dreckig und räudig klingen wie ´89 auf der legendären „Slowly We Rot“. Kein Wunder also, dass Haare, Fäuste und alles andere hier durch die Luft fliegen und die Show an aggressiver Energie kaum zu überbieten ist.
Den Abschluss des heutigen ersten Tages bilden PARADISE LOST, mit denen ich zugegebenermaßen noch nie so wirklich was anfangen konnte, und das ändert sich auch nach dem heutigen Auftritt nicht. Natürlich feiern die Fans ihre Headliner, aber mir fehlt es an Feuer und Energie, so dass sich die Engländer um Bloodbath-Fronter Nick Holmes im Endeffekt als solider Ausklang eines an Highlights reichen Festival-Auftakts erweisen. (mam)

FREITAG

Spaß und Grind zum Aufwärmen haben beim Party.San Tradition, was die Musik der Bands, die sich zur Mittagsstunde ein Stelldichein geben, in der Regel nicht besser macht. SPASM aus Brünn bilden dahingehend keine Ausnahme. Die Tschechen hauen im Akkord kurze Songs ins sporadisch besiedelte Rund, die nur auf Schlagzeug, Bass und Gegurgel seitens Frontschwein Radim beruhen, und bemühen die für einen Seitenarm des Subgenres übliche Pornoschiene mit allem, was dazugehört, vor allem einem hohen Maß an politischer Unkorrektheit. Spielerisch ist das Ganze nicht immer „Pussy (De)Luxe“, wie der Titel ihres neuen Albums suggeriert, kommt aber wie erwartet gut an. Humor hin oder her, dem Chronisten ist die Chose zu chauvinistisch/frauenfeindlich.
Aus Oslo, der norwegischen Hochburg des frühen Black Metal der zweiten Welle, sind die bestens aufgelegten ISVIND angereist und bestätigen den Eindruck, den sie mit ihrer jüngsten Platte erweckt haben, falls man es nicht ohnehin schon wusste: Hier regiert im Rahmen des Genres enorm griffiges, simples und dennoch nicht stumpfes Songwriting, wobei sowohl frische Stücke von „Gud“ als auch Klassiker aus der zweiten Reihe vom auch schon 20 Jahre alten Album „Dark Waters Stir“ geboten werden. Mit dem kleinwüchsigen Frontmann Goblin, der sich obendrein kommunikativ und nahbar zeigt, macht das traditionell getünchte Trio auch optisch einiges her.
Danach folgt mit KATALEPSY einer der bei diesem Festival immer wieder gerngesehenen stilistischen Exoten, denn hier ist semi-technischer Deathcore angesagt (Slam Death Metal nennt man´s wahlweise auch, aber geschenkt), der wie so oft eher durch erdrückende Brutalität für sich einnimmt als durch aussagekräftige Kompositionen. Achtsaitige Gitarren, immerzu Stakkato und einseitiges Gebrüll bestimmen das Bild, doch zum endgültigen Warmlaufen vor der ersten größeren Band eignen sich die Moskauer trefflich. Mit Stirnband und Eishockeyhemd mutet der agile Sänger Igor Filimontsev indes wahlweise wie ein Relikt des Neunziger-Crossover oder ein Doppelgänger von Suicidal-Tendencies-Flummi Mike Muir an.
