Review

Reviews 7.0
Black Metal

VARGSHEIM

Söhne der Sonne

Label: MDD/Alive
Dauer: 50:37
Ausgabe: RH 384

Band- und Albumname täuschen: Bei VARGSHEIM handelt es sich (zum Glück) nicht um eine dieser käsig-pathetischen, vorhersehbaren deutschen Black-Metal-Kapellen, denn - sieht man von den deutschen Texten ab - das Trio aus Würzburg, das man als Live-Band von Imperium Dekadenz kennt, hebt sich im Songwriting von seinen Genrekollegen ab. Dabei sind die klassischen Black-Metal-Passagen im Blastbeat-Uptempo noch die unauffälligsten, denn in den atmosphärischen Momenten setzen VARGSHEIM eher spannende Akzente. Zusätzlich wertet die Truppe ihr viertes Album mit (Seventies-)Rock-Einschüben (´Staublunge´) und strukturellen Überraschungsmomenten auf (der Paukenschlag in ´Blutmond´ oder das Bassspiel in ´Feuerteufel´), die schon recht catchy sind. Ansonsten ist die Frage der Sprachauswahl wohl auch eine des Geschmacks; ich denke, dass das Ganze auf Englisch cooler rüberkäme, eben weil es nicht so pathetisch anmutet und man gerade in den rockigeren Passagen nicht Gefahr läuft, nach schroffem Deutschrock zu klingen. So oder so: In „Söhne der Sonne“ gibt es viel zu entdecken - nicht unbedingt für Old-Schooler, aber für Fans von Grenzüberschreitungen.

Autor:
Mandy Malon
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