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REVIEW 8.0 26.08.2015

(Album, RH 340, 2015)

BLIKSEM - Gruesome Masterpiece

Iron Will/Rough Trade (51:43) BLIKSEM eilt der Ruf der besten „neuen“ belgischen Metalband voraus (was immer das heißen mag...), und in der Tat legt die Band mit ´Crawling In The Dirt´ gleich einen fulminanten Start hin, um mit ´KYWAS´ einen erstklassigen Highspeed-Anschlag folgen zu lassen. Die Gitarristen haben offenbar einige Thrash-Classics von Megadeth oder Anthrax studiert, wissen aber auch, wie man ein fließendes Rock-Riff runternudelt, während Sängerin Peggy Meeussen die Band mit rotzigen Energieleistungen nach vorne peitscht. Schwer emotionale Sängerinnen mit leichtem Punk-Vibe (kennt noch jemand Dawn Crosby von Détente/Fear Of God?) hatten bei mir schon immer einen Stein im Brett, wie man BLIKSEM (Flämisch für „Blitz“) überhaupt attestieren muss, die gängigen Genre-Klischees verdammt gut zu umschiffen. Wie der S.O.D.-mäßige Stampfer ´Room With A View´ nach zwei Dritteln förmlich explodiert, erinnert unweigerlich an die besten Momente des Metal. Mit ´Mistress Of The Damned´ und ´Morphine Dreams´ schaltet die Band im richtigen Moment auch mal runter und paart halbakustische Passagen mit schweren Doom-Riffs. Das zweite Album der Antwerpener startet also wahrhaft weltmeisterlich, verflacht aber leider in der zweiten Hälfte größtenteils auf ein gutes Durchschnittsniveau. Eigentlich schade, den Titel, einer der interessantesten Newcomer Europas zu sein, hätte ich dem Quintett nur zu gerne angeheftet. Trotz kleinerer Mängel ist „Gruesome Masterpiece“ aber eine stimmig aufgemachte Platte, die man als Metaller antesten sollte.

REVIEW 8.0 27.02.2013

(Album, RH 310, 2013)

BLIKSEM - Face The Evil

Alone/Cargo (38:07) BLIKSEM schafften es mit ihrer starken Fünf-Song-EP bereits auf die Rock-Hard-Demoseite und melden sich nun mit ihrem ersten Full-length-Werk zurück. Dabei greift „Face The Evil“ mit dem Opener ´The Life On Which I Feed´ auch noch mal auf einen EP-Smasher zurück. Bei den restlichen sieben Songs zeigen sich die Belgier etwas straighter und lassen progressive und psychedelische Zwischenspiele (wie im EP-Track ´Circus Schizophrenia´) außen vor. Das speedige ´Disciples´, ´Face The Evil´ und ´Mr. Man´ sind Kracher vor dem Herrn, das restliche Material fällt leider nur gut, aber nicht überragend aus (worauf man nach der fantastischen EP hoffen konnte). Dennoch reicht es für acht Punkte, weil besonders das energiegeladene Schlagzeugspiel, die tolle, kratzige Stimme von Fronterin Peggy und der Rock´n´Roll-Vibe durchweg begeistern. 3 Fragen an BLIKSEM-Bassist Jan Rammelo: Jan, Thrash Metal mit einer Frontfrau, die singen kann und nicht nur schreit, ist ziemlich einzigartig. Wie fand die Band zusammen? »Als die Band noch nach einem Sänger und einem Drummer suchte, haben sich Peggy und Rob in einer Metal-Bar in Antwerpen getroffen. Peggy sang die ganze Nacht Songs von AC/DC, Iron Maiden und Guns N´Roses in ihrem typischen Gesangsstil mit. Als wir Rob fragten, ob er BLIKSEM beitreten möchte und vielleicht noch einen guten Sänger kennt, hat er uns Peggy vorgestellt.« Ich vermute, dass ihr beim energiegeladenen Schlagzeugspiel auf Click-Track und Trigger verzichtet habt, um das Live-Feeling zu erzeugen, das euren Studiosound prägt. »Wir haben noch nie Trigger benutzt - weder live noch im Studio. Wir wollten, dass das Album hart, aber organisch klingt, und ich denke, das ist uns gelungen. Wir klingen wie richtige Leute, die richtige Instrumente spielen. Wir haben bei einer ganzen Reihe von Songs auf Click-Track zurückgegriffen, aber nur, wenn wir fühlten, dass es mit dem natürlichen Groove nicht so gut funktioniert.« Im Vergleich zur EP habt ihr auf eure progressiven, psychedelischen Elemente verzichtet. Wird das zukünftig wieder eine Rolle bei euch spielen? »Das Album ist sicherlich geradliniger als die EP. Dennoch haben wir das Gefühl, dass wir alle Elemente beibehalten haben, die unseren Stil auszeichnen. Songs wie ´The Life On Which I Feed´ und das Titelstück können als straighte Thrash-Metal-Songs kategorisiert werden, während ´Dead End Road´ und besonders ´Mr. Man´ eindeutig progressive Elemente und Stoner-Einflüsse beinhalten. Auch die Harmoniegesänge sind noch da, genau wie der übergreifende Rock´n´Roll-Vibe. Wir haben diesmal auf eine lange psychedelische Jam wie in ´Circus Schizophrenia´ verzichtet, aber wir spielen die Jam immer noch live, und es kann gut sein, dass so was auf unserem nächsten Album wieder auftaucht.« (rb)

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