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REVIEW 9.0 25.04.2012

(Album, RH 300, 2012)

MASTER´S HAMMER - Vracejte Konve Na Misto

Master´s Hammer (44:43) Eigentlich wollte Frantisek Storm für längere Zeit nach Indien verschwinden, von wegen Kiffen, Horizont erweitern, einen auf Buddha machen und der ganze Quatsch, aber plötzlich wurde das bäuerliche Schwarzmetall-Landei von der Muse wie wild abgeknutscht. Und so packte er seine Siebensachen wieder aus, rief seine Proberaumbrigade zusammen und zauberte gerade mal zwei Jahre nach „Mantras“ ein Album zurecht, das nicht nur den (starken) Vorgänger locker in die Tasche steckt, sondern sogar einen Vergleich mit dem Klassiker „The Jilemnice Occultist“ standhält. Die alles bestimmenden Schlagwörter von „Vracejte Konve Na Misto“ lauten Kauzigkeit, Natürlichkeit, Verrücktheit und Mut. Einerseits schrubben die Tschechen wüste Black-Metal-Riffs, andererseits gibt´s große, kraftvolle Metal-Epik - und zwar stets mit einem Hauch von Exotik. Eigensinnige Melodieläufe, auf die man sich erst mal einlassen muss, werden bereichert mit seltsamen Samples und Geräuschen. Da ein schräger Keyboard-Teppich, dort mal eine Maultrommel, plötzlich wieder ein sehr eigensinniges Klampfensolo, ein gewollt schiefer Männerchor, und dann folgen Ur-Rhythmik historischer Beatmusik sowie Songstrukturen des alten osteuropäischen Rock. Je öfter man sich dieses Wunderwerk anhört, umso mehr Puzzleteile entdeckt man. Über allem thront die auf Tschechisch gekrächzte Rätsellyrik. Einsteiger in den seltsamen Kosmos der Combo checken zunächst den Titelsong an. Staunmäuler garantiert! Zu ordern unter www.mastershammer.com.

REVIEW 9.0 28.03.2012

(Album, RH 299, 2012)

MASTER´S HAMMER - Vracejte Konve Na Misto

Masters Hammer (44:43) Eigentlich wollte Frantisek Storm für längere Zeit nach Indien verschwinden, von wegen Kiffen, Horizont erweitern, einen auf Buddha machen und der ganze Quatsch, aber plötzlich wurde das bäuerliche Schwarzmetall-Landei von der Muse wie wild abgeknutscht. Und so packte er seine Siebensachen wieder aus, rief seine Proberaumbrigade zusammen und zauberte gerade mal zwei Jahre nach „Mantras“ ein Album zurecht, das nicht nur den (starken) Vorgänger locker in die Tasche steckt, sondern sogar einen Vergleich mit dem Klassiker „The Jilemnice Occultist“ standhält. Die alles bestimmenden Schlagwörter von „Vracejte Konve Na Misto“ lauten Kauzigkeit, Natürlichkeit, Verrücktheit und Mut. Einerseits schrubben die Tschechen wüste Black-Metal-Riffs, andererseits gibt´s große, kraftvolle Metal-Epik - und zwar stets mit einem Hauch von Exotik. Eigensinnige Melodieläufe, auf die man sich erst mal einlassen muss, werden bereichert mit seltsamen Samples und Geräuschen. Da ein schräger Keyboard-Teppich, dort mal eine Maultrommel, plötzlich wieder ein sehr eigensinniges Klampfensolo, ein gewollt schiefer Männerchor, und dann folgen Ur-Rhythmik historischer Beatmusik sowie Songstrukturen des alten osteuropäischen Rock. Je öfter man sich dieses Wunderwerk anhört, umso mehr Puzzleteile entdeckt man. Über allem thront die auf Tschechisch gekrächzte Rätsellyrik. Einsteiger in den seltsamen Kosmos der Combo checken zunächst den Titelsong an. Staunmäuler garantiert! Zu ordern unter www.mastershammer.com.

