Review

Reviews 2.5
Black Metal

VARG

Zeichen

Label: Napalm/Universal
Dauer: 41:16
Erscheinungsdatum: 18.09.20
Ausgabe: RH 400

Philipp „Freki“ Seiler und seine Band sind mit ihrem pathetischen Nordmann-Metal (es muss ein Trauma für sie sein, ausgerechnet aus Bayern zu stammen) ein beklagenswert erfolgreicher Teil der Szene und bestätigen auch auf „Zeichen“ sämtliche Vorurteile Sachkundiger gegenüber Musikern, die sich anhand von wenig mehr als ein paar Sachunterrichtsstunden über mitteleuropäische Mythologie zu Wikingern oder germanischen Kriegern gerieren. Bei VARG geht dies mit verfänglicher Naturromantik und Geschichtsverklärung einher, die einem abwechselnd die Zornesröte ins Gesicht treibt und flau im Magen macht, ob nun jemand in Videoclips in altertümlichem Gewand mit Kind im Arm durch den Wald flaniert oder in Schüttelreimen über Stolz, Blut und Eisen schwadroniert wird. Der Soundtrack dazu klingt mittlerweile achtbar nach Amon Amarth light, ist aber so hohl wie die ständig besungene „große Halle“.

Autor:
Andreas Schiffmann
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