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REVIEW 8.5 28.09.2016, 01:00

(Dynamit, RH 353, 2016)

HEAVEN SHALL BURN - Wanderer

Century Media/Sony (52:44) Alles wie immer im Hause der Death-Metal/Modern-Metal/Metalcore-Maschine HEAVEN SHALL BURN? Ja und nein. NATÜRLICH klingt „Wanderer“, Album Nummer acht, zu hundert Prozent nach den Thüringern - wer hätte ernsthaft was anderes erwartet? Andererseits drehen Maik Weichert & Co. immer noch gekonnt an den Stellschrauben, modifizieren ihre Herangehensweise, perfektionieren manches, bauen dieses aus, lassen jenes fallen. Trotz des partiell „persönlicheren“ Blickwinkels in den Lyrics (alle einmal mehr sehr lesenswert) offeriert „Wanderer“ aber nur selten introspektive Soundscapes, sondern entpuppt sich in Strecken (vor allem hinten raus) als eines der rabiatesten Alben der Band überhaupt, näher als beim passenderweise von Cannibal-Corpse-Stimme George „Corpsegrinder“ Fisher unterstützten ´Prey To God´ war die Truppe z.B. noch nie am reinen (fast schon technischen!) Death Metal, und HEAVEN SHALL BURN klangen auch selten offener und „echter“, nennen wir es „unkomprimierter“ als hier, die Produktion von Gitarrist Alex Dietz ist absolut gelungen. Reduzieren sollte man die Platte auch nicht auf die Neuinterpretationen, diesmal My Dying Brides ´The Cry Of Mankind´ (mit Sólstafirs Aðalbjörn Tryggvason) und Sodoms ´Agent Orange´ (mit Frank Blackfire), denn die aufsehenerregendsten Stücke stammen aus eigener Feder, vor allem der Auftakt mit den drei Hook-Monstern ´Bring The War Home´ (mit leichtem Rammstein-Beat), ´Passage Of The Crane´ und ´They Shall Not Pass´ ist spektakulär. Ein Wort noch zum „Gesamtpackage“: Das Booklet-Konzept mit vielen Naturfotos von Christian Thiele sticht nahezu die komplette Konkurrenz aus und zeigt ebenfalls den Sonderstatus, den sich HSB erarbeitet haben und der diese Band so bewundernswert macht. Zudem kommen die meisten Versionen des Albums mit einer Bonus-CD namens „Too Good To Steal From“, die die 13 in den Century-Media-Jahren entstandenen Coverversionen der Truppe bündelt und für weitere allerbeste Unterhaltung sorgt.

REVIEW 9.0 24.04.2013

(Dynamit, RH 312, 2013)

HEAVEN SHALL BURN - Veto

Century Media/EMI (49:30) Die sauber gespielten cleanen Gitarren, mit denen „Veto“ beginnt, zeigen vor allem eines: HEAVEN SHALL BURN, nach wie vor in der Schnittmenge von (melodischem) Death Metal, Modern Metal und Metalcore positioniert, sind ambitionierter geworden. Wo die Thüringer früher schon mal Fünfe gerade sein ließen, überraschen heute bis ins Letzte ausgearbeitete Arrangements, die einfach rund wirken. Das muss nicht unbedingt ein Qualitätsmerkmal sein, denn gerade in harten und ganz harten Genres kann zu viel Professionalität vieles kaputtmachen, und es ist ja auch nicht so, als hätten HSB nicht bereits mehrere Superplatten aufgenommen, die wahrscheinlich beste - „Antigone“ - sogar schon 2004. Im Falle von „Veto“ funktioniert diese Herangehensweise aber hervorragend, denn aus den von einer Moderne und Tradition gut ausbalancierenden Alexander-Dietz-Produktion unterstützten elf Songs (Mix: einmal mehr Tue Madsen) wurde so vor allem im Melodienbereich sämtliche Klasse herausgekitzelt, und mit ´You Will Be Godless´ und ´Antagonized´ gibt es nur zwei eher unauffällige Ausreißer nach unten. Ansonsten ist es bei der Fülle an Highlights tatsächlich schwierig, sich auf einzelne Stücke zu beschränken: Die fettesten Hooks regieren in ´Godiva´, ´Fallen´, ´Hunters Will Be Hunted´ und ´53 Nations´, aber auch die Bolt-Thrower-Hommage ´Like Gods Among Mortals´ präsentiert sich mit Best-of-Güte. Und das von Hansi Kürsch unterstützte Blind-Guardian-Cover ´Valhalla´ könnte man, glaubt es oder nicht, auf keinen Fall besser machen.

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