Review

Reviews 9
Death Metal

VADER

Solitude In Madness

Label: Nuclear Blast/Warner
Dauer: 29:30
Erscheinungsdatum: 01.05.2020
Ausgabe: RH 396

Die im vergangenen Jahr veröffentlichte „Thy Messenger“-EP nährte mit dem derben 'The Grand Deceiver' und der Neuaufnahme des „Litany“-Titeltracks bereits die Hoffnung, VADER könnten noch mal ein ähnlich kompromissloses Album wie den 2000er Meilenstein raushauen. Zwar haben die Polen seitdem immer mindestens gute und meist sehr gute Alben veröffentlicht, aber so entfesselt wie um die Jahrtausendwende klangen sie danach nicht mehr. Das ändert sich nun mit „Solitude In Madness“. Wie Peter (v./g.) im Interview berichtet, hatte er wieder richtig Bock auf Ballern, und auch aufnahmetechnisch haben sich VADER aus ihrer Komfortzone verabschiedet und zum ersten Mal nach einer gefühlten Ewigkeit nicht in den Hertz Studios aufgenommen. Stattdessen haben sie sich von Scott Atkins in England einen frischen Sound verpassen lassen, der mit aggressiven Gitarren und mehr Raum fürs Schlagzeug viel mehr Live-Feeling transportiert. Die meisten Songs kommen in dreieinhalb Minuten oder weniger auf den Punkt und vereinen die besten Elemente des klassischen VADER-Sounds. Single-Note-Blast-Riffs wechseln sich mit Uptempo-Thrash-Passagen ab. Und mit 'Shock And Awe', 'Into Oblivion' und 'Satan Wept' zeigen VADER, dass sie auch im vierten Jahrzehnt ihrer Karriere noch veritable Hits abliefern können. Gleichwohl halten die Polen das hohe Niveau über die gesamte Spielzeit, und mit 'Bones' steht an letzter Stelle sogar noch ein Album-Highlight.

Autor:
Sebastian Schilling
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