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VAN HALEN

The Best Of Both Worlds

Ausgabe: RH 208

(157:13)

Pünktlich zur gerade in den USA angelaufenen Reunion-Tour der Band verlässt mit „The Best Of Both Worlds" der ultimative VAN HALEN-Best-of-Sampler die Presswerke. Das kurz vor dem Einstieg des früheren Extreme-Fronters Gary Cherone veröffentlichte „Best Of Van Halen Vol. I" wurde - mit Ausnahme der damals unveröffentlichten Songs - auf den Doppeldecker übernommen, den man kurzerhand um 19 weitere Gassenhauer aufgestockt hat. Die Gary-Cherone-Ära findet dabei jedoch keine Beachtung. Weder hat es ein Song des „Van Halen III"-Albums auf die Compilation geschafft, noch wird in den Linernotes auch nur ein Wort über den früheren Extreme-Fronter verloren.

Auf „The Best Of Both Worlds" ist eben nur Raum für die Sänger, die den Erfolg der Band maßgeblich mitbestimmt haben: „Diamond" David Lee Roth (den eingefleischte VAN HALEN-Fans auch heute noch als den einzig legitimen Frontmann akzeptieren) und Sammy Hagar, mit dem man zu kommerziell noch erfolgreicheren Höhenflügen ansetzte. Den Fan kann es freuen, kommt er auf diese Weise doch in den Genuss aller relevanten VAN HALEN-Hitsingles und kann sich dazu noch anhand der drei brandneuen Songs einen Eindruck von der zukünftigen stilistischen Ausrichtung der Band machen.

Die sehr Rhythmus-orientierte Single ´It´s About Time´ startet als Modern-Rock-Groovemonster, ehe der Refrain VAN HALEN-Traditionalisten bedient. ´Up For Breakfast´ erinnert zu Beginn an den Smasher ´Why Can´t This Be Love´, klingt aber weit weniger eingängig, während ´Learning To See´ trotz der extremen Gitarrenparts wohl eher die Balladenfraktion bedienen soll.

Ob das Quartett auch in Zukunft ein todsicherer Garant für Hitsingles ist, wird sich zeigen. „The Best Of Both Worlds" ist im Gegensatz zu vielen anderen Best-of-Samplern seinen Preis aber allemal wert.

Autor:
Thomas Kupfer
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