Review

Reviews 7.0

WARPATH

Bullets For A Desert Session

Ausgabe: RH 357

Massacre/Soulfood (61:14)
Nicht nur Wolfgang Liu Kuhn freut sich wie Bolle, dass WARPATH 20 Jahre nach ihrer Auflösung einen neuen Anlauf unternehmen, nein, sogar ein eher kritisches Gemüt wie Boris Kaiser reckt den Daumen nach oben und kräht ein fröhliches „Toll, dass sie wieder da sind!" durch die Redaktion. Das mag in Verbindung mit dem infernalischen Brachialsound der Hamburger etwas deplatziert klingen, trifft die Sache aber ganz gut, denn die Wiederauferstehung der Band passt durchaus in die Kategorie „Reunions, die man gut findet". Wir erinnern uns: Nach vier gutklassigen Alben und diversen in der Presse genüsslich ausgebreiteten persönlichen Spannungen und Konflikten implodierte der Bastard aus Thrash und Hardcore, der es bis an die Spitze der einheimischen Extrem-Metal-Szene geschafft hatte. Nun also ein neuer Anlauf, und die bis auf Sänger Dirk „Dicker" Weiß runderneuerte Band transportiert auf „Bullets For A Dessert Session" (bitte Zompfs herrliche Variation des Titels an dieser Stelle GENAU lesen! - Red.) ihren ureigenen Sound geschickt ins neue Jahrtausend und hat ihn mittels nachvollziehbarer Melodien und gelungener Refrains gepimpt. Das macht Laune, das macht Spaß - und wirft mit dem düsteren ´Crossing´ nebenbei einen kleinen Underground-Hit ab.

Autor:
Thomas Kupfer
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