Die Südstaaten-Amerikaner GOATWHORE frieren bestimmt auch bei den mäßigen Temperaturen, Wind und Nieselregen in Obermehler nicht, denn der erste Hochkaräter des Tages legt sich mit Energie ins Zeug und zehrt dabei von seiner Erfahrung als unentwegt tourende Einheit. Während Gitarrist und Kopf Sammy Duet nicht aus dem Grinsen herauskommt, wickelt Frontmann Louis Falgoust das allmählich dichter gedrängte Publikum um den kleinen Finger respektive sein Nietenarmband, zumal die stimmige Verbindung aus primitivem Black Metal mit etwas Sludge (die Herkunft verpflichtet) und klug geschriebenen Songs bei Konzerten deutlich nachdrücklicher wirkt als auf Platte. (as)
Die Schweden WOLFBRIGADE, die von 1995, also ihrem Gründungsjahr, bis 1999 noch Wolfpack hießen und heutzutage nur noch so semi-aktiv sind, präsentieren sich tendenziell als die arschtretenderen Goatwhore - wenn auch wesentlich hardcoriger. Die Crust/Death-Metal-Suppe hat nach wie vor ein deutliches Motörhead-Geschmäckle, was für unbändige Energie sorgt, und avanciert in meinen Ohren recht flott zum Sieger des Nachmittags. Kollegin Breuer sieht´s ähnlich und knallt Herrn Schilling bei den letzten beiden Songs vor Begeisterung fünf-, sechsmal (absichtlich!) ´nen Ellenbogen in die Rippen. Fuckin´ sick!
OBSCURA-Vorsteher Steffen Kummerer findet die nachfolgenden Bölzer „ziemlich unterinstrumentiert, aber super“ und freut sich, „endlich noch mal auf dem Party.San zu spielen“. Das Party.San freut sich auch, allerdings nur zum Teil, denn wer den Tag mit Spasm begonnen hat, guckt beim Tech-Death der Bayern natürlich eher wie ´ne Kuh, wenn´s donnert. Für Frickel-Zeugs ist der Aktionsradius auf der Bühne recht groß, und die Songs, in den besten Momenten ´ne Weiterentwicklung oller Death- und Cynic-Errungenschaften, lassen sowieso immer wieder aufhorchen. Und noch mal: unglaubliche Musiker!
Ach ja, BÖLZER: Das Schweizer Duo gehört momentan immer noch zum heißesten Scheiß der Szene, dürfte aber so langsam dann doch mal mit seinem Debütalbum aufwarten, die „Aura“- und „Soma“-EPs sind schließlich bereits komplett durchgenudelt. KzR und HzR tun sich auf der echt großen Bühne naturgemäß etwas schwer und leiden zudem unter einem leicht mumpfigen Sound, sehen´s aber ähnlich und stellen ´Entranced By The Wolfshook´ & Co. diverses Frisches an die Seite, das etwas klarer, offener und „cleaner“ in der Anmutung wirkt, etwas weniger Death- und Black-versessen – und das die Truppe, ob sie das jetzt will oder nicht, endgültig die nahezu komplette Urfaust-Gefolgschaft einsammeln lassen dürfte.
ANGELCORPSE sind irgendwie so ´n On/off-Ding, es gab drei Alben 1996, ´98 und ´99, dazu ´nen Nachfolger 2007 – und seitdem wieder nichts mehr. Der leicht angeschwärzte Death Metal der Truppe klingt auch auf der Bühne sehr amerikanisch kühl und damit eher jenseits meines persönlichen Genre-Beuteschemas, erfährt aber auch allgemein nicht zwingend die Resonanz, die man bei ´ner typischen „Kultband“ erwarten könnte. Ich hole mir dementsprechend lieber noch ´n Köstritzer, statt weiter hart durchzubangen. (Anscheinend hat Mandy tatsächlich ein Fass übrig gelassen.)
