Review

Reviews 7.0

VENOM

Temples Of Ice

Ausgabe: RH 52

"This is actually a really good album!" heißt's im Info der Plattenfirma. Hm - untertrieben haben die Damen und Herren Promoter bei diesem Statement nicht unbedingt, aber die Tugend der Bescheidenheit zählt im Rock-Business anscheinend eh nicht mehr, wenn es darum geht, Platten zu verkaufen. Und da lassen sich mit alten Legenden immer ein paar zusätzliche Einheiten absetzen, denn trotz - oder gerade wegen - der Schnellebigkeit unseres Jahrzehnt ist die Welt immer noch voller Nostalgiker, die gerne einige Deutschmarks berappen, um mit Hilfe aktueller Veröffentlichungen ihrer einstigen Lieblinge die Jugendzeit heraufzubeschwören. Im Falle VENOM sind die Nostalgiker längst nicht mehr so zahlreich vertreten wie in früheren Jahren, wozu vor allen Dingen die letzten schwachen LPs der einstigen Kult-Combo beigetragen haben dürften. Stellt sich also die Frage, ob Leute, die die einstige Blütezeit der Black Metal-Kings nicht mitbekommen hapen, ein Album wie "Temples Of Ice" wirklich brauchen. Ich glaube nicht, denn dafür ist die Band handwerklich einfach zu durchschnittlich, der Kult ist längst tot, und Tracks wie "Tribes", "Acid" oder das mit einem Akustik-Intro (!) und Akustik-Breaks (!) versehene "Even In Heaven", dessen Grundriff teilweise fatal an die Hymne "Die Hard" erinnert, sind zwar ganz okay, aber eben auch nicht mehr. Die Formel heißt also: faire Note plus ein Nostalgiker-Punkt vom ewig Unverbesserlichen. Macht 7 Punkte.

Autor:
Thomas Kupfer

AMAZON EMPFEHLUNG

Interessante Artikel:


Melde dich für unseren Newsletter an und verpasse nie mehr die wichtigsten Infos

Diese Seite verwendet Cookies. Erfahrt in unserer Datenschutzerklärung mehr darüber, wie wir Cookies einsetzen und wie Ihr Eure Einstellungen ändern und Cookies deaktivieren könnt. Darüber hinaus verwenden wir Cookies Dritter für die Einbindung audiovisueller Inhalte durch Youtube, Spotify und Soundcloud. Dem könnt ihr hier zustimmen oder dies ablehnen. Datenschutzerklärung ansehen.