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Y&T

UnEarthed Vol. I

Ausgabe: RH 207

(73:13)

Nach dem erfolgreichen Live-Comeback wollen Y&T natürlich schnellstmöglich eine Scheibe nachlegen. Da Dave Meniketti & Co. bis zum nächsten regulären Album jedoch noch etwas Zeit brauchen, haben sie zur Überbrückung der Wartezeit in ihren Archiven gekramt und bringen nun den ersten Teil ihrer Demo- und Outtake-Sammlung heraus. Die Spanne der Aufnahmen umfasst 20 Jahre (von 1974 bis 94), und entsprechend unterschiedlich ist die Klangqualität, zumal die Bänder bis auf ganz wenige Ausnahmen nicht mehr bearbeitet worden sind. Das ist auch das Hauptproblem dieser CD, denn der zumeist etwas dumpfe, flache Sound kickt einfach nicht so richtig. Da sich unter den insgesamt 17 Songs zudem auch einige Rohrkrepierer wie die olle Kamelle ´Rockazoid Rollaroid´ (vom Y&T-Vorläufer Zolar X) oder der missratene Funk-Jam ´Play By Play´ befinden, wäre es eine gute Idee gewesen, die besten zehn oder zwölf Tracks neu einzuspielen. Dieses Album wäre dann nämlich ein Knaller im Stile der Frühachtziger-Klassiker geworden! An diese Phase knüpfen nämlich das aus der „Black Tiger“-Session stammende Highlight ´I Make Believe´ und der an den ´Barroom Boogie´ erinnernde Blues-Rocker ´16 Tons´ an. Und selbst später geschriebene Songs wie das von Al Pitrelli co-komponierte ´Love Gone Wrong´, die gewohnt hochklassige Halbballade ´In The Name Of Love´ oder der treibende Rocker ´Wild If I Wanna´ atmen das Flair dieser Ära und haben erstaunlich viel Potenzial.

Ein für Y&T-Fans essenzielles Album, aus dessen Material allerdings noch deutlich mehr hätte herausgeholt werden können.

Autor:
Marcus Schleutermann
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