Man kann, darf und soll sich mit diversen Äußerungen von DESTRÖYER 666-Frontmann Keith alias K.K. Warslut ruhig auseinandersetzen (ohne ihnen mehr Bedeutung zuzumessen, als sie verdienen), Tatsache ist sowieso vor allem eins: Der Australier und seine Hintermannschaft, heute auf der Bühne temporär u.a. von Producer-Kumpel Mersus unterstützt, sind in Sachen Black-Thrash (oder wie immer man ihr Gerödel bezeichnen will) die Benchmark und lassen natürlich auch in Schlotheim zwischen 666 Feuer-Fontänen nix, ähem, anbrennen. Dreht und wendet es, wie ihr wollt: motherfuckin´ A, bitches! (bk)
Mit einer Mischung aus Schadenfreude und scheinheiligem Gut-Zureden schicken mich die Kollegen zu EQUILIBRIUM. „So schlimm isses jetzt auch nicht“, denke ich anfangs noch, aber irgendwann setzt mir das im Laufe des Gigs immer streitbarer werdende Pagan-Gedudel doch so dermaßen zu, dass sich der Kater vom Vortag auf einmal doch ein ganzes Stück schlimmer anfühlt. Grundgütiger!
Bei DYING FETUS geht´s dann aber wieder. Die amerikanische Death-Metal-Hausnummer bollert und groovt gleichermaßen präzise wie räudig, die Wechsel-Growls der Herren an Gitarre und Bass sitzen auf den Punkt genau, und das Schlagzeug rattert unentwegt mächtig nach vorne. Mit dem Titeltrack der „Grotesque Impalement“-EP wird einer der Band-Hits allen Old-School-Fans gewidmet und schon früh im Set verschossen. Letztendlich sind die Jahrgänge der Songs aber egal, beeindruckend ist nämlich wieder einmal der ganze Auftritt.
Auch für Thrash-Legenden hat das Party.San seit eh und je Platz im Billing, und heute sind EXODUS dran. Und die haben Bock! Gerade auch Frontsau Zetro habe ich durchaus schon mal unmotivierter erlebt als an diesem Abend, und obligatorische Uralt-Kracher wie ´Bonded By Blood´ oder ´Strike Of The Beast´ machen genauso Spaß wie der Überohrwurm-Groover ´Blacklist´. Es ist zwar immer noch seltsam, die Institution ohne den eigentlichen Mainman Gary Holt (weil bekanntlich auch bei Slayer) live zu sehen, aber es funktioniert auch so.
CARCASS setzen dem als Grande Finale noch einen drauf. Die Briten, die im Laufe ihrer Karriere bereits mehrere Stile des extremen Metal entscheidend mitgeprägt haben, stehen heute völlig zu Recht auf dem Headliner-Slot. So unterschiedliche Typen Bill Steer (Gitarre) und Jeff Walker (Bass & Vocals) sichtlich sein mögen, so perfekt geölt ist die Maschine Carcass. Vom groben Geballer früher Tage (´Reek Of Putrefaction´) über das etwas verkannte Death´n´Roll-Album „Swansong“ (vertreten mit ´Keep On Rotting In The Free World´) bis zu den filigranen Leads des unvermeidlichen ´Heartwork´, nicht zu vergessen der prägnanten Killernummer ´Corporal Jigsore Quandary´, ist auch heute wieder mal einfach nur alles geil. Würdiger Abschluss eines kurzweiligen Festivaltages! (sd)

