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REVIEW 8.0 25.01.2017

(Album, RH 357, 2017)

DESERTED FEAR - Dead Shores Rising

Century Media/Sony (38:51) Im allerpositivsten Sinne unspektakulär: Auch auf ihrem dritten Album „Dead Shores Rising" modernisieren die drei thüringischen Tunichtgute den Old-School-Death-Metal (Schilling würde es „Classic Death Metal" nennen) so weit, wie es möglich ist, ohne in Verdacht zu geraten, etablierte, nun ja, Werte gegen die Wand zu fahren. Das betrifft natürlich diverse Grooves (die öfters an Hail Of Bullets denken lassen), vor allem aber die Melodien, die IMMER von Nachhaltigkeit geprägt sind, aber NIE die Grenze zum Kitsch (bzw. zum Kirmes-Death-Metal) überschreiten. Dass Dan Swanö hier erneut gemixt hat, ist dementsprechend kein Zufall: Die immer noch ohne Basser auskommenden Ostdeutschen dürften eine Menge von ollen Edge-Of-Sanity-Platten gelernt haben („Unorthodox"! „The Spectral Sorrows"!), auch wenn sie das geschickt zu verbergen versuchen, indem sie ihr Riffing eher an rabiatere Rabauken wie Dismember und Grave anlehnen. Was die Band zudem nach wie vor herausragen lässt, ist die Homogenität ihrer Alben: Hier stimmen die Songs von vorne bis hinten (mit kleinen Spitzen wie ´The Fall Of Leaden Skies´, ´Towards Humanity´ und ´The Carnage´), sie sind in ihrer Gänze ein langer lauter Fluss, dem man aufmerksam folgt. Vielleicht ist diese Selbstverständlichkeit, mit der DESERTED FEAR zu Werke gehen, ja doch nicht „unspektakulär". Vielleicht ist sie im Gegenteil, in einer Zeit, in der Musik fast nur noch als Versatzstücke via YouTube goutiert wird, ganz schön spektakulär!

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