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REVIEW 8.0 22.01.2020, 08:00

(Dynamit, RH 393, 2020)

BONDED - Rest In Violence

Dass mit Markus Freiwald (dr.) und Bernd Kost (g.) zwei bestens bekannte (Ex-Sodom-)Ruhrpott-Musiker hinter BONDED stecken, dürfte sich herumgesprochen haben. Ebenso, dass man Assassin-Shouter Ingo Bajonczak für sich gewinnen konnte. Aber wie klingt es nun? Sehr heavy jedenfalls. Der erste Track ´Godgiven´ tritt vehement die Tür ein und verschafft dem Sänger mit seiner kräftigen Röhre gleich etwas Platz. Ob man BONDED in Zukunft als echte Band wahrnehmen wird, hängt natürlich auch von seinem Wiedererkennungswert ab. Die Eröffnungsnummer sitzt jedenfalls wie ´ne Eins! Thrash auf höchstem Niveau, auch mit Overkills Bobby Blitz am Mikro (´Rest In Violence´) klingt der Fünfer keinesfalls harmloser. Freiwalds perfekt ausgeführte Drumrolls erinnern an das taktvolle Gemetzel der ersten Slayer-Alben, Bernemanns Hi-Gain-Gitarrenarbeit glänzt mit einer wohldosierten Mischung aus Dreck, Technik und dezenten Melodien. ´Suit Murderer´ besitzt das rohe Flair des unbarmherzigen Ruhrpott-Thrash (Kreator), während ´Je Suis Charlie´ sowohl von der Textidee als auch vom Gesangsarrangement her mein Höhepunkt des Albums ist. Aber natürlich gibt es auch Verbesserungspotenzial. Die Verbindung zwischen Gesang und Musik ist nicht immer so elegant wie im Titel über den feigen Angriff auf das französische Satireblatt. So quält sich ´No Cure For Life´ trotz eines guten Refrains etwas über die Runden, und mit zunehmender Spieldauer nutzt sich auch das technisch allerbeste Gedresche etwas ab. Mehr Mut zu Melodie und Abwechslung hätte für meine Begriffe nicht geschadet. Trotzdem ein Debüt, das Genre-Fans auf dem Zettel haben sollten!

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