Review

Reviews 8,5
Hard Rock

THUNDERMOTHER

Heat Wave

Label: AFM/Soulfood
Dauer: 50:00
Erscheinungsdatum: 31.07.2020
Ausgabe: RH 398

Filipa Nässil hat ein beeindruckendes Durchhaltevermögen bewiesen: Nachdem das alte THUNDERMOTHER-Line-up nach zwei Alben zerbrochen war, wagte die Gitarristin 2017 mit frischer Besetzung einen Neustart. Das 2008 veröffentlichte Album „Thundermother“ ließ besonders durch die prägnante Stimme von Sängerin Guernica Mancini aufhorchen. Auf „Heat Wave“ erreichen die Schwedinnen nun den Höhepunkt ihres bisherigen Schaffens. Produzent Søren Andersen (Electric Guitars) hat dem Quartett nicht nur einen Top-Sound auf den Leib geschneidert, sondern auch beim Songwriting unter die Arme gegriffen, welches variabler als je zuvor ausfällt. Die Basis bilden nach wie vor Riffs der AC/DC-Schule, die aber durch den soulig-bluesigen Gesang von Guernica eine frische und eigenständige Note verliehen bekommen. Schon das eröffnende Doppelpack 'Loud And Alive' und 'Dog From Hell' lässt die einstige Rock'n'Roll-Hoffnung Airbourne ganz schön alt aussehen. Im weiteren Verlauf lässt die Band eine Hit-Rakete nach der anderen aufsteigen. Besonders 'Into The Mud', 'Mexico', 'Heat Wave' und 'Driving In Style' erweisen sich als Himmelsstürmer mit langanhaltender Strahlkraft. Lediglich das etwas platte 'Back In '76' will nicht so richtig abheben, während die Power-Ballade 'Sleep' mit ihrem gewöhnungsbedürftigen Streicher-Plüsch eher zum Feuerzeug-Schwenk taugt. Dass die Band aber auch ruhigere Töne anschlagen kann, ohne ins Kitschige abzudriften, beweist sie mit dem gelungenen 'Purple Sky', das durch seinen Hammond-Orgel-Einsatz in die Nähe von Blues Pills rückt. Mit diesem starken Album im Gepäck sind THUNDERMOTHER ihrem erklärten Ziel der „Rock'n'Roll World Domination“ einen großen Schritt näher gerückt. Weiter so!

Autor:
Ronny Bittner
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