Review

Reviews 7.5

WHITE WIZZARD

Infernal Overdrive

Ausgabe: RH 370

M-Theory/Membran (61:06)
WHITE WIZZARD zählten 2010 mit ihrem Debüt zu den vielversprechendsten Trad-Metal-Bands der Neuzeit. Den Amis hätte eine goldene Zukunft gewunken, wenn Chef-Egozentriker Jon Leon nicht ständig am Besetzungskarussell gedreht hätte. Das wurde auch Earache zu bunt, weshalb das vierte Album nun über M-Theory erscheint. Immerhin zieht Jon bei „Infernal Overdrive“ mit Frontsirene Wyatt Anderson wieder sein größtes Sänger-As aus dem Ärmel. Und auch stilistisch korrigiert Jon den musikalischen Kurs hin zur Ausrichtung des „Flying Tigers“-Album, auf dem Wyatt zuletzt zu hören war: Im Vergleich zum eher straighten Hardrock von „The Devil´s Cut“ offenbart „Infernal Overdrive“ wieder herrlich vertracktes Traditionsmetall im Stile von Iron Maiden, das ohne übertriebene Klischee-Reiterei auskommt, sich allerdings manchmal etwas zu nah an den musikalischen Vorbildern bewegt (gewisse Passagen aus ´Infernal Overdrive´ erinnern stark an Judas Priests ´Painkiller´, während ´Storm The Shores´ Maidens ´The Trooper´ zitiert). Die epischen Stücke beinhalten hingegen interessante, teils orientalisch angehauchte Parts, offenbaren aber auch die eine oder andere Länge. Summa summarum ergibt sich der gleiche Eindruck wie bei den Vorgängerwerken: Die Band agiert spielerisch auf einem hohem Level, lässt beim Songwriting aber noch Platz nach oben.

Autor:
Ronny Bittner

AMAZON EMPFEHLUNG

Melde dich für unseren Newsletter an und verpasse nie mehr die wichtigsten Infos

Diese Seite verwendet Cookies. Erfahrt in unserer Datenschutzerklärung mehr darüber, wie wir Cookies einsetzen und wie Ihr Eure Einstellungen ändern und Cookies deaktivieren könnt. Darüber hinaus verwenden wir Cookies Dritter für die Einbindung audiovisueller Inhalte durch Youtube, Spotify und Soundcloud. Dem könnt ihr hier zustimmen oder dies ablehnen. Datenschutzerklärung ansehen.