Review

Reviews 8.0

THE SKULL

For Those Which Are Asleep

Ausgabe: RH 330

Tee Pee/Soulfood (49:25)
Trouble, also das Gitarren-Doppel Rick Wartell und Bruce Franklin, machen mit ihrem aktuellen Frontmann Kyle Thomas nach wie vor eine ordentliche Figur, aber auch ohne sich auf eine Seite zu stellen, kann man behaupten: THE SKULL, die Band der Ex-Trouble-Maker Eric Wagner (v.), Ron Holzner (b.) und Jeff Olson (dr.), sind noch ein Stückchen besser. Beim Songwriting fehlt zwar hier wie da der allerletzte Kick, der die (meisten) gemeinsamen Alben zu Klassikern hat werden lassen, atmosphärisch ist „For Those Which Are Asleep“ aber sehr nahe an der Vergangenheit - und zwar an der kompletten. Schweres wie ´The Touch Of Reality´ zitiert die Frühphase (das abschließende ´The Last Judgement´, eine Neu-Version des 1983er „Metal Massacre IV“-Sampler-Tracks, logischerweise eh), bei ´Trapped Inside My Mind´ oder ´Send Judas Down´ muss man sofort an das mächtige 1990er „Trouble“ denken, und die ruhigen, psychedelischen Ausflüge in z.B. ´Sick Of It All´ und ´The Door´ haben was von „Manic Frustration“ (1992). Wartell/Franklin adäquat zu ersetzen, ist ein Ding der Unmöglichkeit, Lother Keller und der bis vor kurzem noch bei Pentagram riffende Matt Goldsborough lösen diese Mammutaufgabe aber bewundernswert zufriedenstellend und haben von Wagner mit Sicherheit zugeflüstert bekommen, wie sie ihre Amps, nun ja, „am besten“ einstellen. Das mag man doof finden, es knarzt allerdings geil wie Hulle.

Autor:
Boris Kaiser

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