Review

Reviews 7.0

WOLVESPIRIT

Free

Ausgabe: RH 337

Spirit Stone/Cargo (52:34)
Die Idee, Seventies-Rock mit weiblichen Vocals zu kombinieren, ist so neu nicht, die aus Würzburg stammenden WOLVESPIRIT reichern dieses Konzept aber auch auf dem dritten, erneut von Produzentenlegende Michael Wagener klanglich in Szene gesetzten Album mit einer guten Portion Kauzigkeit an. Dafür zuständig ist in erster Linie Frontfrau Debby Craft, die den von den üblichen Seventies-Legenden wie Deep Purple, Blue Öyster Cult oder auch Rainbow geschmackssicher beeinflussten Songs mit ihrem markanten, phasenweise allerdings etwas zu bemüht theatralisch klingenden Gesang ein Alleinstellungsmerkmal verschafft. Das muss man nicht mögen, Retro-Rock-Aficionados, die sich auf der Suche nach einer Alternative zu ihren derzeitigen Lieblingen befinden, werden an dem Hammond-Orgel-durchtränkten Rock der Band jedoch ihre Freude haben und schnell merken, dass dem Quintett mit dem Opener ´I Am Free´ (dessen Grundriff etwas an ´Ain´t Fit To Live Here´ von Graveyard erinnert) sogar ein kleiner, aber feiner Hit gelungen ist. Ebenfalls erwähnenswert: Zwei Gesangsbeiträge von Slaughter-Sänger Mark Slaughter, der sich stimmlich erstaunlich gut in den Sound der Würzburger einfindet.

Autor:
Thomas Kupfer
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