SAMSTAG

Zu wahrlich gottloser Zeit (zehn Uhr morgens) nehmen die NWOBHM-Fackelträger ASOMVEL den Slot des frühen Einpeitschers ein, der normalerweise zwar ebenfalls stilistischen Ausreißern gebührt, doch mit den Briten verheizen die Veranstalter einen musikalisch deutlich gehaltvolleren Act als sonst. Das regt im Gegensatz zur Mucke von Lenny Robinson & Co. im Spannungsfeld zwischen Tank und Motörhead zum Kopfschütteln im eher negativen Sinn an. Schwamm drüber, beim nächsten Mal halt wieder Rockabilly oder so...
Man hätte die Briten besser mit RECTAL SMEGMA tauschen lassen, die ein ähnliches Spiel treiben wie am Vortag Spasm: Der misogyne Spaß-Grind des niederländischen Quartetts stellt sich als spielerisch unwesentlich niveauvoller heraus, erzielt aber Punkte bei leicht begeisterungsfähigen Zuschauern, die sich erst zur Mittagszeit auf dem endlich sonnenverwöhnten Gelände einfinden. Sänger Janic animiert die Masse in ansprechender Weise, und am Ende bleiben halt klingelnde Ohren zurück, so wie es sich gehört.
An diesem einzigen schönen und vor allem warmen Festivaltag bieten jedoch eigentlich IRON REAGAN den ersten Energiedrink in trockener Form feil. Ihr punkiger Thrash, der sich auch im Hinblick auf seine Darbietung und Ästhetik mit D.R.I. sowie neuerem Stoff vom Schlage Toxic Holocausts oder Violators auf eine Stufe stellen lässt, gerät nie außer Kontrolle, weil die Spielkultur der Jungspunde ebenso hoch ist wie ihre Laune gut. Dass das originelle Cannibal-Corpse-Cover ´Skull Full Of Maggots´ nicht das Highlight ihres Sets markiert, spricht definitiv für die Band.
Dann vergeht eine Sternstunde, die man so nicht erwartet: SVARTTJERN sind womöglich nicht nur die eher unverfänglichen kleinen Brüder der später auftretenden Taake, sondern ungeachtet des Standfußballs, den die Instrumentalisten betreiben, dank Zeremonienmeister Hans Fyrste am Mikro eine rock´n´rollige Live-Bank (Sabbern und Griffe in den Schritt inklusive) und haben auch das zur Massenanimation notwendige Material in der Hinterhand, dem man sich nach diesem Gig als Unbedarfter gerne widmet. Was auf „Dødsskrik“, dem aktuellen Werk der Norweger, relativ unspektakulär daherkommt, mausert sich auf der Bühne zu kurzweiligem Schwarzmetall-Entertainment. (as)
Als Nächstes stehen die Cthulhu-Experten von SULPHUR AEON auf dem Programm. Die Beliebtheit der drei aus Nordrhein-Westfalen ist in den letzten Jahren immens gewachsen, so dass sie nach ihrem Debüt auf der Tentstage im Jahre 2013 nun auf die Hauptbühne eingeladen wurden – und das zu Recht. Die bei Konzerten zu fünft agierende Band geht gleich in die Vollen und lässt keinen Zweifel daran, dass die nächsten 45 Minuten eine Reise in die Tiefe werden. Spätestens beim alles überragenden ´Titans´ ist dies bis in die letzte Ecke des Festivalgeländes vorgedrungen, was auch an den schön inszenierten gedoppelten Vocals liegt. Eine überragende Live-Band!
SUICIDAL ANGELS sind dann eher weltlich orientiert und bedienen die in der Sonne ausharrende Meute mit ihrem griechischen Thrash-Metal-Gewitter. Aus dem Schatten ihrer offensichtlichen Vorbilder treten sie dabei zwar nicht heraus, jedoch macht das Konzert mehr Spaß als manche Thrash-Metal-Band aus den Achtzigern heutzutage, auch wenn die Riffs nicht gerade durch Innovation glänzen können.
MEMORIAM ziehen anschließend zahlreiche Bolt-Thrower-Patch-Träger vor die Bühne, und schon beim ersten Ton wird deutlich, dass die Jungs richtig Bock haben. Karl Willetts wirkt äußerst befreit und lässt natürlich durch seine einprägsame Stimme an alte Zeiten denken. Der Band ihre Eigenständigkeit abzusprechen, wäre vermessen, aber bei diesen Riffs mit diesem Sound bleibt der Vergleich mit dem vermeintlichen Vorgänger einfach nicht aus. Die Tempowechsel sind allerdings abwechslungsreicher, und auch die Rhythmusfraktion kommt gelegentlich über die bpm-Zahl der typischen Bolt-Thrower-Platten hinaus. Die Fans finden jedenfalls großen Gefallen daran.
