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Black Metal Death Metal

THE RUINS OF BEVERAST

The Thule Grimoires

Label: Ván/Soulfood
Dauer: 69:26
Erscheinungsdatum: 05.02.2021
Ausgabe: RH 404

„Der Surrealismus ist destruktiv, aber er zerstört nur das, was er als Einschränkung unserer Vision ansieht“ - dieses Zitat des populären surrealistischen Vertreters Salvador Dalí ist wie für THE RUINS OF BEVERAST gemacht. Nicht nur, weil Mastermind Meilenwald seine Werke selbst als „hochemotionale Musik mit surrealistischem Anstrich“ versteht, sondern allem voran, weil ihre Entstehung einer solchen uneingeschränkten Vision entspringt. Meilenwalds Black/Death ist so innovativ und extrem, weil er frei ist; frei von erzwungenen, rational fassbaren Songstrukturen, aber auch frei von musikindustriellen Normen und kapitalistischen Ansprüchen, man könnte sagen frei von jedem äußeren Einfluss. „The Thule Grimoires“ beweist das zum sechsten Mal: Obwohl Meilenwald sich mit 'Kromlec'h Knell' und 'Anchoress In Furs' - zwei klare Höhepunkte des Albums - so nah wie selten an klassischen Songstrukturen sieht, ist es für den Hörer auch diesmal durch den überbordenden, fließenden Charakter des Werkes nahezu unablässig, neben dem Hören auch zu fühlen. Mit jedem erreichten Spannungsbogen folgt ein neuer Gänsehautmoment, die wabernden Kontraste wie auch die morbide Grundstimmung reißen mit und heben die Grenzen des Black/Death wieder auf eine neue Stufe. TROB bleiben Masterclass.

Autor:
Mandy Malon
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