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TOOL

Lateralus

Als es an die Auswahl der unserer Meinung nach besten 300 Platten aller Zeiten ging, stellte sich schnell heraus, dass enttäuschend wenige Scheiben der jüngeren Vergangenheit den "test of time" gegen die Klassiker und Originale bestehen können. Auch ohne die rosa Retro-Brille und "Früher war alles besser"-Geblubber muss man leider feststellen, dass der Metal in den letzten Jahren wenige CDs hervorgebracht hat, die gleichzeitig außergewöhnlich innovativ und allerfeinsten kompositorischen Zuschnitts sind. Eine der wenigen Ausnahmen in unserem Rückblick auf über 30 Jahre Rock-Geschichte bildet "Lateralus", das dritte Album einer Band, von der selbst Kenner sich nach wie vor nicht sicher sind, ob sie wirklich von diesem unserem Planeten stammt. Melodien, Rhythmik, Dynamik, Arrangements, Produktion und Lyrics trotzen so dermaßen vollständig allen Normen, dass man TOOL auch nach über zehn Jahren immer noch ausschließlich (und das auch nur bedingt) mit ihren großen Vorbildern King Crimson vergleichen kann. Dieses unfassbar intensive Quartett, dessen Live-Konzerte das Nonplusultra des Multimedia-Zeitalters sind, lässt alle Beschreibungsversuche zu lächerlichem Gestotter verblassen. Es genügt nicht, über TOOL zu lesen, man muss sie hören, immer und immer wieder. Und sei es nur, um sich zu vergewissern, dass der Metal in kreativer Hinsicht doch noch nicht tot ist.

Autor:
Michael Rensen
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