Review

Reviews 8.5

WARLORD

Rising Out Of The Ashes

Ausgabe: RH 183

Als vor einigen Monaten die ersten WARLORD-Demos auftauchten, zu denen der etatmäßige Hammerfall-Frontmann Joacim Cans sein Scherflein in Form der Vocals beitrug, hielt sich die Euphorie in Grenzen. Im Nachhinein betrachtet lag das sicherlich eher an der Verbohrtheit der Fans (ja, auch der Verfasser dieser Zeilen bekennt sich schuldig) als an Joacim selbst. Der Schwede macht nämlich objektiv gesehen einen prima Job - zumal ja auch „Deliver Us“ und „And The Cannons Of Destruction Have Begun...“ eher von „soften“ Vocals veredelt wurden. Das Schönste ist aber, dass das perfekte Zusammenspiel von Emo-Gitarrengott William Tsamis und Wunderdrummer Mark Zonder nach wie vor hundertprozentig funktioniert. Der werte US-Banger darf auf „Rising Out Of The Ashes“ ein ganzes Füllhorn an ausschweifenden Melodien beklatschen, die tatsächlich nach WARLORD - und nur nach WARLORD - klingen. Songs wie das famose ´Invaders´ oder das eingängige ´Enemy Mind´ (schönes Wortspiel mit dem im Englischen oft gebrauchten Ausdruck „enemy mine“) brauchen sich nicht hinter dem Achtziger-Material der Band zu verstecken, und die von Tsamis selbst verbrochene, äußerst organisch-warme Produktion klingt wie Achtziger-Vinyl und damit absolut passend.

Was allerdings etwas albern rüberkommt, ist das konsequente Verschweigen von Lordian Guard, der eigentlichen Nachfolgeband von WARLORD. Weder auf der Homepage noch im CD-Info finden sich Hinweise, dass ´Battle Of The Living Dead´, ´Winds Of Thor´, ´War In Heaven´ und ´My Name Is Man´ mitnichten brandneue Tracks sind. Die Stücke gab´s alle schon auf diversen Lordian Guard-Veröffentlichungen. Das verlangt - genau wie das eher unnötige Remake des „Deliver Us“-Klassikers ´Lucifer´s Hammer´ - nach ´nem halben Punkt Abzug. Ein Pflichtkauf ist „Rising...“ aber dennoch.

Autor:
Boris Kaiser
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