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REVIEW 29.08.2012

(Album, RH 304, 2012)

Y&T - Live At The Mystic

Meanstreak Music (118:02) Dieses tolle Doppel-Livealbum im Digipak gibt´s momentan nur bei der Band direkt zu bestellen (www.YandTRocks.com), was Y&T-Fans aber nicht vom Kauf abhalten sollte. Im Gegensatz zu „Open Fire“ (1985) und „Yesterday And Today Live“ (1991) enthält „Live At The Mystic“ nämlich tatsächlich die ultimative Setlist, nach der man sich als Meniketti-Jünger sehnt: ´Black Tiger´, ´Dirty Girl´, ´Mean Streak´, ´Hungry For Rock´, ´I Believe In You´, ´Rescue Me´ und ´Forever´ natürlich - aber auch ´Winds Of Change´, ´Straight Thru The Heart´, ´Surrender´, ´Don´t Wanna Lose´, ´Hurricane´, ´Squeeze´ oder ´Eyes Of A Stranger´. Zum 30-jährigen „Earthshaker“-Jubiläum hat die Band für ihre treuesten Fans (die jährlich ins Mystic Theatre im kalifornischen Petaluma pilgern) ein ganz besonderes, zweistündiges Programm zusammengestellt, das nur wenige Wünsche offen lässt. Auch mit dem neuen Bassisten Brad Lang (R.I.P., Phil Kennemore!) präsentieren sich Y&T so tight, spielfreudig und perfekt wie kaum eine andere Hardrock-Band des Planeten. (In ihrer Generation sind sie genauso einzigartig wie Vanderbuyst unter den „Newcomern“.) Dave Menikettis Stimme klingt so kräftig und frisch wie vor 30 Jahren, inklusive der Sammy-Hagar-Kante, und sein Gitarrenspiel ist an Gefühl und Brillanz sowieso nicht zu toppen. Auch wenn man ein Vierteljahrhundert darauf warten musste: Das ultimative Y&T-Livealbum ist endlich da!

REVIEW 21.07.2004

(Album, RH 207, 2004)

Y&T - UnEarthed Vol. I

(73:13) Nach dem erfolgreichen Live-Comeback wollen Y&T natürlich schnellstmöglich eine Scheibe nachlegen. Da Dave Meniketti & Co. bis zum nächsten regulären Album jedoch noch etwas Zeit brauchen, haben sie zur Überbrückung der Wartezeit in ihren Archiven gekramt und bringen nun den ersten Teil ihrer Demo- und Outtake-Sammlung heraus. Die Spanne der Aufnahmen umfasst 20 Jahre (von 1974 bis 94), und entsprechend unterschiedlich ist die Klangqualität, zumal die Bänder bis auf ganz wenige Ausnahmen nicht mehr bearbeitet worden sind. Das ist auch das Hauptproblem dieser CD, denn der zumeist etwas dumpfe, flache Sound kickt einfach nicht so richtig. Da sich unter den insgesamt 17 Songs zudem auch einige Rohrkrepierer wie die olle Kamelle ´Rockazoid Rollaroid´ (vom Y&T-Vorläufer Zolar X) oder der missratene Funk-Jam ´Play By Play´ befinden, wäre es eine gute Idee gewesen, die besten zehn oder zwölf Tracks neu einzuspielen. Dieses Album wäre dann nämlich ein Knaller im Stile der Frühachtziger-Klassiker geworden! An diese Phase knüpfen nämlich das aus der „Black Tiger“-Session stammende Highlight ´I Make Believe´ und der an den ´Barroom Boogie´ erinnernde Blues-Rocker ´16 Tons´ an. Und selbst später geschriebene Songs wie das von Al Pitrelli co-komponierte ´Love Gone Wrong´, die gewohnt hochklassige Halbballade ´In The Name Of Love´ oder der treibende Rocker ´Wild If I Wanna´ atmen das Flair dieser Ära und haben erstaunlich viel Potenzial. Ein für Y&T-Fans essenzielles Album, aus dessen Material allerdings noch deutlich mehr hätte herausgeholt werden können.

