Review

Reviews 9.0

VIRGIN STEELE

Invictus

Ausgabe: RH 132

Es gibt keine zweite Band auf diesem Globus, die schon seit mehr als anderthalb Dekaden so geschickt auf dem schmalen Grat zwischen Kunst und Kommerz, Kitsch und Klassik wandelt wie VIRGIN STEELE. Dabei haben die New Yorker Bombastmetaller um Ausnahmesänger/Keyboarder David DeFeis das seltene Kunststück vollbracht, in all den langen Jahren ihrer Karriere nicht eine einzige mittelmäßige oder gar schwache Scheibe abzuliefern. Logisch, daß Album Numero acht, "Invictus", da nicht aus der Reihe tanzt, auch wenn es der Combo erneut nicht ganz gelungen ist, ihr Meisterwerk aus dem Jahre 1986, "Noble Savage", zu toppen. Im Gegensatz zu den beiden Vorgängern "The Marriage Of Heaven And Hell - Part I & II" hat das Quartett diesmal härtemäßig einige Schippen draufgepackt, was der Kapelle außerordentlich gut zu Gesicht steht. So brettern flotte, vor Pathos meist nur so triefende Hymnen wie 'Through Blood And Fire', 'Sword Of The Gods', 'Defiance', 'A Whisper Of Death', 'Dominion Day' oder das gut zehnminütige 'Veni, Vidi, Vici' eine ganze Ecke metallischer und heroischer aus den Boxen als vergleichbare Tracks der "Marriage"-Phase. Aber auch in puncto Soundqualität haben sich VIRGIN STEELE um einige Prozentpunkte steigern können, wenngleich die Produktion, für die einmal mehr David DeFeis persönlich verantwortlich zeichnet, mit der von "Ligakonkurrenten" wie Savatage oder Blind Guardian nur bedingt mithalten kann. Dennoch führt an "Invictus" für Freunde epischer Metal-Klänge kein Weg vorbei, zumal der Silberling mit einer stolzen Gesamtspielzeit von mehr als 75 Minuten jede Menge "value for money" bietet und die Jungs überraschenderweise auf die obligatorische Ballade verzichtet haben - wobei letzteres natürlich Geschmackssache ist...

Autor:
Buffo Schnädelbach

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