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REVIEW 8.5 09.08.2019, 14:23

(Album)

SLIPKNOT - We Are Not Your Kind

Nach dem Tod von Paul Gray und der Trennung von Joey Jordison hatten SLIPKNOT sich 2014 mit einem Paukenschlag von Album zurückgemeldet. Dass „.5: The Gray Chapter“ in seiner Aggressivität und Hitdichte schwer zu toppen sein würde, war sicherlich auch der Iowa-Rasselbande klar. Wobei diese Band schon immer ein für ihr Genre eher untypischer Wille zur Weiterentwicklung ausgezeichnet hat. Shawn „Clown“ Crahan sprach früh von der Idee eines Doppelalbums mit Floyd´schen Ausmaßen, was die Band (vorerst?) auf ein Einzelalbum runtergedampft hat. Die wilden Neun blicken auf „We Are Not Your Kind“ erneut nach vorn, ohne ihre Wurzeln zu kappen. Schon die erste Single ´Unsainted´ kombiniert auf geniale Art und Weise Aggro-Geklöppel mit einem hymnischen Refrain, bei dem der dezente Einsatz des „Angel City Chorale“ für interessante Farbtupfer sorgt. ´Birth Of The Cruel´ stellt im Anschluss unter Beweis, dass man auch heute noch innovative Ideen ins Tribal- und Groove-Metal-Genre einfließen lassen kann. ´Nero Forte´ erweist sich hingegen als vielseitiges Biest, bei dem weder Aggressivität noch Hymnenhaftigkeit zu kurz kommen. Bereits diese drei Hits zeigen erneut SLIPKNOTs Stärke, eigenständige, vielseitige Songs zu schreiben, die sich im Gegensatz zu vielen ihrer Genre-Kollegen eben nicht auf eine Formel runterbrechen lassen. Nummern wie ´Critical Darling´ oder ´Red Flag´ können dieses Hit-Niveau zwar nicht halten, funktionieren dafür aber im Kontext des Albums, das durch den verstärkten Einsatz von Interludes als cineastisches Gesamtkunstwerk angelegt ist. Für maximale Dynamik sorgt der Wechsel zwischen dem TripHop von ´Spiders´ und dem thrashigen ´Orphan´, während im Finale ´Not Long For This World´ und ´Solway Firth´ noch mal alle Register gezogen werden. Der einzige Wermutstropfen stellt somit das Fehlen der 2018 veröffentlichten ´All Out Life´-Single dar, die es lediglich als Japan-Bonustrack aufs Album geschafft hat.

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