Review

Reviews 8.0

TOTENMOND

Der letzte Mond vor dem Beil

Ausgabe: RH 352

Massacre/Soulfood (40:11)
Nach achtjähriger Pause tun TOTENMOND einen Teufel, sich bei all jenen anzubiedern, die ihnen angeblich nachtrauern und sie zwischenzeitlich zum Kult stilisieren wollten, denn das sind ebenjene Typen, die vor 20 (!) Jahren über „Lichtbringer“ lachten. Ideologen mögen die Wiederkehr des dezidiert gegen Rechts gerichteten Trios dahingehend verklären, dass Deutschland momentan nicht vor lauter Sommer braun ist, aber in die Moralritter-Rolle wollen die Mitglieder sicherlich nicht schlüpfen. Darum klingt „Der letzte Mond vor dem Beil“ auch so, als seien die Köpfe Pazzer und Senz nie weg gewesen: strukturell sperrig, spielerisch stumpf und doch raffiniert (klasse verdoomtes Cover von Deep Purples ´Into The Fire´), inhaltlich provokant wie abstrakt. Diese Herren schwingen in erster Linie Instrumente, keine Reden - und treffen immer noch dort, wo es wehtut. Willkommen zurück!

Autor:
Andreas Schiffmann

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