Review

Reviews 1.0

XASTHUR

Portal Of Sorrow

Ausgabe: RH 291

Viva Hate/Cargo (66:57)

Bei XASTHUR weiß man immer, was man bekommt: ein Gemisch aus Methadon, Furunkelsalbe, Opium und Affenscheiße. Genau diese vier Bestandteile machen den Sound des amerikanischen Ein-Nixkönner-Projekts so speziell. Speziell mies. Malefic, so nennt sich der Unfallverursacher, hat mittlerweile geschätzte 1.356.898 Lieder verbrochen, was er ja gerne darf, schließlich leben wir in einer Demokratie (na ja, er vielleicht nicht). Aber aus seiner epidemischen Inkompetenz gelernt hat er bis heute nicht. Rasenmähergitarre (elektrisch, kein Benzinrasenmäher, denn die klingen zumindest ein bisschen heavy), Schlossgespenst-Keyboards, Grummelstimmchen der Marke „russisches Volksmärchen, betrunken erzählt“ und eine Kaufhausvorführorgel machen das Suizidchen-Black-Metallchen so richtig schön Gotiklatex. Wie immer schick, Herr Malefic!

Autor:
Wolf-Rüdiger Mühlmann

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