Review

Reviews 7.0
Classic Rock

WISHBONE ASH

Coat Of Arms

Label: Steamhammer/SPV
Dauer: 58:55
Erscheinungsdatum: 28.02.2020
Ausgabe: RH 394

Zusammen mit Thin Lizzy gelten WISHBONE ASH bekanntlich als die Erfinder des Twin-Guitar-Sounds, mit dem sie spätere Acts wie Judas Priest und Iron Maiden nicht unwesentlich beeinflusst haben. Mit dem aktuellen Studioalbum „Coat Of Arms“ feiern Andy Powell und seine Mitstreiter ihr 50-jähriges Jubiläum. (Nicht mehr mit dabei ist seit geraumer Zeit Gründer und Bassist Martin Turner, der parallel seine eigene Version von WISHBONE ASH betreibt.) Der Drittling „Argus“ von 1972 zählt gemeinhin als Meilenstein im Schaffen der Band. Die Messlatte liegt also hoch. Und „Coat Of Arms“ beginnt tatsächlich mit einem wahren Paukenschlag, dem hymnenhaften ´We Stand As One´, das vor fantastischen Gitarrenduellen nur so strotzt. ´Too Cool For AC´ changiert gekonnt zwischen Bluesrock und Boogie. ´Back In The Day´ ist ein straighter Rocker. Aber natürlich geht es nicht in diesem Härtegrad weiter: Der Titelsong klingt eher Westcoast-mäßig, ist aber aufgrund seiner interessanten Gitarrenharmonien ebenfalls nicht uninteressant. Linientreuen Hardrock muss man auf „Coat Of Arms“ tatsächlich mit der Lupe suchen. WISHBONE ASH spielen nach wie vor nach ihren eigenen Regeln. Experimente inbegriffen: ´Empty Man´ wandelt mit seiner Folk-Lastigkeit auf den Spuren von Jethro Tull. Die kitschige Ballade ´Floreana´ ist dagegen verzichtbar. Dennoch ist „Coat Of Arms“ insgesamt ein recht gelungenes Alterswerk geworden.

Autor:
Matthias Mader
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