Review

Reviews 9.0

TRIVIUM

In Waves

Ausgabe: RH 291

Roadrunner/Warner (54:16)

Metal oder Metalcore? Im Falle von TRIVIUM erhitzt die Frage nach der Genrezugehörigkeit seit Anbeginn der Bandkarriere die Gemüter. „In Waves“, das fünfte Studioalbum, wischt derartige Diskussionen nun endgültig vom Tisch, denn der Florida-Vierer liefert den Beweis, dass er endgültig seine ganz eigene Nische gefunden hat. Das Album gerät zum stilistischen Parforceritt durch Death- und Thrash Metal, bietet Riffs zum Niederknien, Blastbeats und eine nachweislich von klassischen Metalbands beeinflusste Fülle an Melodien, die ihresgleichen sucht. Niemand kombiniert momentan eindrucksvoller eingängige Hooks und mächtige Refrains mit gnadenloser Härte und Kompromisslosigkeit als Matt Heafy & Co., die noch dazu astreine Metal-Hymnen (´Caustic Are The Skies That Bind´, ´Dusk Dismanteled´) im Gepäck haben und mit dem in letzter Sekunde aufs Album gerutschten ´Of All These Yesterdays´ eine brillante Power-Ballade präsentieren, die das Album vor dem an Black-Metal-Raserei erinnernden Outro ´Leaving This World Behind´ beschließt.

„In Waves“ ist TRIVIUMs Masterpiece, eine Platte, die der bei aller Stilvielfalt enorm kompakt wirkenden Band spieltechnisch alles abverlangt, den Hörer fordert und so das bisherige Schubladendenken einiger Zeitgenossen gehörig durcheinanderwirbeln dürfte. Klasse!

Autor:
Thomas Kupfer

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