Review

Reviews 8.0

TIAMAT

Judas Christ

Ausgabe: RH 178

?Skeleton Skeletron? war ein sehr feiges Album einer sehr wichtigen Band. Johan Edlund und seine Mannen hätten 1999 den alles andere als einfachen, weil künstlerisch und kommerziell sehr gefährlichen Kurs von ?A Deeper Kind Of Slumber? beibehalten sollen, denn nicht dieses fantastische Album war das Problem, das etliche alte Fans hatten, sondern die zu psychedelischen Liveshows. Nun denn: TIAMAT sind wegen des zu plakativen ?Skeleton Skeletron? vor allem in der Gothic-Szene sehr angesagt, was mir persönlich gar nicht schmeckt - denn diese Szene ist zu oberflächlich für Künstler mit Anspruch auf Grenzenlosigkeit.

Wie dem auch sei, das aktuelle Album ?Judas Christ? zeigt in die richtige Richtung, denn der straighte Dark-Rock-Sound, für den TIAMAT dank ihres mittlerweile Spaß auslebenden Sängers eine Manie entwickelt haben, wurde um kleine, aber kompositorisch enorm dichte und stimmungsmäßig sehr wirkungsvolle Elemente bereichert. Natürlich gibt es den plakativen, einfach gestrickten Radiohit namens ´Vote For Love´ für das Fastfood- oder Gothic-Publikum. Die wahren Perlen des Albums hingegen sind anfangs recht unscheinbare Nummern wie ´Heaven Of High´, ´Too Far Gone´ oder das grandiose, aber eben nicht radiotaugliche ´So Much For Suicide´.

Kurz: ?Judas Christ? ist für TIAMAT eine wichtige Etappe auf dem Weg zu alter Form und neuem Selbstbewusstsein.

Autor:
Wolf-Rüdiger Mühlmann

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