Suche

Durch das Setzen eines Bandnamens in Anführungszeichen sind detailliertere Ergebnisse möglich.

REVIEW 6.5 18.11.2020, 08:00

(Album, RH 402, 2020)

MACABRE - Carnival Of Killers

PLUS-MINUS Man braucht MACABRE nicht als Kultband zu verklären, um ihnen etwas abzugewinnen, doch wenn man wie Patrick noch nie etwas mit ihrem überdrehten, aber auf den zweiten Blick gar nicht mehr so komödiantischen „Murder Metal“ anfangen konnte, wird man auch nicht von „Carnival Of Killers“ zum Fan konvertiert. Schließlich bleibt das virtuose Trio bei seinen Leisten, indem es durch nichts weniger als solide Kurzkompositionen mit Texten über reale Serienkiller hastet, wobei Kinderlied- bzw. Abzählvers-artige Melodien mit klassisch amerikanischem Death Metal einhergehen. Was hauptsächlich nervt, sind die Vocals, doch Patricks niedrige Wertung ist schlicht indiskutabel, weil hier beschlagene Überzeugungstäter (!) zocken, die wissen, was sie tun, und rein gar nichts glorifizieren. Andreas Schiffmann 6,5 Für die einen sind MACABRE der ganz große Kult, für die anderen der allergrößte Mist. Der Rezensent gehört seit jeher zur letzteren Gruppe, weshalb ein einigermaßen objektives Review schwierig werden dürfte. Neun Jahre haben die Serienkiller-Freaks für ein neues Album gebraucht, eine ganz schön lange Zeit. Das Ergebnis ist im Prinzip wie immer: rumpeliger Grind/Death-Irgendwas-Core, der mehr nach Verkehrsunfall als Metal tönt. Die idiotischen Schunkel-Polka-, gelegentlich auch Country-inspirierten Rhythmen und Einflüsse lassen meine Füße gelb werden; mit Grausen muss man sich als Hörer von so viel Dilettantismus abwenden. „Liedgut“ wie ´Stinky´ (yeah!), die Elvis-Vergewaltigung ´Them Dry Bones´ oder das unerträgliche Katzen-Gejaule in ´Slaughter House´ erfüllen den Tatbestand der Körperverletzung. Und mit der Glorifizierung psychopathischer Massenmörder habe ich schon immer ein Problem gehabt. Vielleicht kapiere ich auch einfach nicht den Witz dahinter. Pfui Deibel! Patrick Schmidt 1

Melde dich für unseren Newsletter an und verpasse nie mehr die wichtigsten Infos