Review

Reviews 8.0

WIZARD

Head Of The Deceiver

Ausgabe: RH 170

Alle Achtung: WIZARD, die „deutschen Manowar“, haben hörbar an sich gearbeitet und mit „Head Of The Deceiver“ einen gewaltigen Schritt nach vorne getan! Gute Ansätze waren ja bereits auf den drei Vorgängern erkennbar, die Jubelgesänge gewisser Herrschaften konnte ich allerdings nicht ganz nachvollziehen.

„Head Of The Deceiver“ ist dagegen ein absolut rundes Album mit vielen Ohrwürmern und ohne nervige „Hörspiel“-Einschübe (wie auf „Battle Of Metal“) geworden. Die Manowar-Schlagseite wurde etwas in den Hintergrund gerückt, obwohl mit ´Defenders Of Metal´, ´Head Of The Deceiver´, ´Demon Witches´, ´Iron War´ oder ´True Metal´ immer noch genügend Hymnen vertreten sind, die sich auch auf einem Manowar-Album behaupten könnten. Darüber hinaus gibt´s aber auch gnadenlose Uptempo-Banger der Sorte ´Magic Potion´, ´Collective Mind´ oder ´Revenge´ (auch auf der aktuellen „Dynamit“-CD vertreten), die von kraftvollem Power-Drumming, erstklassigen Riffs, flüssigen Bass-Läufen und pathetischem Helden-Gesang leben und zeigen, dass WIZARD noch längst nicht am Zenit ihres Leistungsvermögens angelangt sind. Hört euch zum Beispiel mal das erstklassige Gitarrensolo in ´Collective Mind´ an: Sowas schüttelt man nicht mal eben so aus dem Ärmel.

Auf die Nerven gehen mir lediglich die holprigen, etwas zu klischeebeladenen Texte („philosophy of Metal will prevail...“), die sich dem Niveau der Musik einfach nicht anpassen. Nix gegen Klischees - aber erstens müssen sie cool verpackt sein (wie bei Sacred Steel), und zweitens kann man Manowar in dieser Beziehung sowieso nicht das Wasser reichen.

Ansonsten gibt´s aber nichts zu meckern. Ich bin beeindruckt!

Autor:
Götz Kühnemund
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