Review

Reviews 9.0

VICTORY

Liveline

Ausgabe: RH 82

Verspäteter Abschiedsgruß aus Hannover: VICTORY hatten sich Ende '92 nach zwei Farewell-Gigs mit Demon zwar bereits offiziell aufgelöst, im letzten Jahr dann aber doch noch zu einigen Festivalauftritten zusammengefunden. Die Produktion dieses Livescheibchens ist gleichzeitig Dokument des letzten gemeinsamen Auftritts. Ausschließlich um Geld kann es dabei nicht gegangen sein, denn "Liveline" ist kein ausgewimpter Nachläufer, sondern bietet noch einmal das volle Pfund, dokumentiert die brillanten Livequalitäten einer Band, die seit ihrem Debüt 1985 zu den handwerklich ausgereiftesten Melodic-Metallern Europas gezählt werden muß. "Liveline" kommt als kompakte Doppel-CD über den Deich und serviert in sattfetter Soundqualität die zahlreich vorhandenen Highlights der Ära mit Frontmann Fernando Garcia, der wie gewohnt auch eine erstklassige Gesangsleistung ablieferte, 1988 hatte Garcias Vorgänger Charlie Huhn bereits die Mark I-Epoche von VICTORY auf "That's Live" abgeschlossen. Aus der Zeit vor Fernandos '89er Einstieg mit dem wohl erfolgreichsten VICTORY-Album "Culture Killed The Native" stammt daher lediglich die '86er Nummer 'The Check's In The Mail'. Herausgekommen ist ein Album, bei dem alles stimmt - mit Ausnahme der etwas zu leise geratenen Background-Vocals - und das sich nicht nur VICTORY-Fans in den Schrank stellen sollten. Antörn-Tip: die beiden letzten Tracks von Disc 1, 'On The Loose' und 'Tribute To Ying And Yang', eine grandiose Solonummer von Gitarrenchef Herman Frank, aufbauend auf dem Thema der "Culture..."-Ballade 'Lost In The Night'.

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