Die nun folgende Darbietung NIFELHEIMs ist an fiesen und schnittigen Riffs an diesem Tag nicht zu übertreffen. Die Gebrüder Gustavsson scheinen eine Menge angestauter Aggressionen loswerden zu müssen. Bei 26 Grad und Sonnenschein kommt die dunkle Zeremonie inklusive Flammen natürlich nicht vollends zur Geltung, doch Songs wie ´Possessed By Evil´ und der Fakt, dass die Jungs immer ein halbes Baumarktsortiment Nägel am Arm tragen, lassen über diesen Umstand schnell hinwegsehen. Wenn man sich erst mal darauf eingelassen hat, machen Nifelheim auch am Tage sehr viel Spaß. (sh)
Bei GRAVE ist zwar zunächst etwas weniger vor der Bühne los als bei Nifelheim, aber dennoch sind die Schweden um Ola Lindgren eine Bank im Tages-Line-up. Mit Sonne-Adam-Shirt am Körper (was den neben mir stehenden Ex-Bassisten der Israelis sehr freut) und schwedischer Flagge im Hintergrund donnert der Frontmann mit seinen Mannen neues Material wie ´Out Of Respect For The Dead´ genauso souverän runter wie Klassiker wie das tonnenschwere ´Soulless´ und ´Into The Grave´. Skurrile Randnotiz: Während des Gigs spaziert ein nacktes, haariges Etwas, das nur eine schwarze Socke um sein primärstes Geschlechtsmerkmal trägt, entspannt durch die vorderen Reihen und lässt sich ebenso luftig bekleidet per Crowddiving über die Köpfe der Fans tragen.
Mit IMMOLATION steht nach Grave die nächste Band auf den Brettern, die bereits 30 Jahre auf dem Buckel hat. Das Gespann aus Yonkers, New York, freut sich tierisch, zum dritten Mal beim Party.San spielen zu dürfen, und bietet einen überzeugenden Set, obwohl der zweite Gitarrist Bill Taylor nicht dabei ist und dadurch gelegentlich ein bisschen der Druck an der Gitarrenfront fehlt. Als kleine Quasi-Entschädigung zockt das Trio mit ´Epiphany´ bereits einen neuen Song vom nächsten Album, das im Januar erscheinen soll. (cs)
Man darf von TAAKE-Chef Hoest halten, was man möchte, doch seinen im Gegensatz zu ihm durchweg sympathischen Mitmusikern zufolge teilt er brüderlich alle Gagen mit ihnen, obwohl sie nur angeheuert wurden. Ungeachtet dessen sind die letzten Norweger des Tages passend zur einsetzenden Dunkelheit aktuell eines der Black-Metal-Statements schlechthin (nicht nur beim Party.San), nämlich streitbar und ekelhaft, sowohl stimmungsvoll als auch brutal und darum mit allem, was dazugehört, wichtig für die orthodoxe Sparte (Hoests anderes Betätigungsfeld Gorgoroth im Gegensatz dazu längst nicht mehr). Die Best-of-Setlist deckt sich mit der auf dem Hellfest gespielten, wird aber in Deutschland exklusiv abgewickelt. Wer nicht dabei ist, darf sich später in den Hintern beißen, der Rest ist froh darüber, dass keine linken Eiferer Sturm gelaufen sind, um den Auftritt zu torpedieren. (as)
SODOM sind mit ihrem 65-Minuten-Set nicht nur die heimlichen, sondern die ganz offensichtlichen Headliner des Tages. Zumindest für das begeisterte Publikum, das nach jedem Song der mit viel Spielfreude zockenden Ruhrpöttler laute „Sodom“- oder „Wodos“-Chöre erschallen lässt. Vom neuen Album „Decision Day“ gibt es zwar noch nichts zu hören, aber stattdessen jagt das Trio Thrash-Evergreens wie ´Outbreak Of Evil´, das umjubelte ´Ausgebombt´ und die Zugabe ´Agent Orange´ durch die Boxen. Zwischen ´Stigmatized´ und ´City Of God´ beordert Tom Angelripper zudem noch den am Bühnenrand stehenden Ex-Mystic-Circle-Gitarristen Ezpharess auf die Bühne, für den er zusammen mit den Zuschauern ein Ständchen zum 50. Geburtstag anstimmt.
Nach dem starken Auftritt von Sodom liegt die Messlatte hoch für Göteborgs Kult-Melodic-Death-Institution AT THE GATES. Doch obwohl es ein wenig leerer ist als bei Tom Angelripper & Co., liefern die Schweden 75 Minuten lang eine erstklassige Show. Die Saitenfraktion Anders & Jonas Björler zockt gewohnt cool, während Front-Energiebündel Tomas „Tompa“ Lindberg im Akkord über die Bühne flitzt und sich mit einem augenzwinkernden „Thank you for staying up“ bei allen Fans bedankt, die sich das letzte Konzert des Wochenendes anschauen. Im wechselnden Bühnenlicht donnern u.a. ´Slaughter Of The Soul´, ´Unto Others´, ´Blinded By Fear´ und das Old-School-Schlusslicht ´Kingdom Gone´ aus der P.A. (cs)

