Review

Reviews 8.5

ULTHA

The Inextricable Wandering

Ausgabe: RH 377

Century Media/Sony (66:18)
Sie bleiben unvorhersehbar und werden sich auch nicht im Label-Programm eines Branchenriesen zu einer Band für die breite Masse entwickeln: ULTHAs drittes Album verlangt dem Hörer sogar womöglich mehr denn je ab und ist allein schon deshalb bemerkenswert, weil die Kölner reinen Black Metal um zahlreiche artfremde Elemente erweitern und trotzdem ein stimmiges, immer noch sehr orthodoxes Gesamtbild entwerfen. Drei schier ewig dauernde Blizzards brausen mit schwindelerregender Eindringlichkeit über je einen Ambient-Abgrund, einen halb doomigen Sumpf sowie karge Postpunk-Klippen hinweg, sodass man um die seelische Gesundheit von Vordenker Ralph Schmidt fürchten müsste, würde das alles nicht so gründlich durchdacht wirken. Begründet wurde das Genre mit unbesonnenen Taten aus dem Bauch heraus; den derzeitigen Status quo bestimmen Idealmischungen aus Herzblut und Kopfkalkül wie diese hier.

Autor:
Andreas Schiffmann
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