REVIEW 9.0 27.09.1995

(Album, RH 101, 1995)

Y&T - Musically Incorrect

Soso. Kupfer meldet sich krank, und meinereiner darf mal eben in die Bresche springen. Soll mir nur recht sein. Denn obwohl Spötter den Albumtitel in Anbetracht des musikalischen Inhalts mit einem hämischen "zutreffend" kommentieren werden und ich selbst nach dem ersten Durchlauf Probleme hatte, mich mit dem neuen Material anzufreunden, entwickelt diese Scheibe nach mehreren Hörproben ungeahnte Qualitäten. Dabei ist die angeblich in der "Ten"-Besetzung aufspielende Band (es lag leider kein Info vor) von selbigem Album so weit entfernt wie ich von der Rente. "Musically Incorrect" ist vielmehr ein erfrischend unprätentiöses, verspieltes Hardrock-Album geworden, das zwölf überlange, in bluesige und jazzige Bereiche abdriftende Songs enthält, die völlig anachronistisch anmuten, von einer spärlichen, überaus authentisch klingenden Produktion leben und jede Menge Energie freisetzen. Da wird drauflosgejammt, daß es eine wahre Freude ist. Anstatt sich auf bewährte Strukturen zu verlassen, zieht es die Band um Meistergitarrist Dave Meniketti vor, so richtig die Sau rauszulassen. Immer dann, wenn alles auszuufern droht, werden die Songs zu einem vernünftigen Abschluß gebracht. Das, was sich jedoch dazwischen abspielt, setzt einen mächtig in Erstaunen, zeigt die Band von einer völlig neuen Seite und legt die Vermutung nahe, daß Y&T, die anno '95 wie eine Neuauflage von Grand Funk Railroad rüberkommen, noch einiges zu bieten haben. Wer unbedingt den bandinternen Vergleich benötigt, dem seien als Anhaltspunkte die beiden ersten, noch unter dem Banner Yesterday & Today eingespielten Werke genannt. Für Puristen eine der größten Enttäuschungen der Saison. Für alle anderen, mich eingeschlossen, eines der interessantesten, vielfältigsten und eigenständigsten Alben des Jahres. Welcome back, Y&T.

REVIEW 9.0 28.06.1991

(Dynamit, RH 52, 1991)

Y&T - Yesterday And Today Live

YESTERDAY - 17 Jahre und zehn Alben lang waren sie fester, nicht wegzudenkender Bestandteil der Musikszene, Dabei haben sie so ziemlich alle nur erdenklichen Höhen und Tiefen durchlebt, die man sich nur vorstellen kann. Der ewige Kampf um eine eigene musikalische Identität und Anerkennung selbiger durch die Industrie zog sich wie ein roter Faden durch die gesamte Karriere der Band. Ein Trauerspiel, welches zunehmend immer frustrierender und zermürbender wurde und von der Band mit der einzig logischen Konsequenz quittiert wurde - der Auflösung. TODAY: Im Rahmen der letztjährigen Farewell-Tour gastierte die Band am 31.12.90 im "Cabaret" in San Jose. Von diesem Auftritt liegt nun ein äußerst gelungener Mitschnitt vor, der eigentlich keine Wünsche offenläßt. So spricht es für die Band, daß ausschließlich Klassiker die Tracklist dieser DoppelI-LP/CD zieren. Im folgenden eine Auswahl, die eigentlich keiner weiteren Worte bedarf: "Black Tiger", "Hard Times", "Hurricane", "Midnight In Tokyo", "Forever", "I Believe In You" etc. 9 Punkte für eine eindrucksvolle und kompetente Dokumentation einer von unzähligen Höhepunkten begleiteten Schaffensperiode, wie sie in diesem Ausmaß wohl nur noch von ganz wenigen Bands erreicht werden kann/wird. TOMORROW: Letzten News zufolge steht Frontman und Gitarrist Dave Meniketti momentan in den Diensten von Peter Frampton, während Stef Burns an Meister Coopers neuestem Streich mitarbeitet. Über den Verbleib der restlichen BandmitglIeder ist zur Zeit nichts bekannt.

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