DAS ZELT

Donnerstag

ERED eröffnen die donnerstägige War Anthem Night (das Label der Party San GmbH stellt zum Auftaktabend alle Bands im Zelt). Die Spanier haben einen Hang zur großen Melodie, ohne diesen allerdings mit wahrer Größe umzusetzen, denn es krankt an den Songstrukturen. Garstige Growls und Blasts finden aber selbstredend ihr Publikum: Das Zelt ist zur Hälfte gut gefüllt.
Ein ganz anderes Kaliber sind die spanischen Landsleute GRAVEYARD. Deren klassischer Death Metal ist von Album zu Album etwas vielschichtiger geworden und weiß live vollends zu überzeugen: Zwar ist der Sound anfangs noch dumpf, die Gitarren aber sind vernehmlich. Durchdachte Tempowechsel sorgen für Atmosphäre, und Melodien kulminieren in Rumpel-D-Beat. Dreckige Schönheit. ´The Visitations Of The Great Old Ones´ packt mit doomigem Einstieg und schlüssigen Midtempo-Arrangements. ´Blood Of Vengeance´ besticht als organisches großes Ganzes mit majestätischen Tempokombinationen. Kein Wunder, dass Graveyard 2013 bereits auf der Mainstage eine gute Figur gemacht haben.
Völlig unverblümt legen LIK mit ihrem Schweden-Death los. Doch im Gegensatz zu den beseelten Graveyard ist das in diesem Fall eher leeres Gerumpel, ohne Variation in den Growls. Das Publikum lässt sich aber zum angeleiteten Mitgrölen verleiten, und Begeisterung macht sich breit. ´Le Morte Homme´ bleibt generisches HM-2-Gerödel, das nichtsdestotrotz sehr gut ankommt. Als LIK dann noch die Rock´n´Roll-Kante auspacken, breitet sich Gejohle aus. Doch selbst wenn kurz Twin-Gitarren gehuldigt wird: Dismember sind LIK definitiv nicht.
Wie Graveyard haben auch BOMBS OF HADES 2013 schon auf der Mainstage gestanden. Die Südschweden sind in ihrem Genre musikalisch filigran unterwegs. Ihre Entwicklung hat sie von nachdrücklichem Crust zu einfallsreich komponiertem Schweden-Death geführt. ´Burn´, der Band-Hit, putscht rebellisch auf und hat majestätische Größe.
Mit PURGATORY steht die halbe Merchstand-Belegschaft auf der Bühne. T-Shirts raussuchen können sie gut, aber noch besser können die Sachsen diabolischen Death Metal. Das Zelt ist rasant voll, der Sound knalllaut, druckvoll, und Purgatory überzeugen mit vollen Growls, tightem Spiel, überzeugender Bühnenpräsenz und funktionierendem Mitgröl-Chor – nicht selbstverständlich im Evilness-Metier. Schön! (gb)

Freitag

Parallel zum Ende des Obscura-Auftritts auf der Hauptbühne entern CRYPTIC BROOD aus Wolfsburg als Freitags-Opener die Zeltbühne. Trotz des ungünstigen Timings sind die Supporter des Trios verlässlich angetreten und geben walzendem Death/Doom mit fettem, tiefem Sound den Vortritt vor Technik-Eskapaden. Sämtliche Bandmitglieder teilen sich die Vocal-Arbeit, wobei der Löwenanteil originellerweise bei Drummer Steffen liegt, der stimmlich und rhythmisch einen super Job abliefert.
Große Publikumsüberschneidungen mit VIDARGÄNGR gibt´s hiernach nicht gerade. Nichtsdestotrotz ist das Zelt noch voller als zuvor, und man sieht, welche Faszination das nihilistische Krachkommando auf die anwesende Menge ausübt. Mit Kerzen, Reverb-Reglern auf zehn und kompletter Ansagenfreiheit werden Atmosphäre und Entmenschlichung der Kunst groß geschrieben. Melodien und gedrosseltes Tempo bilden die Ausnahme. Über die halbe Stunde Spielzeit regiert schneller Black Metal mit verrauschten Screams, dessen Schlagzeugarbeit immer auf dem Grat zwischen Punk und Blast balanciert.
Songs im Handgranatenformat serviert das Crust/Deathgrind-Trio IMPLORE. Zügig geht der Ritt voran, und sämtliche Fäuste und Bierbecher werden in die Luft gereckt, sobald kurze Verschnaufpausen in Sicht sind. Die Performance der Jungs auf der Bühne ist agil und aufgepeitscht, man headbangt und feuert aus allen Kanonen, die Gitarre feedbackt quietschend, der Bass dröhnt, und die präzisen Breaks des Drummers verdienen ebenfalls gesonderte Erwähnung.
Düsteren Melo-Death mit zutiefst finnischem Anstrich bringen die Erfurter DÉCEMBRE NOIR über Schlotheim. Das Publikum jubelt und bereitet dem Quintett einen ebenso erinnerungswürdigen Auftritt, wie er uns durch die Musik bereitet wird. Melancholische Melodik fürs Herz, warme, kraftvolle Rhythmusgitarren und ein treibendes Schlagzeug tun der Vielseitigkeit des Festivals sehr gut. Décembre Noir dürften an diesem Wochenende zahlreiche neue Fans gefunden haben.
Abschließend fahren wir auf der Straße des Death Metal wieder geradeaus und widmen uns einer soliden Show der Niederländer BODYFARM. In den vorderen Reihen bildet sich ein Party-Moshpit, und die Band ist sichtlich glücklich, heute die Underground-Stage zu headlinen. Eine Prise Bolt Thrower, ein Schuss Asphyx, abgeschmeckt mit Thrash-Kante und mit coolen Soli garniert. Insgesamt ist die Band wenig originell, aber sehr erfrischend und catchy. (mes)

