Review

Reviews 7.5

VOLBEAT

Seal The Deal & Let´s Boogie

Ausgabe: RH 349

Vertigo/Universal (52:55)
VOLBEAT haben auf ihrem letzten Werk „Outlaw Gentlemen...“ deutlich kommerziellere Töne als zuvor angeschlagen, aber auch einen Song mit King Diamond als Gastsänger im Programm gehabt. In der Folge stand die Band mit einem Bein im Mainstream, mit dem anderen weiterhin in der Rock- und Metal-Szene. Wie lange kann dieser Spagat gut gehen? Frontmann Michael Poulsen fühlt sich derart breitbeinig aufgestellt anscheinend recht wohl. Der neue Longplayer „Seal The Deal & Let´s Boogie“ fällt vom Sound und den Arrangements her gottlob etwas knackiger aus, hat aber auch wieder einige Songs an Bord, die aufgrund der betont schönen Melodien und der (im Vergleich zu den Frühwerken) deutlich zurückgedrehten Gitarrenverzerrung förmlich nach Radio-Airplay schreien, beim geneigten Headbanger aber eher für Kopfnicken als Luftsprünge sorgen. Als Altfan hat man an Songs wie dem Opener ´The Devil´s Bleeding Crown´, dem Hit ´Marie Lavaeu´ und der Danko-Jones-Kooperation ´Black Rose´ seinen Spaß. Dazu gesellt sich aber auch eine Handvoll Lieder, die mit langweiligem Einton-Riffing irgendwo zwischen Punkrock und Pop rangiert und mit dezenten Americana- und Blues-Einflüssen angereichert wird (´Let It Burn´, ´Mary Jane Kelly´, ´Goodbye Forever´, ´For Evigt´). Glücklicherweise zeigen die Dänen zum Ende der Platte mit dem coolen Uptempo-Song ´Seal The Deal´, dem gelungenen The-Georgia-Satellites-Cover ´Battleship Chains´ und dem hart riffenden ´The Loa´s Crossroad´ noch mal ihre Zähne. Dennoch empfehlen wir für den nächsten Waschgang weniger Weichspüler.

Autor:
Ronny Bittner

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