Review

Reviews 9.0

WITCHFYNDE

The Awakening

Ausgabe: RH 169

Jawohl! Luther Beltz ist zurück, und er darf sogar wieder unter dem altehrwürdigen Namen WITCHFYNDE firmieren, der jedem NWOBHM-Fan kalte Schauer den Rücken rauf und runter jagt. Schon der Opener ´Hell Hath No Fury´ hat es drauf, denjenigen unter euch, die angesichts halbgarer Mogelpackungen von der Insel schon kurz vor der Verzweiflung stehen, wenn sie das Wort „Reunion“ nur hören, die Sorgenfalten aus der Stirn zu bügeln.

Die Jungs haben nix, aber auch gar nix verlernt. Schnörkellos fetzen sie mit einer Power los, dass es nur so eine Freude ist. Luthers Stimme hat genau denselben Gänsehautfaktor wie zu „Cloak And Dagger“-Zeiten. Mit ´Death Of Innocence´ - einem Mercyful Fate-artigen Banger - und der supergenialen, leicht Maiden-lastigen Halbballade ´Blessed Be´ sowie dem überfetten Kracher ´Unknown Soldier´ stehen auf der Platte Songs, die sich locker mit ´Leaving Nadir´, ´I´d Rather Go Wild´ oder ´Give ´Em Hell´ messen können. Doch auch der Rest der Songs wird keinen echten WITCHFYNDE-Fan enttäuschen. Einige werden sogar den einzigen Schwachpunkt der Scheibe, nämlich den etwas schwachbrüstigen Sound, noch als Extra-Happen Nostalgie willig schlucken.

Was jetzt aber nicht heißen soll, dass die Scheibe nur für ewig Gestrige interessant ist. Der mystische, gradlinige Heavy Rock dürfte auch etliche jüngere Semester und sogar Gestalten wie Rensen begeistern. Hier sind die Roots des okkulten Metal! Für mich ist „The Awakening“ jedenfalls zusammen mit dem ebenfalls erst kürzlich erschienenen Livealbum der Tygers Of Pan Tang das geilste Stück britischen Metalls seit langem. Basta!

Autor:
Bruder Cle
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