Review

Reviews 6.5
Black Metal

WELICORUSS

Siberian Heathen Horde

Label: El Puerto/Soulfood
Dauer: 47:38
Erscheinungsdatum: 27.03.2020
Ausgabe: RH 395

Eine echte sibirische Horde sind WELICORUSS schon lange nicht mehr, verlegte Mastermind Alexey Boganov doch bereits vor dem letzten Album „Az Esm“ (2015) sein Hauptquartier von Novosibirsk nach Prag und ließ seine ehemaligen Mitmusiker hinter dem Ural zurück. Der mittlerweile international zusammengewürfelte Haufen spielt aber nach wie vor symphonischen Black Metal mit riesigen Chören, bombastischen Arrangements und einem Hauch russischer Folklore (inklusive Atmo-Klischees wie fegendem Wind und Wolfsgeheul). Detailreich und wuchtig produziert, massiv orchestriert: „Siberian Heathen Horde“ ist überzeugend gemacht (Therion meets Dimmu Borgir), wenngleich echte Alleinstellungsmerkmale doch eher rar gesät sind. Die Beschreibung „gesichtslos“ bekommt angesichts der Corpsepaint-Maskerade aber hier sogar eine positive Konnotation.

Autor:
Mike Borrink
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