Samstag

MOSAIC aus Thüringen eröffnen den finalen Zelt-Nachmittag. Wie schon an den Tagen zuvor hat sich wieder eine beträchtliche Menge an Interessierten eingefunden. Mit roter Bühnenbeleuchtung und okkultem Outfit gibt sich die Band Mühe, die richtige Atmosphäre für ihren getragenen Black Metal zu erschaffen, dessen Alleinstellungsmerkmal der Gesang ist, der wie Wehklagen aus den Tiefen der Hölle klingt. Eine gelungene Vorstellung, auch wenn sich mancher für die Uhrzeit sicher leichter Verdauliches wünscht.
Damit können aber auch MOR DAGOR nicht dienen. Die halten den unbedarften Hörer mit ewigem Blast-Dauerfeuer in Schockstarre gefangen. Auf der Bühne ist ordentlich Bewegung, was die Vehemenz der Musik unterstreicht. Belohnt werden die Essener für ihren Einsatz mit fliegenden Haaren vor der Bühne und anerkennendem Staunen bis hinters Mischpult.
WEAK ASIDE eröffnen dann den Death-Metal-Reigen an diesem Nachmittag. Dass sich die Reihen langsam lichten, kann eigentlich nur an der Müdigkeit nach drei Festivaltagen liegen. An melodischen Death-Metal-Krachern wie ´Gods Of Pain´, ´Alive´ oder ´Ghostleader´ liegt es jedenfalls nicht. Die Nordlichter überzeugen nicht nur auf Platte, sondern sind auch live ein besonderes Vergnügen, nicht zuletzt durch die beeindruckende Bühnenpräsenz von Fronthüne Tom Zorn.
Die wiederauferstandenen REBAELLIUN bringen im Anschluss nichts weniger als die totale Vernichtung. Man will nicht glauben, dass die Band 13 Jahre auf Eis gelegen hat, so überirdisch präzise und von unheiliger Energie durchdrungen pflügen die Brasilianer durch ihren Set. Zudem gelingt ihnen das Kunststück, gleichermaßen gefährlich entschlossen und zutiefst sympathisch zu wirken. Höchste Zeit, „Burn The Promised Land“ und „Annihilation“ wiederzuentdecken und der Comeback-Platte „The Hell´s Decrees“ die verdiente Aufmerksamkeit zu schenken.
Auf eine ganz andere Art intensiv ist die Show von DROWNED. Das Berliner Trio vertraut auf die düstere Atmosphäre und die hypnotische Qualität seiner Songs. Der Kerzenständer unterstreicht die etwas zurückgenommene Intensität. Drowned nehmen sich Zeit für ihre Songaufbauten, steigern sich langsam und lassen ihren Riffs mehr Zeit zum Wirken. Wie am ganzen Wochenende ist der Sound auch hier wieder erstklassig, so dass mit diesem Gig ein an wirklich tollen Performances reiches Wochenende auf der Underground-Stage einen würdigen Abschluss findet. (ses)

Durch Kälte, Regen und Sonne kämpften sich beim PSOA 2016: Boris Kaiser (bk), Mandy Malon (mam), Simon Dümpelmann (sd), Andreas Schiffmann (as), Conny Schiffbauer (cs), Sebastian Schilling (ses), Gretha Breuer (gb), Meredith Schmiedeskamp (mes), Stefan „Hacky“ Hackländer (sh) sowie Katharina Pfeifle, Svenja Kleinhaus und Dani Lipka. Die Fotos schossen Andreas Schiffmann, Anja Distelrath und Rene Bogdanski.