REVIEW 8.0 20.01.2010

(Dynamit, RH 273, 2010)

MASTER´S HAMMER - Mantras

BONUSBOMBE: Anfang der Neunziger zeigte diese gleichermaßen eigenartige wie auch eigenständige Combo aus Tschechiens Hauptstadt Prag beeindruckend auf, was passieren kann, wenn der Intellekt von Kunst-Akademikern auf das Archaische der ersten Generation des Schwarzmetalls trifft. Das ´92er Album „The Jilemnice Occultist“, ein als Black-Metal-Operette kategorisiertes Meisterwerk, gilt zu Recht als Genre-Klassiker. Nachdem Bandkopf Franta Storm im Jahr 2003 die offizielle Auflösung verkündet hatte, liegt nun völlig überraschend ein Comeback-Album vor, mit dem man sich sehr, sehr lange und intensiv beschäftigen muss, ehe man es in seiner vollen Pracht und seltsamen Kauzigkeit greifen und sich an ihm erfreuen kann. Fieser Black Metal mit schnell geschrubbten Riffs, die an Thorns erinnern, wird in Klassik eingebettet und mit Versatzstücken aus der Operette und der Klerikalmusik bereichert. Sakrale Hammond-Orgeln treffen auf sphärische Synths, und stoisches Primitivhacken ergänzt sich mit Prog-Metal und unrhythmischen, aber ganz bewusst in Szene gesetzten Schiefheiten sowie World Music und Folklore. Abgrundtiefe Negativstimmung inklusive acidartiger Horrortrips einerseits, kunterbunte Theatralik andererseits, manchmal seriös, manchmal mit humorvollen Beinahepeinlichkeiten - oder wie soll man bei der Einspielung von quakenden Fröschen in Verbindung mit der ohnehin schon exotisch anmutenden tschechischen Landessprache ernst bleiben? „Mantras“ macht mich verrückt. (Nein, Wolf, das warst du vorher schon. - Red.) Ich habe das Album mittlerweile 20 Mal gehört, und nach jedem Durchlauf bin ich völlig fertig. Zu ordern unter www.mastershammer.com.

REVIEW 7.5 28.02.1996

(Album, RH 106, 1996)

MASTER´S HAMMER - Slagry

Die Tschechen hahen dem Black- und Death Metal adé gesagt. Geplagt von einer kreativen Krise und gelangweilt vom Krach, brachen sie die Arbeit am kurz vor der Vollendung stehenden zweiten 'Opern'-Projekt ab. Die Chefdenker Vlasta und Franta wandten sich ganz normalen Jobs zu, und die Band löste sich auf. Unzufrieden mit ihrer beruflichen Situation schmissen die zwei wieder alles hin, um nich als Duo unter altem Bandnamen erneut der professionellen Musikmacherei zu widmen. Inzwischen hatten die beiden ein Faible für klassische Kompositionen und die klanglichen Möglichkeiten von Computern entwickelt. Das Resultat dieser Vorlieben liegt nun vor: 'Slagny' - ein äußerst eigenwilliges und interessantes Werk. Darauf versuchen die trinkfesten Prager Stücke von Komponisten wie Verdi, Chatsohaturjon, Chenny oder Katz (allen unseren Lesern sicherlich bestens bekannt - Red.) mit elektronischen Mitteln zu covern. Der 'Säbeltanz' wurde im Stil von Laibach bearbeitet, die Overtüre von 'Nabuoco' mutierte zum pappigen Marsch, und beim alten tschechischen Weihnachtslied 'Pujdem spolu da Betlema' kommt keine besinnliche Stimmung mehr auf. Stattdessen können jetzt zur christlichen Weise Landserregimenter im Stechschritt parodieren. Last but not least mußte auch Chuck Berrys' 'Rock'n'Roll Music' dran glauben. Doch diese Version eignet sich nicht dazu, mit einer Petticoat-Mieze durch den Tanzsaal zu fegen. Aus dem neuinterpretativen Rahmen fällt nun der letzte Song, der auf dem Mist der Musiker gewachsen ist und deutliche Possessed- und Slayer-Einflüsse aufweist. Möglicherweise ist dieses Stück Frantas und Vlastas letzte Verbeugung vor ihrer eigenen lauten Vergangenheit.

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