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Classic Rock Doom Metal

WINO

Forever Gone

Label: Ripple/H´Art
Dauer: 45:59
Erscheinungsdatum: 26.06.2020
Ausgabe: RH 398

Das Label Ripple startet eine Reihe mit Unplugged-Alben von verdienten Metal-Künstlern. Man darf gespannt sein, wer noch dabei ist. Dass WINO den Anfang macht, liegt nahe. Er hat in der Vergangenheit immer wieder hörenswerte Akustik-Alben aufgenommen, vor allem die Doom-Folk-Kollaborationen mit Conny Ochs („Heavy Kingdom“ etc.) können einem famos die Stimmung verhageln. Der existentialistische Gestus von „Forever Gone“ erinnert an Johnny Cashs „American Recordings“: ein Mann allein mit seiner Gitarre gegen das Elend, auf der Welt zu sein. Der titelgebende Opener trotzt dem Topos noch einmal richtig Glanz ab. Wie das leicht verhallte Akustikgitarren-Riff zusammen mit Weinrichs sonorem Organ Verlust und Verdammnis fühlbar macht, das ist große Kunst. Es gibt einige solcher Momente, in denen er eine Dunkelheit intoniert, die kein Lagerfeuer erhellen kann.

Autor:
Frank Schäfer
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