Unsere Hoch- und Tiefpunkte

Mandy Malon

Top:
Mgla, Necros Christos, Deströyer 666, Nifelheim, Bölzer, Angelcorpse

Flop:
Wie immer der ganze halbnackte Grind-Kram – aber die Seelenlosen müssen ja auch bespaßt werden!

Wünsche fürs Party.San 2017:
Urfaust wird sicher eines der Highlights, ansonsten: Inquisition, Uncle Acid And The Deadbeats, Grave Miasma, Archgoat, W.A.S.P.


Stefan „Hacky“ Hackländer

Top:
Mgla, Bölzer, Tribulation und Obscura (danke für ´The Monist´ im Live-Set, ich habe Fans vor Freude weinen sehen)

Flop:
Die Zeit dieser (Porn-)Grindcore-Bands zu Beginn ist hoffentlich bald endgültig vorbei, und die Soundtechniker könnten den Bassdrum-Sound wirklich etwas sensibler behandeln. Bei vielen Bands gingen die Gitarren völlig unter.

Wünsche fürs Party.San 2017:
Mit Urfaust wurde mir schon der größte Wunsch erfüllt.

Sebastian Schilling

Top:
Graveyard, Purgatory, Sodom und ganz besonders Rebaelliun! Das war nicht von dieser Welt, Freunde!

Flop:
Leider Memoriam (bei den Bolt-Thrower-Covern fehlte die zweite Gitarre, und die eigenen Songs wirkten ein bisschen zahnlos), Immolation (bitte demnächst den Hausmischer mischen lassen!)

Wünsche fürs Party.San 2017:
Bands, die einen völlig überraschend umblasen. Das Schöne ist, dass man vorher nie weiß, bei wem das passieren wird.

Gretha Breuer


Top:
Graveyard, Bombs Of Hades (siehe Rezis), Dying Fetus (präzise Brutalität und entspannter Groove in höchster Souveränität), Rebaelliun (bissige Songs und eindringliche Darbietung)

Flop:
Memoriam (schlaffe Songs), der Immolation-Sound

Wünsche fürs Party.San 2017:
All Pigs Must Die, Dead Congregation, Trap Them, Lantern, Asphalt Graves, Lvcifyre, Heresiarch


Andreas Schiffmann

Top:
In puncto Spiel und Sympathie Obscura, Obituary als Lehrstück für maximal effektiven Death Metal, Mosaic als faustdicke Überraschung und Graveyard mit ihrer Empfehlung für die Hauptbühne nächstes/übernächstes Jahr

Flop:
Wetter, Erkältung, Angelcorpse und Deströyer 666 in puncto Gesinnung, ansonsten Immolation (Sound-Durchfall) und Nifelheim (substanzloser Kult)


Conny Schiffbauer

Top:
Sodom

Flop:
Noch über 300 Tage bis zum Party.San 2017

Wünsche fürs Party.San 2017:
Behemoth, Satyricon

Bands:
MGLA
SUICIDAL ANGELS
PARADISE LOST
ANGELCORPSE
EQUILIBRIUM
DYING FETUS
MEMORIAM
NIFELHEIM
GOATWHORE
ARCTURUS
TAAKE
SULPHUR AEON
AT THE GATES
WOLFBRIGADE
IMMOLATION
GRAVE
SODOM
TRIBULATION
DESTRÖYER 666
NECROS CHRISTOS
OBITUARY
OBSCURA
EXODUS
BÖLZER
SVARTTJERN
Autor:
Boris Kaiser
Sebastian Schilling
Gretha Breuer
Mandy Malon
Andreas Schiffmann
Stefan Hackländer
Meredith Schmiedeskamp
Simon Dümpelmann
Conny Schiffbauer

Melde dich für unseren Newsletter an und verpasse nie mehr die wichtigsten Infos

Diese Seite verwendet Cookies. Erfahrt in unserer Datenschutzerklärung mehr darüber, wie wir Cookies einsetzen und wie Ihr Eure Einstellungen ändern und Cookies deaktivieren könnt. Darüber hinaus verwenden wir Cookies Dritter für die Einbindung audiovisueller Inhalte durch Youtube, Spotify und Soundcloud. Dem könnt ihr hier zustimmen oder dies ablehnen. Datenschutzerklärung ansehen.