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WHITESNAKE

SAIL AWAY – WHITESNAKE´S FANTASTIC VOYAGE

Ausgabe: RH 336

Martin Popoff
(Soundcheck Books)
Mehr als einmal ist Martin Popoff vorgehalten worden, seine Bücher seien lediglich ein diffus zusammengesetztes Patchwork von überlangen Interview-Sequenzen. Dieser Vorwurf ist in Bezug auf „Sail Away – Whitesnake´s Fantastic Voyage“ völlig unbegründet, denn Popoffs Werk Nummer 45 ist klar strukturiert und besitzt einen durchgehenden erzählperspektivischen Flow: von WHITESNAKEs Frühphase als erdige Hardrock-Band über die Hair-Metal-Periode (in deren Verlauf mit John Sykes, Adrian Vandenberg, Vivian Campbell und Steve Vai in kurzer Zeit gleich vier Gitarristen verschlissen wurden) bis hin zum aktuellen Spätwerk (das leider nur auf ein paar Seiten zusammengestutzt im Epilog thematisiert wird). Im Vordergrund stehen natürlich abermals die von Popoff zahlreich gesammelten O-Töne. Hier tut sich besonders John Kalodner als Plattenfirmenstratege hervor, der bildhaft beschreibt, wie die Besetzung für das „1987“-Album gecastet wurde; dabei bezeichnet er sich selbst, versiert im Understatement, als den „größten lebenden A&R-Manager“. „Sail Away“ ist nicht, wie behauptet, „die allererste WHITESNAKE-Biographie“ (diese Ehre kommt dem 2011 publizierten, reich bebilderten „Whitesnake – The Definitive Biography“ von Simon Robinson und John Tucker zuteil), aber dennoch ein ganz und gar unverzichtbares Stück Rockliteratur.

Autor:
Matthias Mader

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